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Immobilienpreise und Mietspiegel: Frankfurt am Main-Sachsenhausen-Nord

Immobilien- und Mietpreise in Frankfurt am Main-Sachsenhausen-Nord

Der Immobilienmarkt in Frankfurt am Main-Sachsenhausen-Nord

Von Christian Kirchner
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Der rund 60.000 Einwohner umfassende Stadtteil ist seit jeher so etwas wie der VW Golf unter den Stadtteilen Frankfurts: es gibt bessere, es gibt schlechtere, aber wer hier kauft oder mietet, macht wenig falsch. Der Stadtteil hat dabei nicht nur viele Mikrolagen, sondern auch ein deutliches Nord-Süd-Gefälle – im Norden, südlich des Holbeinstegs und rund um den Schweizer Platz ist es etwas teurer, im fluglärmgeplagten Süden etwas billiger.
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Das heißt aber auch, dass der Markt auch für Interessenten mit knapperem Budget etwas hergibt: unsanierte Bauten aus den 60er und 70er Jahren sind auch noch zu Preisen unter 3000 Euro je Quadratmeter zu haben. In den in den späten 70ern errichteten Hochhäusern und Eigentumswohnungen am Sonnenring und Mailänder Straße wiederum kommen Käufer sogar zu deutlich unter 3000 Euro je Quadratmeter zum Zuge – inflationsbereinigt übrigens zum Leidwesen der Erstkäufer weniger, als die Hochhausapartments seinerzeit gekostet haben.
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Die den Käufermarkt dominierenden Projekte sind indes der inzwischen verkaufte und in diesem Jahr bezogene Henninger Turm sowie die benachbarten, in Bau befindlichen „Stadtgärten“. Beide Projekte wurden anfangs aufgrund ambitionierter Preisvorstellungen von 5500 bis 7000 Euro je Quadratmetern mit Skepsis betrachtet – doch in der Breite steigende Preise spielten den Verkäufern in die Hände.
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Also alles in bester Ordnung „dribbedach“, wie die Frankfurter die südliche Mainseite nennen? Nicht ganz. Im südlichen Sachsenhausen ist die Preisdelle bei Kaufpreisen wie Mieten in den gefragten Lagen auf dem Lerchesberg um je fünf bis zehn Prozent nach Eröffnung der neuen Nordwest-Landebahn im Jahr 2011 längst weit mehr als aufgeholt – die Knappheit zwingt zu Kompromissen. Weniger wird der Lärm dennoch nicht: ein drittes Terminal am Flughafen ist in Bau und die Zahl der Flugbewegungen soll laut Prognosen des Flughafens bis 2030 um nochmals 30 Prozent zulegen.
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Im nördlichen Sachsenhausen wiederum beobachten die Statistiker des Bürgeramts einen interessanten Trend: Als in den 90ern die Stadt wieder bevorzugtes Wohngebiet auch für Familien wurde, war Sachsenhausen einer der ersten Profiteure – woran die Errichtung des grünen Museumsufers, die Umwidmung des ehemaligen Schlachthofgeländes gegenüber der heutigen EZB großen Anteil hatte. Die Kinder dieser Familien verlassen nun das Viertel, die Preise wiederum bremsen den Zuzug, so dass Sachsenhausen-Nord laut der Bevölkerungsvorausberechnung der Frankfurter Stadtteil mit dem geringsten Einwohnerzuwachs bis 2040 sein wird – er beträgt lediglich acht Prozent gegenüber 17 Prozent in der Gesamtstadt.[nbsp]
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Acht Prozent Zuwachs mögen unterdurchschnittlich sein – gleichwohl bleibt Zuwachs immer noch Zuwachs und ist Sachsenhausen auch ein Viertel, in dem die Mietrenditen mit knapp vier Prozent zwar niedrig sind, aber ein gerade noch erträgliches Niveau aus Käufersicht haben. Es gibt zwar höhere – vor allem am Stadtrand, aber in den innenstadtnahen Trendviertel Westend, Nordend, Bockenheim auch im Schnitt niedrigere. Das begrenzt das Rückschlagpotenzial bei einem Wiederverkauf etwas – wie beim VW Golf eben.
capital.de, 13.04.2017
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