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Immobilienpreise und Mietspiegel: Köln-Neustadt-Nord

Immobilien- und Mietpreise in Köln-Neustadt-Nord

Der Immobilienmarkt in Köln-Neustadt-Nord

Von Paul Prandl

Nicht einmal 20 Minuten geht man vom Agnesviertel zu Fuß zum Dom. Auch Zoo und botanischer Garten, die Flora, sind nicht weit. Am Fort X, einer alten preußischen Festung, treffen sich nachmittags Eltern mit kleinen Kindern auf dem Spielplatz. Auf der quirligen Neusser Straße findet man nette Restaurants und Geschäfte, nicht nur für den täglichen Bedarf. Hier kaufen mittags auch die Beschäftigen des nahen Oberlandesgerichts (OLG) am Reichenspergerplatz ein und in der Alten Feuerwache am Sudermanplatz, heute ein Bürgerzentrum, trifft man sich abends auf ein Kölsch oder am Wochenende zum Flohmarkt. In der Weißenburgstraße mit ihren Platanen und kleinen Bistros kommt sogar ein Hauch von südfranzösischem Lebensgefühl auf.

Die besten Lagen finden sich zwischen Gericht und Agneskirche, schöne Villen auch zwischen Riehler Straße und Rhein – Tür an Tür mit der Oberfinanzdirektion und großen Versicherungen. Das Viertel ist begehrt, das Angebot knapp. Auch im vergangenen Jahr zogen die Kaufpreise weiter an: Der Quadratmeterpreis für eine der charmanten Altbauwohnungen kann 5000 Euro und mehr betragen, als Miete werden in dem begehrten Viertel durchaus 12, 13, 14 und mehr Euro pro Quadratmeter aufgerufen.

In Sommernächten gleicht der Brüsseler Platz rund um die Kirche St. Michael mitten im Belgischen Viertel einem großen Open-Air-Gelände: Hier treffen sich hunderte Studenten und Jugendliche, trinken gern ihr mitgebrachtes Kölsch – und machen zum Unmut der Anwohner vor allem Lärm. Mehr als 90 Dezibel wurden schon gemessen, erlaubt wären 45. Wie es mit dem Hotspot des Kölner Nachtlebens weitergeht, ist offen. Die betroffenen Anwohner liegen mit der Stadt im Klinsch – auch wie lange abends die Außengastronomie gestattet ist: 22 oder 24 Uhr? Die Stadt überlegt, den Platz umzugestalten und das Trinken von Alkohol an öffentlichen Plätzen zu verbieten. Zudem sind nachts verstärkt Mitarbeiter des Ordnungsamtes vor Ort präsent und sprechen die Partygänger an.

Der Nachfrage nach gründerzeitlichen Wohnungen, die das Viertel zwischen Ringen, Aachener und Gladbacher Straße prägen, tut dies bislang keinen Abbruch. Denn es gibt auch ruhigere Lagen. Im Schnitt kostet ein Quadratmeter Altbau 3700 Euro, teils aber auch 5000 Euro und mehr. Für die wenigen Neubauten werden Preise zwischen 5500 und 7000 Euro pro Quadratmeter aufgerufen. Wer etwas mieten will, muss mit zwölf bis 14 Euro pro Quadratmeter Altbau rechnen, kleinere Apartments kosten auch mal 20 Euro pro Quadratmeter. Neubau findet sich kaum.

Im nordöstlich angrenzenden Friesenviertel, zu dem auch das große Areal gehört, wo früher die Gerling-Versicherung ihren Sitz hatte, gibt es Neubauwohnungen. Im sogenannten Gerling-Quartier sind im ersten Bauabschnitt 145 luxuriöse Eigentumswohnungen entstanden. 80 Prozent der Objekte sind verkauft, für die restlichen 20 Prozent werden bei Preisen zwischen 5000 und 8000 Euro pro Quadratmeter noch Käufer gesucht. Auch wer eine große Wohnung sucht wird dort fündig: die Angebote reichen von 60 bis 314 Quadratmeter. Wer dort lieber mieten statt kaufen möchte, zahlt – teils mit Domblick – 16 bis 20 Euro pro Quadratmeter. Anfang 2018 soll auf dem Gelände im denkmalgeschützten Rundbau an der Straße Im Klapperhof das Hotel „25 hours“ mit 200 Zimmern eröffnen. Es wird, ebenso wie der zweite Bauabschnitt mit 19.000 Quadratmetern Wohn- und Büroflächen, das Viertel mittelfristig weiter aufwerten.

Agnesviertel

Die besten Wohnlagen in Köln – Agnesviertel

Gerade einmal 20 Minuten geht man vom Agnesviertel zu Fuß zum Dom. Auch Zoo und botanischer Garten, die Flora, sind nicht weit. Am Fort X, einer alten preußischen Festung, treffen sich nachmittags Eltern mit kleinen Kindern auf dem Abenteuerspielplatz. Auf der quirligen Neusser Straße kaufen mittags auch die Beschäftigen des nahen Oberlandesgerichts (OLG) ein und in der Alten Feuerwache am Sudermanplatz, heute ein Bürgerzentrum, trifft man sich abends und am Wochenende auf ein Kölsch. In der Weißenburgstraße mit ihren Platanen und kleinen Bistros kommt sogar ein Hauch von südfranzösischem Lebensgefühl auf.

Die besten Lagen finden sich zwischen Gericht und Agneskirche, schöne Villen auch zwischen Riehler Straße und Rhein – Tür an Tür mit der Oberfinanzdirektion und großen Versicherungen. Das Viertel ist begehrt, das Angebot denkbar knapp. Wie schon 2012 haben auch 2013 die Kaufpreise weiter deutlich angezogen: Der Quadratmeterpreis in einer der typischen, charmant-verwinkelten Altbauwohnungen kann inzwischen die 4000-Euro-Marke übersteigen.

Belgisches Viertel/Friesenviertel

Die besten Wohnlagen in Köln – Belgisches Viertel/Friesenviertel

In Sommernächten gleicht der Brüsseler Platz mitten im Belgischen Viertel einem großen Biergarten: Hier trifft sich die Jugend der Stadt, trinkt das mitgebrachte Kölsch – und macht mehr Lärm als ein Lastwagen. Bis zu 93,8 Dezibel wurden in einer Nacht gemessen, erlaubt wären 45. Kein Wunder, dass den Anwohnern der Kragen platzt: Die Stadt solle zumindest ab 24 Uhr für Ruhe sorgen. Immerhin: Die Fläche für Außengastronomie wird eingeschränkt, spätestens um Mitternacht müssen Tische und Stühle hochgestellt sein. Ob dann auch jene nach Hause gehen, die es sich auf den Parkbänken nett machen, wird man sehen. Der Nachfrage der Mieter und Käufer nach gründerzeitlichen Wohnungen, die das Viertel zwischen Ringen, Aachener und Gladbacher Straße prägen, tut dies alles keinen Abbruch. Schließlich gibt es auch ruhigere Lagen. Weniger als 2500 Euro kostet hier kaum ein Quadratmeter Altbau, für die raren Neubauten werden durchweg Preise ab 3000 Euro aufgerufen.

Teurer wird es im nördlich sich anschließenden Friesenviertel: Auf dem Gelände der ehemaligen Zentrale der Gerling Versicherung entstehen knapp 140 Wohnungen – sowohl in Neubauten wie in sanierten, denkmalgeschützten Gebäuden – zu Preisen ab 4000 Euro pro Quadratmeter. Mittelpunkt des 370 Mio. Euro teuren Komplexes soll übrigens ein eigens angelegter, verkehrsberuhigter Platz am Gereonshof werden. Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters wagte bei der Grundsteinlegung sogar die Prognose: Er werde einmal der schönste Platz der Stadt sein. Bleibt nur zu hoffen, dass er auch ein ruhiger sein wird.

capital.de, 27.03.2017
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