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Immobilienpreise und Mietspiegel: Berlin-Marzahn – Hellersdorf

Immobilien- und Mietpreise in Berlin-Marzahn – Hellersdorf

Der Immobilienmarkt in Berlin-Marzahn – Hellersdorf

Von Jens Brambusch

Wer Marzahn hört, denkt an Plattenbauten. Oder schlimmer noch: an Cindy. Die proppere Comedian mit dem schlichten Gemüt und dem rosafarbenen Outfit ist nicht gerade das beste Testimonial für den Bezirk. Denn Marzahn-Hellersdorf hat in den vergangenen Jahren einen enormen Strukturwandel vollzogen. Die Großsiedlungen aus den 80er Jahren in industrieller Fertigbauweise wurden größtenteils saniert, modernisiert und durchgrünt. Überhaupt ist Marzahn-Hellersdorf viel grüner als man denkt. Der Rohrbruchpark und die Kaulsdorfer Seen sind beliebte Ausflugsziele für die Großstädter. Zudem findet dieses Jahr von April bis Oktober die Internationale Gartenausstellung in Marzahn-Hellersdorf statt.

Marzahn-Hellersdorf ist ein unterschätzter Bezirk mit Zukunft. Noch ist das Wohnen in der Platte in der Peripherie Berlins nicht nur verhältnismäßig günstig, es entsteht derzeit auch ein kleiner Kult um die letzten Bauten der DDR. Beliebt bei Studenten, Zugezogenen aus dem In- und Ausland und auch Familien.

Ein Bezirk, zwei Gesichter

Die „Helle Mitte“ ist ein Ende der 90er Jahre gebautes Stadtteilzentrum in Hellersdorf mit vielen Geschäften und Cafés.[nbsp] Sogar ein Multiplexkino gibt es hier und eine Fußgängerzone zwischen den Plattenbauten. Das ist das eine Gesicht des Bezirks. Das andere hat den Charakter einer Gartenstadt. In Biesdorf, Friedrichsfelde-Ost, Mahlsdorf und Kaulsdorf liegt das größte zusammenhängende Einfamilienhausgebiet der Hauptstadt. Zudem umfasst der Bezirk mit Alt-Marzahn nicht nur einen historischen Ortskern mit altem Gemäuer, Dorfanger und Kirche. Auch dreht sich hier eine immer noch funktionierende Bockwindmühle.

Vier Wände und ein Garten

Weil der Bezirk immer noch als recht günstig gilt, hält der Zuzug unvermindert an, wenn auch gemächlicher als in vielen anderen Berliner Bezirken. Leerstand wird immer seltener, der Markt für Eigentumswohnungen ist überschaubar. Dafür gibt es mehrere Neubauprojekte für Einfamilienhäuser. Denn gerade junge Familien erfüllen sich hier ihren Traum von den eigenen vier Wänden im eigenen Garten.

Monströse Wohnklötze

Marzahn-Hellersdorf ist mit einer Fläche von 62 Quadratkilometern und 261.965 Einwohnern für Berliner Verhältnisse relativ dünn besiedelt – trotz der monströsen Wohnklötze. In den vergangenen zehn Jahren stieg die Einwohnerzahl um moderate 13.000 Neuzugänge an.

Wenig Neubauten

Im Jahr 2015 war die Neubautätigkeit im Geschosswohnungsbau verhalten. Gerade mal 84 Objekte wurden fertiggestellt, das waren 29 Prozent weniger als noch im Vorjahr. Dennoch rechnet der Immobilienmakler Ziegert mit einem Anstieg der Neubauaktivitäten, da viele städtische Wohnungsbaugesellschaften in Marzahn-Hellersdorf Bauvorhaben geplant hätten.

Noch weniger Wohnungskäufe

Mit 287 verkauften Eigentumswohnungen lag die Quote je 1000 Einwohner zuletzt bei nur 1,1. Der Durchschnitt in Berlin liegt bei 6,1. Im Jahr zuvor wurden sogar noch weniger Wohnungen verkauft. Da waren es nur 199. In Marzahn-Hellersdorf leben nach den jüngsten Erhebungen 44 Prozent der Einwohner allein in einer Wohnung. Vor zehn Jahren waren es noch 40 Prozent. 37 Prozent der Bewohner leben in einem Haushalt mit zwei Personen, 19 Prozent wohnen zusammen mit zwei oder mehr Personen. Vor zehn Jahren waren es noch 24 Prozent.

Arbeiterviertel

Nur 13 Prozent der Menschen in Marzahn-Hellersdorf haben einen Migrationshintergrund, das sind deutlich weniger als der Berliner Durchschnitt, der bei 26 Prozent liegt. Unterdurchschnittlich ist auch der Bildungsgrad. Nur 21 Prozent der Bewohner haben Abitur. Im Berliner Schnitt sind es 41 Prozent. 66 Prozent haben die Realschule besucht, 26 Prozent mehr als der Berliner Durchschnitt. Das hat das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg ermittelt. 70 Prozent der Erwerbstätigen sind angestellt, neun Prozent selbständig und 16 Prozent Arbeiter. Fünf Prozent mehr als der Berliner Durchschnitt.

Wenig Luxus

Zwei Drittel der angebotenen Eigentumswohnungen lagen 2015 bei einem Quadratmeterpreis von unter 2000 Euro. Wohnungen über 3000 Euro machten nur zehn Prozent des Angebots aus. Luxuswohnungen mit einem Quadratmeterpreis von über 5000 Euro wurden gar nicht angeboten.

Viele Geringverdiener

Auch wenn seit einigen Jahren in Marzahn-Hellersdorf der Anteil der Besserverdienenden stetig wächst, ist er noch relativ gering. Nur 3,5 Prozent der Haushalte verfügen im Monat über ein Nettoeinkommen von mehr als 5000 Euro. Dafür haben 42,1 Prozent der Haushalte weniger als 1500 Euro im Monat zur Verfügung.

Günstige Mieten

Die Preise für Wohneigentum liegen bei Bestandsimmobilien deutlich unter dem Berliner Schnitt. In Marzahn waren es zuletzt 1708 Euro pro Quadratmeter im Schnitt, in Hellersdorf sogar nur 1544 Euro. Bei Neubauten muss hingegen schon mit Preisen von knapp 3000 Euro gerechnet werden. Die Mieten sind im vergangenen Jahr auch nur moderat gestiegen. In Marzahn liegen sie im Schnitt bei 6,40 Euro pro Quadratmeter, in Hellersdorf bei 7,06 Euro – jeweils bei Bestandsimmobilien. Wer eine Wohnung in einem Neubau mietet, muss bereits mit Preisen von über zehn Euro rechnen.

Wenig Geld fürs Haus

Einfamilienhäuser sind in Marzahn-Hellersdorf zwischen 2500 und 2800 Euro pro Quadratmeter zu bekommen – je nach Stadtteil. Hellersdorf gilt am günstigen, dann folgen Biesdorf, Mahlsdorf, Kaulsdorf und Marzahn.

capital.de, 31.03.2017
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