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Immobilienpreise und Mietspiegel: Berlin-Schöneberg

Immobilien- und Mietpreise in Berlin-Schöneberg

Der Immobilienmarkt in Berlin-Schöneberg

Von Monika Dunkel

Unter den innerstädtischen Ortsteilen gehört Schöneberg zu den facettenreichsten: Es bietet herrschaftliche Gründerzeitbauten, viel Flair am Winterfeldtplatz und dem Akazienkiez mit seinen Läden, ist geschäftig entlang der Hauptstraße und bürgerlich – zum Beispiel im Quartier um den Volkspark und das Rathaus, von dessen Balkon John F. Kennedy der Stadt im Juni 1963 sein „Ich bin ein Berliner“ zurief. In dieser Gegend wohnte Joachim Gauck, bevor er als Bundespräsident in den Amtssitz Schloss Bellevue umzog.

Die Quartiere unterscheiden sich, doch Schöneberg ist fast überall begehrt. „Es profitiert von der zentralen Lage und der Vielfältigkeit“, sagt Philip Hetzer vom Maklerunternehmen Engel [&] Völkers. Für Neubauwohnungen werden derzeit im Schnitt 5600 Euro pro Quadratmeter aufgerufen, höhere Preise als in Friedrichshain, Kreuzberg und Prenzlauer Berg – und mehr als doppelt soviel wie vor zehn Jahren.

Es wird kräftig gebaut: In der Kurfürstenstraße entstehen im „Carré Voltaire“ 127 neue Wohnungen. Geplante Eröffnung des Luxuspalastes ist Mitte 2018. Fraglich ist noch, was aus dem stadtbekannten Straßenstrich wird, der dort bisher rege verkehrte. Gefragt sei in Schöneberg wegen des Multi-Kulti-Charmes die Gegend nahe Kreuzberg, beobachtet Sibylle Lunkenheimer, Maklerin bei Von Poll Immobilien. Dort am verlängerten Gleisdreieck und dem alten Lokdepot werden derzeit Straßenzüge mit Eigentumswohnungen geschlossen und Bestandsbauten mit schicken Penthäusern gekrönt.

Günstiger als Neubauten sind bestehende Wohnungen mit gut 3330 Euro pro Quadratmeter. Es dominieren Bauten aus den 60er-Jahren, ein Drittel der Bausubstanz des Bezirks wurde im Bombenhagel des Kriegs zerstört.

Der Beliebtheit der großstädtischen Quartiere tut das aber keinen Abbruch, im Gegenteil. Zahlreiche Nachkriegshäuser werden nun saniert und mit Aufzügen versehen. Schnäppchen gibt es da immer weniger: Die Mieten für Altbauten sind 2016 über die 10-Euro-Marke gesprungen, die für Neubauten liegen mit 13,50 Euro nicht ganz hoch wie im angesagten Kreuzberg mit rund 15 Euro.

capital.de, 03.04.2017
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