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Immobilienpreise und Mietspiegel: Berlin-Treptow – Köpenick

Immobilien- und Mietpreise in Berlin-Treptow – Köpenick

Der Immobilienmarkt in Berlin-Treptow – Köpenick

Von Jens Brambusch

Wer Wald und Wasser in der Großstadt sucht, der ist im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick richtig aufgehoben. Kein Bezirk der Hauptstadt ist größer, grüner und wasserreicher. Mit dem Müggelsee liegt Berlins größtes Gewässer in Köpenick, mit dem Treptower Park eine grüne Oase am Ufer der Spree. Beliebt ist Treptow-Köpenick daher besonders bei Familien und Menschen, die die Nähe zum pulsierenden Zentrum mögen, aber zum Wohnen einen ruhigen Rückzugsort schätzen. Dabei ist der Bezirk mit seinen 258.000 Einwohnern vielfältig wie kaum ein zweiter. In Grünau liegt die sogenannte Rivera Ostberlins. In den Vierteln Treptows, die an Friedrichshain, Kreuzberg und Neukölln grenzen, hat sich eine urbane Atmosphäre mit lebhaften Kiezen entwickelt.

Der Bezirk hat eine starke Wandlung erfahren: Viele ehemalige Industriegebiete in bester Wasserlage wurden zu Wohnraum umgestaltet. Trotz der Premiumlagen sind die Preise aber erschwinglich geblieben. In den vergangenen zehn Jahren ist die Bevölkerung um 25.000 gewachsen. Die Entwicklung der Infrastruktur hinkt dem starken Wachstum deswegen etwas hinterher, was beispielsweise zu Engpässen bei der Versorgung mit Kita-Plätzen deutlich wird.

Starker Zuzug

Der Bezirk ist mit einer Fläche von 168 Quadratkilometern acht Mal größer als Friedrichshain-Kreuzberg, hat aber rund 20.000 Einwohner weniger. Weil hier noch viel Platz für Neubauprojekte ist, wird mit einem starken Anstieg der Bewohnerzahl gerechnet, während sie in anderen Bezirken stagnieren wird.

Stiller Star

Der Bezirk nimmt fahrt auf. Im Jahr 2015 wurden in Treptow-Köpenick 44 Prozent mehr Wohnungen verkauft als noch im Vorjahr. Das geht aus dem Bericht des Gutachterausschusses für Grundstückswerte hervor. Mit 1594 verkauften Immobilien lag die Quote je 1000 Einwohner bei 6,3. Der Durchschnitt in Berlin liegt bei 6,1. 994 Wohnungen wurden im Jahr 2015 fertiggestellt, ein Plus von 91 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das ist Platz 3 in Berlin.

In Treptow-Köpenick leben nach den jüngsten Erhebungen 49 Prozent der Einwohner allein in einer Wohnung. Damit erreicht ein Trend aus dem Zentrum Berlins die Randbezirke. Vor zehn Jahren waren es nämlich nur 42 Prozent. 35 Prozent der Bewohner leben in einem Haushalt mit zwei Personen, 16 Prozent wohnen zusammen mit zwei oder mehr Personen. Vor zehn Jahren waren es noch 18 Prozent.

Wenig Migranten

Nur neun Prozent der Menschen in Treptow-Köpenick haben einen Migrationshintergrund, das ist deutlich weniger als der Berliner Durchschnitt, der bei 26 Prozent liegt. Unterdurchschnittlich ist allerdings auch der Bildungsgrad. Nur 33 Prozent der Bewohner des östlichsten Bezirks haben Abitur. Im Berliner Schnitt sind es 41 Prozent. 56 Prozent der Treptower und Köpenicker haben dafür die Realschule besucht, 16 Prozent mehr als der Berliner Durchschnitt. Das hat das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg ermittelt. 69 Prozent der Erwerbstätigen sind angestellt, 14 Prozent selbständig, zwölf Prozent Arbeiter und fünf Prozent Beamte.

Große Vielfalt

Der Markt für Wohneigentum ist vielfältig. Hier gibt es noch Bestandsimmobilien für unter 1500 Euro pro Quadratmeter, aber auch das Luxussegment ab 5000 Euro ist vertreten, wenn auch selten. Doch das wird sich bald durch die aktuellen Bauprojekte in den bevorzugten Wasserlagen ändern. Fast drei Viertel der angebotenen Wohnungen in 2015 kosteten hier im Jahr 2015 unter 3000 Euro pro Quadratmeter, knapp ein Drittel lag sogar im Bereich zwischen 1500 und 2000 Euro. Doch diese Zeiten dürften schon bald vorbei sein. An Beliebtheit gewinnt der Bezirk besonders bei jungen Familien, wodurch auch der hohe Altersdurchschnitt von derzeit noch 45,1 Jahren sinken dürfte.

Mehr Besserverdienende

Ebenso ändert sich auch die Struktur der Einkommensklassen. Die Gruppe der Besserverdienenden wächst, die der Geringverdiener wird kleiner. Dennoch liegt das Haushaltnettoeinkommen bei 56,6 Prozent der Bewohner unter 2000 Euro im Monat. Nur etwa zehn Prozent der Haushalte haben ein Einkommen über 4000 Euro.

Ein Bezirk, viele Welten

Das Kerngebiet von Alt-Treptow umfasst das Quartier rund um die Kiefholzstraße und den Treptower Park. Geprägt wird das Viertel durch Wohnanlagen aus den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts. Spreeabwärts schließen sich Areale mit Neubauwohnungen an, die auf ehemaligen Industriegebieten entstanden sind.

Sanierungsgebiete

Niederschöneweide war zu DDR-Zeiten ein Standort für Industrie- und Gewerbeanlagen. 1994 wurde das Viertel vom Senat als Sanierungsgebiet ausgewiesen. Bis Ende 2010 wurden 90 Prozent des Wohnungsbestandes saniert. Auch die soziale Infrastruktur wurde erneuert und aufgewertet.

Gartenstadt und Platte

Altglienicke ist ein ruhiges Wohnviertel mit Gartenstadtcharakter. Kleinstrukturierte Siedlungen mit Reihen- und Einfamilienhäusern wechseln sich mit Plattenbauten aus den 1980er Jahren ab. Das Wohnungsangebot in Altglienicke ist breit gefächert: von Hochhäusern über Blockbebauung zu Stadthäusern und Einfamilienhäusern.

Zukunftsort

Adlershof hat bereits Vorstadtcharakter. Alter Straßenbaumbestand, gepflegte Vorgärten und begrünte Innenhöfe prägen das Bild. Adlershof hat sich einen Namen als Forschungsstandort gemacht. Als sogenannter „Zukunftsort“ hat Adlershof Wirtschaft und Wissenschaft angezogen. Mehr als 14.000 Mitarbeiter arbeiten hier an Universitätseinrichtungen und bei internationalen Unternehmen im Bereich der Forschung und Entwicklung.

Villen am See

Wer kennt ihn nicht, den legendären Hauptmann. Vor dem Rathaus in der historischen Innenstadt von Köpenick steht er immer noch in Bronze gegossen. Und so eigen der Hauptmann war, so eigen sind auch die über 60.000 Köpenicker. Nie würden sie sich als Berliner bezeichnen. Auch wenn der Fußballclub von der „Alten Försterei“ den Namen Union Berlin trägt.

Preise ziehen an

In Köpenick gibt es noch viele alte Villenkolonien. Zu den bevorzugten Wohnlagen zählt Friedrichshagen mit seinen mondänen Gründerzeit- und Jugendstilhäusern am Ufer des Müggelsees. Obwohl Köpenick noch nicht an die Preise in Berlin heranreicht, gibt es auch hier Preisexplosionen. So ist der Quadratmeterpreis für Einfamilienhäuser im vergangenen Jahr um 25 Prozent auf 3155 Euro gestiegen. Eigentumswohnungen kosten im Schnitt um die 2300 Euro pro Quadratmeter. Die Mieten sind mit etwas über acht Euro moderat. Doch Köpenick holt auf.

capital.de, 30.03.2017
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