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Immobilienpreise und Mietspiegel: Köln

Immobilien- und Mietpreise in Köln

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Der Immobilienmarkt in Köln

Köln - heiß geliebt und überlastet

Von Miriam Binner

Im Kölner Bauamt herrschte schon vor Ausbruch der Corona-Pandemie Krisenstimmung: Anfang März kappte Baudezernent Markus Greitemann für mehrere Tage den Kontakt zu Bürgern und Architekten, damit sich seine Mitarbeiter auf offene Anträge konzentrieren konnten. Es war ein Berg an Arbeit aufgelaufen: 40 Ingenieure der Bauaufsicht hatten zuvor offiziell ihre Überlastung gegenüber der Stadt bekundet.

„Neubauprojekte dauern viel zu lange“, sagt Roland Kampmeyer, Inhaber des Maklerunternehmens Kampmeyer Immobilien. Dabei wäre Tempo angesagt: Die Millionenstadt muss einen starken Zuzug bewältigen – und benötigt dafür nach eigenen Berechnungen jährlich 6000 neue Wohnungen. Davon ist man weit entfernt: Sogar die Zahl von 4000 fertiggestellten Einheiten 2018 hat Köln im vorigen Jahr verfehlt.

Ein seit langer Zeit extrem knappes Angebot trifft auf eine unvermindert hohe Nachfrage. Die Preisentwicklung spiegelt den Trend: Um mehr als sechs Prozent haben sich Wohnungen im Bestand laut iib-Institut 2019 verteuert. Die Quadratmeterpreise liegen im Mittel bei 3900 Euro, neue Wohnungen kommen auf 5600 Euro.

Die Knappheit schafft neue Hotspots, etwa das traditionell weniger beliebte rechte Rheinufer, auch „Schäl Sick“ („falsche Seite“) genannt. „Weil es in den linksrheinischen In-Vierteln kaum Angebote gibt, liegt der Fokus momentan auf rechtsrheinischen Lagen“, sagt Kampmeyer. Akzente setzen dort vor allem Großprojekte: In Mülheim-Süd sollen in sechs Entwicklungsgebieten fast 5000 Wohnungen entstehen. Im Deutzer Hafen startet der Bau von 3000 Wohnungen voraussichtlich in zwei bis drei Jahren.

Dem Bedarf würden diese Projekte indes kaum gerecht, so Kampmeyer: „Es fehlen Wohnungen für mittlere bis niedrige Einkommensklassen.“ Solche Immobilien sind laut Anna Sodki, Geschäftsstelleninhaberin des Maklerunternehmens von Poll, eher rund um Dellbrück zu finden, im Nordosten Kölns. Mit einer S-Bahn-Haltestelle und der Nähe zur Natur entwickle der Stadtteil enorme Strahlkraft.

Davon profitieren laut der Maklerin auch die Nachbarviertel Dünnwald und Höhenhaus. Von der etwas schlichteren Optik mancher Häuser sollten sich Käufer nicht täuschen lassen, so Sodki: „Sie überraschen häufig an der Rückseite mit großen Gärten.“ Ein Plus sind die vergleichsweise niedrigen Quadratmeterpreise: Für Bestandswohnungen sind sie mit 2500 bis 2700 Euro gerade mal halb so hoch wie im vornehmen Lindenthal.

Auf dem linksrheinischen Norden ruht eine große Hoffnung der Stadtverwaltung: ein neuer Stadtteil namens Kreuzberg, der einmal bis zu 3000 Wohnungen umfassen könnte. Doch hier laufen die Planungen erst an. Sich auf Leuchtturmprojekte zu fokussieren führe nicht zum Ziel, kritisiert Friedhelm Hilgers: „Nachverdichtung könnte viel bringen, wenn man beherzt ranginge“, so der SPD-Lokalpolitiker aus Lindenthal.

capital.de, 19.08.2020
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