Angebots-Vergleich

Das bessere Angebot ist bei zwei Darlehen nicht leicht zu erkennen. Oft sind die Zinssätze um einige Nachkommastellen verschieden oder die Zinsbindung gilt bei einem Angebot länger. Auch kleine Unterschiede in den Details des Angebots können es für Laien schwer machen, das günstigere Angebot zu erkennen. Unser Angebots-Vergleich berechnet übersichtlich, welches Angebot besser ist. So können Sie einfach entscheiden, bei welcher Bank Sie ein Darlehen aufnehmen.

Wie bediene ich den Angebots-Vergleich?

In unserem Rechner geben Sie die Konditionen zweier Kreditangebote an. Dafür können Sie den Angeboten zunächst Namen zuweisen, zum Beispiel die der Banken. Wenn Sie keinen Namen eingeben, setzt das Programm als Namen automatisch „Angebot 1“ und „Angebot 2“ fest.

Sie können frei festlegen, welche Darlehensbeträge Sie vergleichen möchten. Dieser Betrag muss aber bei beiden Angeboten dieselbe Summe umfassen. Ist dies nicht der Fall, wird der Rechner Sie auffordern, eine der beiden Summen anzupassen.

Die Länge der Sollzinsbindung können Sie hingegen unterschiedlich einstellen, ganz wie es den Angeboten Ihrer Banken entspricht.

Genauso werden die Banken unter Umständen verschieden hohe Sollzinssätze anbieten, die Sie in der Maske eintragen können.

Außerdem können Sie die Höhe der Tilgungsraten bestimmen, und zwar entweder als prozentualen Tilgungssatz oder nach der Höhe des monatlichen Betrages. Sie zahlen entweder jeden Monat einen gleichen prozentualen Anteil Ihrer Restschuld zurück z.B. 4 Prozent im Monat), oder Sie zahlen ein feste Summe (z.B. jeden Monat 1000 Euro). Im ersten Fall wird der Betrag in Euro sich jeden Monat ändern, im zweiten bleibt er gleich.

Zuletzt ist es noch wichtig, die zusätzlichen Gebühren einzutragen, die Banken für das Darlehen erheben, wie etwa Bearbeitungsgebühren oder Gutachterkosten.

Wie funktioniert der Angebots-Vergleich?

Sie erkennen im Ergebnis an den roten Ausrufezeichen, welche Werte durch den Rechner angepasst wurden. Die Anpassung wird dabei so vorgenommen, dass die monatliche Rate bei beiden Angeboten gleich ausfällt. Sie sehen also zwei Angebote über die gleiche Darlehenshöhe und mit der gleichen monatlichen Rate für Tilgung und Zinsen. Dadurch können Sie sehen, wo am Ende der Laufzeit weniger Restschuld verbleibt – das ist das günstigere Angebot.

Wenn Sie ein Angebot mit kürzerer Zinsbindung einem anderen mit längerer Bindung gegenüberstellen, berechnet das Tool die Restschuld am Ende der Laufzeit des kürzer gebundenen Darlehens. Mit dieser Grundlage berechnet der Vergleich außerdem, wie hoch der Zinssatz des Anschlussdarlehens ausfallen sollte, damit die monatliche Rate weiter konstant bleibt, also so hoch wie zuvor und beim anderen Angebot, das weiter seiner Zinsbindung unterliegt. Wenn Sie davon ausgehen, dass Sie für die Anschlussfinanzierung ein Darlehen mit diesem oder einem geringeren Zinssatz erhalten werden, ist dieses Angebot angeraten. Falls Sie jedoch damit rechnen, dass ein höherer Zins zu zahlen sein wird, dann entscheiden Sie sich besser für das andere Angebot mit längerer Zinsbindung.

Was ist die Sollzinsbindung?

Bei Krediten muss man zwischen solchen mit variablen Zinssätzen und gebundenen Zinssätzen unterscheiden. Im Angebots-Vergleich können Sie Kredite vergleichen, die gebundene Sollzinsen haben. Einen Kredit mit variablem Zins können Sie nicht vergleichen, denn hier ändert sich die Höhe der Zinsen aufgrund des veränderlichen Marktzinses. Nachdem die Zinsbindung eines Kredites abgelaufen ist, muss erneut über den Zins des Kredites verhandelt werden. Außerdem kann eine Anschlussfinanzierung erfolgen, das heißt entweder bei der eigenen Bank oder bei einem anderen Institut wird ein neuer Kredit aufgenommen, um den alten damit zu begleichen.

Eine Zinsbindung verhindert, dass man aufgrund der Entwicklung des Marktes steigende Zinsen in Kauf nehmen muss. Umgekehrt kann aber auch der Marktzins fallen, ohne dass man als Kreditnehmer von den niedrigen Zinsen profitiert.

Was unterscheidet Zinsen und Tilgung?

Kurz gesagt: Die Zinsen sind der Preis des Kredits und die Tilgung ist jeweils die Summe, die Sie von Ihrem Darlehen begleichen. Die Tilgungsraten werden dabei also von der Restschuld abgezogen, das heißt, dass der noch zu zahlende Betrag sich immer weiter um die Summe der Tilgungsraten verringert. Die Zinsen wiederum zahlen Sie der Bank, ohne dass sich die Restschuld dadurch verändert.

Banken haben ein Interesse daran, durch die Zinsen Geld zu verdienen. Deswegen sind Tilgungen nicht in beliebiger Höhe möglich. Insbesondere Tilgungen außerhalb der üblichen Raten, werden häufig eingeschränkt. Solche sogenannten Sondertilgungen können daher in vielen Fällen nur einmal im Jahr geleistet werden. Teilweise werden für Sondertilgungen eines Darlehens auch Gebühren fällig.