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Immobilienpreise und Mietspiegel: Meerbusch

Immobilien- und Mietpreise in Meerbusch

Der Immobilienmarkt in Meerbusch

Mekka der Millionäre – Die besten Wohnlagen von Meerbusch

Als Nordrhein-Westfalen 2011 den Gemeinden zugestand, auf Ortsschildern Zusatzbezeichnungen zu führen, kam in Meerbusch spontan der Slogan „Stadt der Millionäre“ auf. „Das würde sicher den Immobilienwert weiter heben“, spöttelte die „Rheinische Post“, „aber andererseits auch Einbrecher anziehen.“

Meerbusch hat mit 18,1 Einkommensmillionären pro 10.000 Einwohner mehr als jede andere Stadt in NRW. Das Vermögen mehren auch die Immobilien der 56.000-Einwohner-Stadt. In Büderich, dem Zentrum, erreichen Hauspreise schnell Millionen, gleich ob Alt- oder Neubau. Im nördlichen Topquartier Gartenstadt Meererbusch kosten Spitzenobjekte 4 Mio. Euro. Die Preisspannen sind immens, wie Büderich zeigt: Hier kosten Neubauhäuser zwischen 400.000 und 1,5 Mio. Euro. „Ein frei stehendes, gut ausgestattetes Einfamilienhaus auf großem Grundstück bekommen Sie nicht unter 580.000 Euro“, sagt Immobilienmakler Jürgen Lomberg. Selbst bei diesem Preisniveau sind die Makler optimistisch. „Wir halten das gute Level des Vorjahrs“, so Andreas Behr von Behr & Evertz in Büderich.

Wer sich bei seiner Suche Zeit lassen kann, dem rät Lomberg zum weiter westlich gelegenen Ortsteil Osterath. Er gehört zum niedrigeren Preissegment: Das Einfamilienhaus gibt es hier ab 250.000 Euro. Das Viertel sei ein Geheimtipp – auch für wohlhabendere Kunden. Zumal das Umfeld aufgewertet werden soll: Auf dem Gelände der ehemaligen Stein- und Mosaikfabrik Ostara zwischen Meerbuscher und Strümper Straße sollen 225 Wohnungen entstehen.

Ein weiteres Neubauprojekt kündigt sich in Büderich an: Im Karree zwischen Dülsweg, Kanzlei, Moerser Straße und Blumenstraße, wo sich jetzt noch Gärten und Felder befinden, sind 57 Einzel- und Doppelhäuser geplant. Eine interessante Adresse für Käufer ist auch Lank-Latum. Das angenehme Wohngefühl fördert der idyllische Kern mit Marktplatz, Lokalen und Geschäften. Von denen stehen einige vor der Schließung oder einem Inhaberwechsel. Hier muss die Stadt darauf achten, dass das Umfeld nicht leidet, da es zum Wert der Immobilien beiträgt.

Ganz idyllisch wird es weiter draußen direkt am Rhein und in Langst-Kierst hinter den neuen Deichen. Hier kosten Neubauten schon mal 1,2 Mio. Euro. Wer hier wohnt, sollte rheinverrückt sein, denn fürs Shoppen oder Speisen muss man mit der Fähre nach Kaiserswerth übersetzen. Weiter westlich, in Strümp, hat sich ein Villen­niveau entwickelt, das an Neubauten in Meererbusch erinnert, ohne deren Hyperpreise zu verlangen.

Langst-Kierst

Die besten Wohnlagen in Meerbusch – Langst-Kierst

Näher am Rhein kann man in Meerbusch kaum wohnen als im ehemaligen Dörfchen Langst-Kierst, das heute noch rund 1000 Menschen beheimatet. Zwischen alten Bauernhöfen findet man hier 400 Meter parallel zum gerade frisch verstärkten Rheindeich traumhafte Landhaus-Bebauung, alte Villen und Ensemble, die noch an ländliche Güter erinnern. Vor allem rechts und links vom Sträßchen Am Rheinblick liegt man mit Bewertungen von einer bis 1,2 Millionen Euro nicht falsch.

Die gleichnamigen Stichstraßen Richtung Rhein zeigen modernere Häuser, allerdings etwas enger aufeinander gerückt. Südlich der Rheinfähre präsentieren sich – zwischen Ivericher Straße und Rheindamm – Häuser in kleinen Gevierten wie In den Höfen, die etwa um 800.000 Euro zu taxieren sind. Die Lage am Strom entschädigt für die mangelnde Infrastruktur.

Lank-Latum

Die besten Wohnlagen in Meerbusch – Lank-Latum

Das Dorf mit seinen rund 10.000 Einwohnern wirkt in seiner Mitte zwischen Kaiserswerther- und Claudiusstraße eher kleinstädtisch, sogar autofreie Zonen findet man hier an Hauptstraße und Alter Schulhof, mit Straßencafés und Restaurants. Alte Bebauung und neue Geschäftsgebäude harmonieren recht gut im rheinischen Backsteinstil.

Nach Osten weitet sich das Städtchen in moderne Wohnsiedlungen, die noch etwas kahl und unbegrünt wirken. Doch an Am Heidbergdamm, Zum Heidberg, Nachtigallenweg und Eulengrund zeigen sich eine ganze Reihe gediegener Häuser im Landhausstil, von denen viele um die 650.000 Euro bewertet werden, einzelne bald bis zu 800.000. In Spitzenlagen wie Rilkestraße und Mörikestraße muss man für Häuser schon gut bis einer Million Euro hinlegen.

Hier ist man nicht so isoliert wie in den Nachbarflecken direkt am Rhein, man bekommt sogar kleinstädtisches Leben geboten mit aller nötigen Infrastruktur. Die Neubauviertel scheinen inzwischen auch von Managern ausländischer Unternehmen entdeckt zu werden, die neuerdings dem Preisdruck der Edeladressen in der Gartenstadt Meererbusch auszuweichen beginnen. Aber noch ist das Preisniveau eher gemäßigt.

Ilverich

Die besten Wohnlagen in Meerbusch – Ilverich

Hinter dem hohen Rheindeich und direkt am Naturschutzgebiet Ivericher Bruch liegt Meerbuschs kleinster Stadtteil mit rund 600 Einwohnern. Er streckt sich nach Süden entlag der Kreisstraße 9, von der kleine Stichstraßen ausgehen wie Obere Straße oder Fuchspfad – nomen est omen. Am Ostrand von Ilverich verdichtet sich die Bebauung etwas in Karrees kleiner Straßen mit Vogelnamen: Dompfaff-, Dohlen-, Zeisig-, oder Sperberweg. Hier liegen überall versteckt Landhäuser, die im Bestand mit bis zu 650.000 Euro zu veranschlagen sind, dazwischen auch einfachere Gebäude ab 300.000. Euro.

Ein Tipp für alle, die absolute Ruhe und Natur pur suchen in typischer Niederrhein-Landschaft. Einzelne Häuser sind sicher unterbewertet angesichts ihrer großen Grundstücke und der verwunschenen Lage. Die Infrastruktur ist hier natürlich gleich Null.

Gartenstadt Meererbusch

Die besten Wohnlagen in Meerbusch – Gartenstadt Meererbusch

Achtung, Verwechslungsgefahr! Meererbusch ist nicht Meerbusch. Meerbusch ist der Kunstname für alle umliegenden Dörfer, die sich 1970 zur Stadt zusammenschlossen.

Meererbusch, die Gartenstadt, hingegen steht für eine gut 100jährige Siedlung mit edelsten Villen auf riesigen Parkgrundstücken, von Beginn an für ein exklusives Publikum konzipiert. Kein Wunder, dass man sich bei der Namensfindung der Gesamtstadt daran angelehnt hat.

In der Gartenstadt gibt es zwei Welten. Die eine verkörpert das alte Meererbusch nördlich der Hindenburgstraße, wo die alten Prachtvillen an Ahornstraße, Am Wald oder dazwischen An den Linden unter Bäumen und hinter Maueren versteckt liegen. Das wirkt alles so distinguiert, dass man gar nicht nach den Preisen fragen mag. Hinter vorgehaltener Hand: Ein paar Millionen Euro sind es schon.

Das neuere Meererbusch befindet sich südlich davon und reicht bis zur Hildegundisallee mit Flora- und Rosenstraße oder Eschenweg. Dort scheint alles ein wenig neureich, die Objekte liegen auf den immer noch kahl wirkenden Neugrundstücken wie auf dem Präsentierteller. Hier kann man noch neu bauen, wenn’s der Geldbeutel hergibt.

Um sich in Alt Meererbusch einzukaufen, braucht man mindestens vier Millionen Euro. Oft auch mehr, wenn man auf den Bestand zurückgreifen muss. In der neueren südlichen Bebauung werden die Grundstücke rarer, sodass auch hier die Preise auf Dauer stärker steigen werden. Wenn die Chance besteht, hier zu kaufen, gibt es nichts was dagegen spricht. Der Nimbus Meererbusch hält auch noch die nächsten 100 Jahre.

Büderich

Die besten Wohnlagen in Meerbusch – Büderich

Um mit dem Positiven anzufangen: In der angenehmsten Wohnlage Büderichs, südlich der Dorfstraße, sieht man auf Straßen, in denen ältere Villen und Moderne Wohnhäuser feinfühlig auf einander abgestimmt sind. Das ganze wirkt wie aus einem Guss. Dafür muss man auch bis zu 1,5 Millionen Euro auf den Tisch legen.

Nördlich der Dorfstraße wirkt die Umgebung gelegentlich etwas monoton. Um die Landstraße 137, die Düsseldorfer- beziehungsweise Moerserstraße, wirken die Häuser sogar trist. Auch der Lärmpegel der Straßen macht die Lage unattraktiv.

Ergänzt wird das feine südliche Quartier um Poststraße und Alter Kirchweg um die schnuckelige Einkaufsgegend der Dorfstraße. Der Nachteil hier: der Lärm der Flieger, die von Düsseldorf nach Westen starten und hier noch nicht allzu hoch in der Luft sind. Das erfordert eine gewisse Zähigkeit, an diesem traumhaften Wohnareal festzuhalten, was aber die meisten tun und damit die Einstiegpreise hoch halten.
Angesichts der widrigen Verhältnis hält sich Büdrich, die „City“ von Meerbusch, erstaunlich gut und liegt immer noch auf Rang zwei der wertvollsten Meerbuscher Stadtviertel.

Fasst man die Aussagen der heimischen Makler zusammen, dürften die Preise für Häuser in absehbarer Zeit und vor allem jetzt schon der Eigentumswohnungen weiter steigen. Als Neu-Büdericher bei der Besichtigung gut hinhören wegen des Geräuschpegels.

Strümp

Die besten Wohnlagen in Meerbusch – Strümp

Der Name des Meerbuscher Stadtteils Strümp hat so gar nichts mondänes, dabei beginnt der Ort schon wenige Hundert Meter nördlich der edlen Gartenstadt Meererbusch. Hier hat sich inzwischen ein Areal gebildet, das mit seinen neuen Landhausvillen durchaus mit dem renommierten Nachbarn mithalten kann.

Östlich der Landstraße 137, die hier Xantener Straße heißt, bilden Auf der Garth oder Strümper Berg Straßenbögen, von denen weitere attraktive Sträßchen abgehen wie Im Quellgrund oder am Steinacker. Das ganze mündet östlich in das Landschaftsschutzgebiet des Ilvericher Bruch. Hier anzusiedeln erfordert Einstiegspreise bis zu 1.200.000 Euro – obwohl manche Investoren bei diesen Preisen eher süffisant lächeln würden, ob des dafür erhältlichen Gegenwerts.

Die ältere Westhälfte von Strümp bietet alle nötige Infrastruktur bis hin zum Gymnasium, in dessen Nähe rund um Am Strümper Busch ein Neubaugebiet für junge Familien mit Kindern entstanden ist, zu deutlich erschwinglicheren Preisen.

Strümp entwickelt sich in der Osthälfte zu einem Quartier, das auf Dauer dem Ruf von Meererbusch etwas entgegenzusetzen hat. Wer sich das Viertel einmal anschaut, wird erstaunt sein über das Niveau der Architektur. Wenn man nicht nur aufs Namens-Image achtet, sondern auch aufs Preisleistungsverhältnis ist man hier sehr gut bedient.

capital.de, 31.01.2017
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