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Immobilienpreise und Mietspiegel: Wolfsburg

Immobilien- und Mietpreise in Wolfsburg

Der Immobilienmarkt in Wolfsburg

Bauland satt – Die besten Wohnlagen in Wolfsburg

„Erlebnisstadt Wolfsburg“ – so wirbt die Stadt für sich auf der A2. Und so sehen offensichtlich auch die Wolfburger Bürger ihre Heimat. Die meisten wohnen inzwischen lieber in ihrer Stadt als, wie in früheren Zeiten, in die angrenzenden Landkreise abzuwandern.
„Gegenwärtig bevorzugen die Menschen wieder stärker stadtnahe Baugebiete“, berichtet Ralf Broders von der Immobilienabteilung der Volksbank BraWo. „Sowohl die bessere Infrastruktur als auch die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln spielen bei diesen Entscheidungen eine Rolle, besonders für Familien mit schulpflichtigen Kindern.“ Denen wird die Entscheidung, ein Eigenheim zu kaufen, durch die Stadt leichter gemacht: Sie werden durch ein städtisches Darlehen gefördert. Der Zinssatz liegt – je nach Einkommen – zwischen null und zwei Prozent plus 0,5 Prozent Verwaltungskosten.

Das herausragende aktuelle Beispiel für ein Neubaugebiet ist der im Westen der Stadt gelegene und teils zu Mörse, teils zu Ehmen gehörende Kerksiek. Die Standortfaktoren des Areals haben auch die vierköpfige Familie Becker überzeugt. „Für den Kerksiek sprach die ruhige Lage und dennoch hervorragende Verkehrsanbindung mit direktem Autobahnanschluss“, sagt Familienvater Klaus Becker. „Und meinen beiden Töchtern war es wichtig, ohne große Umstände das Gymnasium in der Wolfsburger Innenstadt und die Universität im nahen Braunschweig erreichen zu können.“

Wie Familie Becker denken viele Wolfsburger Häuslebauer, aber auch zugezogene aus dem Umland. Die hohe Nachfrage nach Bauland im Kerksiek hat die Stadt dazu bewogen, die ursprüngliche Einteilung des Gebiets in mehrere Bauabschnitte aufzugeben und es komplett zur Bebauung freizugeben. Platz ist nun für etwa 800 Eigenheime. Dies hat zu einem deutlichen Absinken der Preise sowohl für Grundstücke als auch für Neubauten geführt; Eigenheime kosten nun zwischen 220.000 und 300.000 Euro.
Doch Klaus Becker gibt sich zuversichtlich, dass die Preise in seinem Viertel sich wieder erholen: „Die gute Infrastruktur mit Supermärkten in Mörse und Ehmen, zahlreichen anderen Geschäften und einem Schulzentrum im nahen Fallersleben sowie einem Kindergarten im Kerksiek selbst wird den Wert des Hauses bis zu einem möglichen späteren Verkauf erhöhen.“ Makler sehen dies genauso, auch wegen des Trends zum Zuzug. Vor dem Umzug wohnte die Familie in einem anderen Stadtteil ganz in der Nähe: Detmerode.

Die in den 60er-Jahren entstandene und von Mischbebauung aus Einfamilienhäusern, Mietshäusern und Hochhäusern geprägte Trabantenstadt Detmerode befand sich in den letzten Jahren auf dem absteigenden Ast und leidet unter hohem Wohnungsleerstand.
Doch vollzieht sich derzeit ein interessanter Wandel, deren prominentestes Beispiel die „Neue Burg“ ist. Dieser riesige Wohnblock wird bis 2013 komplett um- und teilweise zurückgebaut. Geschaffen werden barrierefreie Mietwohnungen mit individuellen Zuschnitten. Angesichts der guten Einkaufsmöglichkeiten und ärztlichen Versorgung in Detmerode sind die Wohnungen vor allem für ältere Menschen attraktiv – und können möglicherweise eine langsame Trendwende auf dem Immobilienmarkt herbeiführen.

Auch in der Innenstadt legt die Wohnungsgesellschaft Neuland, der nicht nur die „Burg“ in Detmerode, sondern auch zahlreiche Altbauwohnungen im Stadtzentrum gehören, den Fokus auf ältere Menschen. Am Schillerteich ist im Zuge großflächiger Sanierungen bereits barrierefreier Wohnraum in den Altbauten geschaffen worden, was die Mieten in dem Areal kräftig anziehen ließ, auf den Spitzenwert von 8 Euro für Altbauten. Für die weiter westlich gelegenen denkmalgeschützten Höfe strebt die Stadt in Kooperation mit der Wohnungsgesellschaft ein kombiniertes Konzept an, das aus barrierefreiem Wohnraum im Erdgeschoss und mehrgeschossigen Wohnungen in den oberen Etagen bestehen könnte, um auch junge Paare in die Innenstadt zu ziehen. Solche Pläne sind notwendig. Laut Makler Michael Kellner besteht nicht nur eine hohe Nachfrage nach 1- oder 2-Zimmer-Wohnungen, sondern ebenso nach 4-Zimmer-Wohnungen zwischen 85 und 130 Quadratmeter.

Auf eine andere Gruppe junger Menschen verweist Immobilienexperte Broders von der Volksbank: „Rund um die Fachhochschule bilden sich mehr und mehr Studenten-WGs. Beispielsweise im Handwerkerviertel sind mittlerweile viele der dortigen Eigentumswohnungen an Studenten vermietet.“
Das größte Potenzial für Mietsteigerungen haben aber barrierefreie Wohnungen.

Attraktive Eigentumswohnungen für diesen Zukunftsmarkt werden mittlerweile ebenfalls errichtet, beispielsweise in Vorsfelde, aber auch zentrumsnah am Klieversberg. Eine Wolfsburger Besonderheit ist die nach wie vor hohe Anzahl an Erbbaugrundstücken, auf denen sich der Großteil der vor dem 1. Januar 1999 gebauten Eigenheime befindet. Von ihrer Kaufoption mit bis zu dreißig Prozent Rabatt auf den Verkehrswert des unbelasteten Grundstückes haben bisher relativ wenige Hauseigentümer Gebrauch gemacht.
Dennoch bleiben laut Michael Kellner Einfamilienhäuser die am meisten nachgefragte Immobilienart. Deren Bau wird sich nach der Fertigstellung des Kerksiek in einigen Jahren voraussichtlich auf den südöstlichen Stadtteil Nordsteimke verlagern. Eine entsprechende Infrastruktur für die Nahversorgung wurde bereits geschaffen und der kürzlich vom Stadtrat beschlossene Flächennutzungsplan „2020plus“ weist großflächig neues Bauland aus.

Detlev Koch vom Geschäftsbereich Stadtplanung und Bauberatung betont jedoch: „Das Baugesetzbuch verlangt vor der Erschließung neuer Flächen eine Entwicklung der Kernstadt. Wann in Nordsteimke neue Baugebiete ausgewiesen werden, wird daher auch von politischen Entscheidungen abhängig sein.“

Heßlingen

Die besten Wohnlagen in Wolfsburg – Heßlingen

Ein Dorf mitten in der Stadt. Der Wolfsburger Ortsteil Heßlingen ist rund 1200 Jahre alt. Der Stadtteil liegt mit seinem Wahrzeichen, der Sankt-Annen-Kirche, zwischen der unmittelbar angrenzenden Innenstadt und dem Allerpark mit Volkswagen Arena, Badeland und Allersee. Touristen denken sofort an ein Museumsdorf, wenn sie die typischen niedersächsischen Bauernhäuser aus rotem Backstein und Fachwerk am Hasselbach zu Gesicht bekommen.
Doch die Museumslandschaft lebt: Kein Viertel bietet auf engem Raum so viel Kultur wie Heßlingen: Theater, Kulturvereine und gute Küche satt.

Wer in Heßlingen nicht nur ausgehen, sondern auch wohnen will, muss für Wolfsburger Verhältnisse tief in die Tasche greifen: Häuser kosten bis 450.000 Euro, Wohnungen bis 2500 pro Quadratmeter, die Mieten gehen bis 11 Euro. Aber der hohe Freizeitwert garantiert zusammen mit dem schönen alten Hausbestand weiterhin deutlich steigende Preise für Immobilien.

capital.de, 31.01.2017
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