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Immobilienpreise und Mietspiegel: Kleinmachnow

Immobilien- und Mietpreise in Kleinmachnow

Der Immobilienmarkt in Kleinmachnow

Rap im Seemannsheim – Die besten Wohnlagen in Kleinmachnow

Eigentlich ist Kleinmachnow der perfekte Wohnort für gut situierte Familien, die die Ruhe der von Einfamilienhäusern geprägten Gemeinde ebenso zu schätzen wissen wie die gute Infrastruktur und die Nähe zu Berlin.

Ein Neu-Kleinmachnower aber will so gar nicht in dieses Bild passen: der ­umstrittene Rapper Bushido. Der hat am Zehlendorfer Damm das ehemalige Seemannsheim gekauft – „16?000 Quadratmeter Grundstück mit einer dreistöckigen Villa drauf, 1000 Quadratmeter Wohnfläche“, wie Bushido stolz in einem Interview erzählte. Zuletzt war das weitläufige Anwesen von einer Freikirche ­genutzt worden.

Mit diesen Ausmaßen ist das künftige Heim von Bushido allerdings untypisch für Kleinmachnow. Prägend sind vielmehr Grundstücke zwischen 600 und 1000 Quadratmetern, auf denen in der so­genannten Villenkolonie östlich des Zehlendorfer Damms durchaus großzügige Häuser stehen. Die nördlich der Ernst-Thälmann-Straße gelegene Sommerfeldsiedlung hingegen ist von bescheidenen Häuschen aus den 30er-Jahren geprägt.

Die Nachfrage ist nicht einheitlich: Während sie im Bereich bis etwa 400.000 Euro größer ist als das Angebot, gestaltet sich die Vermarktung von teureren Objekten oft mühsam. Einen veritablen Einbruch der Nachfrage stellten die Makler im vergangenen Jahr fest, als die Diskussion über die Flugrouten des neuen Flughafens in Schönefeld für Verunsicherung sorgte. Mittlerweile, versichert eine Mehrheit der Makler, befinde sich die Nachfrage wieder auf hohem Niveau.

Die meisten Interessenten wollen ausschließlich in Kleinmachnow und auf keinen Fall in den weniger angesehenen Nachbargemeinden Stahnsdorf und Teltow wohnen, wie Peter Richter von Dr. Richter und Till Immobilien beobachtet: „Kleinmachnow hat Kultstatus.“

Villenkolonie

Die besten Wohnlagen in Kleinmachnow – Villenkolonie

Das zwischen 1906 und 1920 entstandene Viertel südlich des Zehlendorfer Damms und nördlich des Teltowkanals ist ohne Zweifel der vornehmste und daher auch teuerste Teil der Gemeinde Kleinmachnow. Hier ließen sich einst viele Künstler nieder, wie beispielsweise der Komponist Kurt Weill, dem der Erfolg der „Dreigroschenoper“ so viel Geld einbrachte, dass er sich 1932 die Rotklinkervilla in der heutigen Käthe-Kollwitz-Straße 7 leisten konnte. Zurzeit müssen Interessenten für eine Villa mehr als 500.000 Euro ausgeben – sofern sie überhaupt ein passendes Objekt finden.

Zu den schönsten Straßen in der Villenkolonie zählen die ruhige Medonstraße mit ihrem alten Baumbestand, der Eichenweg und die Randlage am Erlenweg. Die Beliebtheit von Kleinmachnow beschreibt Makler Joachim Rohde von Rohde Immobilien so: „Kleinmachnow ist gefühltes Zehlendorf, aber immer noch preiswerter.“ Tatsächlich spricht nicht nur das grüne Umfeld, sondern auch die unmittelbare Nähe zu Berlin für die Villenkolonie.

Absolut rar und daher auch teuer ist Bauland. Der offizielle Bodenrichtwert von 290 Euro pro Quadratmeter wird dabei regelmäßig überschritten: Mit mindestens 500 Euro ist laut Peter Richter von Dr. Richter und Till Immobilien zu rechnen – allerdings kommt derzeit kaum ein Grundstück auf den Markt.

Sommerfeldsiedlung

Die besten Wohnlagen in Kleinmachnow – Sommerfeldsiedlung

Die Sommerfeldsiedlung liegt im Norden von Kleinmachnow und hat eine spannende Geschichte: Sie wurde ab 1927 von einer Siedlungsgesellschaft errichtet, deren Anteile zum größten Teil dem jüdischen Unternehmer Adolf Sommerfeld gehörten. Deshalb war sie nach der Wende in ungewöhnlich hohem Ausmaß von Rückübertragungsansprüchen ehemaliger jüdischer Eigentümer betroffen, von denen manche ihre zurück gewonnene Immobilie wieder verkauften und so für eine zeitweilige Belebung auf dem Grundstücksmarkt sorgten.

Geprägt ist die Sommerfeldsiedlung von einfachen Siedlungshäusern aus den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts. Darüber, wie mit ihnen umzugehen ist, haben die Fachleute unterschiedliche Ansichten: Joachim Rohde empfiehlt, sie zu sanieren und gegebenenfalls durch einen Anbau zu erweitern – eine grundlegende Umgestaltung schließe die geltende Gestaltungssatzung ohnehin aus. Peter Richter von Dr. Richter und Till Immobilien hingegen verweist auf die seiner Ansicht nach schlechte Bausubstanz; einen Abriss mit anschließender Neubebauung hält er für sinnvoller. Und Christian Gérôme von der Allgemeinen Immobilien-Börse sieht die Sommerfeldsiedlung – und Kleinmachnow insgesamt – ohnehin kritisch: „Welche Familie will denn heute auf 100 Quadratmetern wohnen?“, fragt er.

Die Antwort: offenbar nicht wenige – Makler Rohde jedenfalls berichtet, dass sich für Eigenheime in der Sommerfeldsiedlung bis zu einem Betrag von 300.000 Euro schnell ein Käufer findet.

Musikerviertel

Die besten Wohnlagen in Kleinmachnow – Musikerviertel

Fast so begehrt, aber hinsichtlich der Bebauung nicht ganz so vornehm wie die Villenkolonie, sind das Musikerviertel am nordöstlichen Rand von Kleinmachnow sowie das sich südlich nahtlos anschließende Viertel zwischen Märkischer Heide und Steinweg. Hierher zieht es vor allem junge Paare mit Kindern, die viel Grün und ländliche Luft bevorzugen, aber in Berlin arbeiten und daher die Nähe zur Hauptstadt schätzen. Mit dem Auto ist man in 30 Minuten am Kurfürstendamm.

Häuser kosten im Musikerviertel schwerpunktmäßig zwischen 400.000 und 600.000 Euro, Eigentumswohnungen zwischen 1600 und 2200 Euro pro Quadratmeter. Allerdings kann es Häuslebauern noch immer passieren, dass neben ihrem Neubau ein unsaniertes Siedlungshaus einen wenig attraktiven Anblick bietet gibt der ortsansässige Makler Joachim Rohde zu bedenken,

Für das Musikerviertel gilt, was auch in Kleinmachnow im Ganzen zu beobachten ist: „Die Gemeinde hat seit der Wende einen extremen Bevölkerungsaustausch erlebt“, sagt Makler Rohde.

capital.de, 31.01.2017
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