Immobilien-Kompass-Karte Aktuelle Preise für Miete und Kauf in Deutschland

Immobilienpreise und Mietspiegel: Frankfurt am Main-Westend-Süd

Immobilien- und Mietpreise in Frankfurt am Main-Westend-Süd

Der Immobilienmarkt in Frankfurt am Main-Westend-Süd

Von Christian Kirchner
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Frankfurt, Liebigstraße: An einem nasskalten Novemberabend schieben sich rund 40 Interessenten durch die sanierte Altbauwohnung im ersten Stock. 90 Quadratmeter, neues Parkett und Fliesen. Pärchen zucken vorbereitete Bewerbungsmappen, Banker im maßgeschneiderten Zwirn belagern den Makler und winken mit Visitenkarten. Doch der hat schlechte Nachrichten für die meisten Interessenten. Die Traumwohnung in bester Westendlage soll nach dem Wunsch der Inhaberin an eine Familie mit Kindern vermietet werden. Und zwar für 1000 Euro Kaltmiete, ohne Staffelung, Befristung oder sonstige Falltüren. „Der Dame tun die Familien leid, die unter den hohen Mieten leiden“, erläutert der Makler zum Entsetzen der meisten Anwesenden.
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Es gibt sie noch, die Schnäppchenmieten. Aber sie werden rarer – vor allem im Westend. Im konkreten Fall wäre der Makler die Wohnung auch für 1700 Euro Kaltmiete leicht losgeworden – 17 Euro Bestandsmiete für einen netten Altbau, 20 Euro und mehr für einen Neubau sind im Westend eher der Standard denn die Regel – zumindest, wenn es sich nicht um die wenigen, schlecht sanierten 50er-Jahre-Bauten handelt, die auch hier in den Bombenlücken errichtet wurden.
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Noch stärker gestiegen sind die Kaufpreise aus dem Bestand – ein Plus von 23 Prozent zum Vorjahr ermittelt die IIB Immobilienbewertung auf nunmehr rund 7000 Euro sowohl im nördlichen als auch südlichen Westend. Gerade im Top-Segment bleibt das Viertel – neben dem Holzhausenviertel im benachbarten Nordend – der Goldstandard für Eigentumswohnungen. Unterfüttert hat dies auch der Rekord für den Quadratmeterpreis einer Eigentumswohnung: 18.000 Euro je Quadratmeter zahlte dem Vernehmen nach der anonyme Käufer für eine große Penthousewohnung in der Unterlindau.
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Eine solche Frankfurter „Besonderheit“ zeigt sich gerade in innenstadtnahen[nbsp]Vierteln[nbsp]wie dem Westend: „Die höchsten Quadratmeterpreise werden oft nicht für die kleinsten, sondern große Wohnungen bezahlt“, sagt Daniel Ritter, Geschäftsführer der Poll Immobilien GmbH in Frankfurt. Denn diese seien meist in gefragten Lagen und verfügten über eine hervorragende Ausstattung.
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Demografisch muss es Eigentümern wie Käufern ebenfalls nicht bange sein. Denn das Viertel hat zwar das Image, Trutzburg reicher Banker und älterer Menschen zu sein. Tatsächlich ist aber der Jugendquotient mit rund 25 Prozent unauffällig gegenüber anderen Stadtteilen – und das Durchschnittsalter mit rund 40 sogar etwas unterhalb dem der Gesamtstadt von 41.
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Und: Das Westend ist ein Viertel, in dem es quasi kaum auch nur mittlere Lagen gibt. Allenfalls der Lärm der Friedrich-Ebert-Anlage im Süden gilt als etwas problematisch. Ansonsten dürfte das Viertel kaum an Attraktivittät verlieren – worauf auch die Bevölkerungsprognose der Stadt Frankfurt deutet, laut der das südliche Westend gemessen an der Bewohnerzahl bis 2040 um zwölf und das nördliche Westend um 18 Prozent wachsen dürfte.
capital.de, 13.04.2017
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