Immobilien-Kompass Berlin Berlin-Steglitz - Zehlendorf
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Immobilienpreise und Mietspiegel: Berlin-Steglitz – Zehlendorf

Immobilien- und Mietpreise in Berlin-Steglitz – Zehlendorf

Der Immobilienmarkt in Berlin-Steglitz – Zehlendorf

Von Jens Brambusch

Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf im Südwesten Berlins ist seit jeher eine der gediegensten und mondänsten Wohngegenden der Hauptstadt. Der Bezirk umfasst die Ortsteile Dahlem, Nikolassee/Schlachtensee, Wannsee sowie die namensgebenden Viertel Steglitz und Zehlendorf. Gehobene Gründerzeitbauten in Steglitz und luxuriöse Stadtvillen in Dahlem prägen das Ortsbild.

Von der Hektik und dem Mief der Großstadt bekommen die Bewohner nicht viel mit. Die Lebensqualität gilt aufgrund der grünen Wälder, der vielen Seen und der guten Infrastruktur als hoch. Havel, Kleiner und Großer Wannsee, Schlachtensee und Krumme Lanke sind beliebte Ausflugsziele für Berliner und Touristen. Zehlendorf ist bekannt für seine Familienfreundlichkeit, Dahlem für seine wohlhabenden Einwohner und die hohe Dichte an Diplomaten, Steglitz gilt als „gutbürgerlich“ und genießt wegen guter Schulen einen soliden Ruf.

Besonders wertstabil

Wohneigentum in Steglitz-Zehlendorf gilt seit Jahren schon als besonders wertstabil und befindet sich auf einem hohen Preisniveau. Abgesehen vom Berliner Zentrum werden hier die teuersten Preise aufgerufen. Eigentumswohnungen reichen von Großbürgerhäusern über Apartments auf großzügigen Grundstücken bis zu größeren Geschossbauquartieren. Die Wohnsiedlungen sind mit ausgedehnten Grünanlagen überwiegend locker bebaut.[nbsp]Zehlendorfer Immobilien sind im westlichen Teil nobel und exklusiv, im Süden und Osten sind die Wohnlagen einfacher. Allerdings ruht sich der Markt derzeit etwas aus. Eine Vielzahl neuer Projekte ist abgeschlossen, weitere sind derzeit nicht in Sicht.

Älteste Bevölkerung

In Steglitz-Zehlendorf leben auf einer Fläche von 103 Quadratkilometern 302.000 Bewohner. Der Altersdurchschnitt ist der höchste in Berlin. Mit 46,3 Jahre liegt er knapp vier Jahre über dem Durchschnitt. Das liegt sicherlich auch daran, dass die Immobilienpreise für junge Familien oder Studenten kaum erschwinglich sind. Dementsprechend gering fällt auch der Zuzug aus. In den vergangenen Zehn Jahren hat sich die Einwohnerzahl gerade mal um 17.000 erhöht. Damit hat Steglitz-Zehlendorf das geringste Wachstum unter den Berliner Bezirken.

Kaum Neubauaktivität

Dennoch hat sich die Zahl der Baufertigstellungen im Geschosswohnungsbau im Jahr 2015 mit 375 Neubauprojekten im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt. Allerdings ist damit der Köcher zunächst leer. Derzeit sind kaum Projekte in der Pipeline. Mit 2154 verkauften Eigentumswohnungen lag die Quote je 1000 Einwohner bei 7,2 – und damit deutlich über dem Berliner Durchschnitt mit einer Quote von 6,1. Jede zehnte Berliner Wohnung wurde im Jahr 2015 in Steglitz-Zehlendorf verkauft.

Beliebt bei Familien

In Steglitz-Zehlendorf leben nach den jüngsten Erhebungen 50 Prozent der Einwohner allein in einer Wohnung. Vor zehn Jahren waren es noch 47 Prozent. 31 Prozent der Bewohner leben in einem Haushalt mit zwei Personen, 19 Prozent wohnen zusammen mit zwei oder mehr Personen. Mit 23 Prozent liegt der Anteil an Familien leicht über dem Berliner Durchschnitt.

Beamtenbezirk

21 Prozent der Menschen in Steglitz-Zehlendorf haben einen Migrationshintergrund, das sind fünf Prozent weniger als der Berliner Durchschnitt. Überdurchschnittlich ist dagegen der Bildungsstand. Die Abiturquote liegt bei 52 Prozent und damit elf Prozent über dem Berliner Durchschnitt – aber beispielsweise neun Prozent unter Friedrichshain-Kreuzberg. Nur 28 Prozent der Bewohner von Steglitz-Zehlendorf haben einen Realschulabschluss, das sind immerhin zwölf Prozent weniger als im Berliner Schnitt. Mit 20 Prozent liegt die Hauptschulquote sogar ein Prozent über den durchschnittlichen 19 Prozent der Hauptstadt. Das hat das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg ermittelt. 66 Prozent der Erwerbstätigen sind angestellt, 17 Prozent selbständig und acht Prozent Arbeiter. Auffallend hoch ist der Anteil der Beamten mit neun Prozent, der fast doppelt so hoch ist wie der Durchschnitt. Zusammen mit Spandau hat Steglitz-Zehlendorf hier den Spitzenplatz.

Spitze beim Verdienst

Fast die Hälfte der 2015 angebotenen Eigentumswohnungen hatte einen Quadratmeterpreis von über 3500 Euro, 13 Prozent lagen sogar über 5000 Euro und damit im Segment der Luxuswohnungen. Auch wenn 41,6 Prozent der Haushalte in Steglitz-Zehlendorf im Monat mit weniger als 2000 Euro Nettoeinkommen auskommen müssen, leben in dem Bezirk viele Spitzenverdiener. 5,7 Prozent der Haushalte haben ein monatliches Einkommen jenseits der 6000 Euro. So viele wie in keinem anderen Bezirk Berlins.

Kaufen teuer

Die Preise für Bestandsimmobilien sind im Vergleich zum Vorjahr moderat gestiegen. Sprünge wie in den sogenannten Szenevierteln gab es in Steglitz-Zehlendorf nicht. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Wohneigentum lag zwischen 3100 Euro in Steglitz und 4921 Euro in Dahlem. In Zehlendorf, Wannsee und Nikolaussee lag er bei etwa 3600 Euro. Eine ähnliche Spanne gibt es auch bei neu gebauten Eigentumswohnungen. Sie reicht von knapp 4000 Euro in Steglitz bis 6267 Euro in Dahlem, dazwischen wiederum die anderen Stadtteile.

Mieten günstig

Die Mieten sind dafür sehr moderat. In Bestandsimmobilien kostet der Quadratmeter in Steglitz und Zehlendorf noch unter zehn Euro. In Wannsee und Nikolaussee liegen die Mieten minimal über der 10-Euro-Marke. Und Dahlem ist mit 11,20 Euro zwar das teuerste Viertel in Steglitz-Zehlendorf, verglichen mit Trendvierteln wie Kreuzberg oder Neukölln aber immer noch deutlich günstiger. Für Mieten in Neubauten müssen in etwa zwei bis drei Euro Aufschlag pro Quadratmeter gerechnet werden.

Dahlem bleibt top

Bei Einfamilienhäusern ist Dahlem erneut das teuerste Pflaster im Bezirk. Neubauten kosten über 8000 Euro pro Quadratmeter, Bestandsimmobilien immerhin über 6000 Euro. Das günstigste Viertel ist wiederum Steglitz, wo die Preise gerade mal halb so hoch sind wie in Dahlem. Die anderen Stadtteile bilden Werte dazwischen.

capital.de, 31.03.2017
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