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Immobilienpreise und Mietspiegel: Celle

Immobilien- und Mietpreise in Celle

Der Immobilienmarkt in Celle

Fachwerk, Pferde und Beschaulichkeit – Die besten Wohnlagen in Celle

Tier- und Naturfreunde sind in Celle im Norden Hannovers richtig. Hier züchtet das Landgestüt Niedersachsen edle Pferde der Hannoveraner-Rasse und lädt alljährlich tausende Besucher zu seinen spektakulären Hengstparaden. Celle beherbergt auch das Niedersächsische Bieneninstitut und die Bundesforschungsanstalt für Kleintierzucht, die in den 1960er-Jahren die Celler Gans hervorgebracht hat, ein robustes, bis zu 6 Kilo schweres Tier.
Die Stadt ist in eine reizvolle Landschaft eingebettet und bietet selbst in zentralsten Lagen ausgedehnte, von den beiden Flüssen Aller und Fuhse durchzogene Grünflächen. Größte Attraktion Celles aber ist seine geschlossene, pittoreske Altstadt mit mehr als 4000 Fachwerkhäusern und einem barocken Schloss. In Celle wohnt man beschaulich und begegnet ungewöhnlich vielen Beamten und Juristen. Denn hier finden sich das Landessozialgericht, das für große Teile Niedersachsens zuständige Oberlandesgericht und eine große Justizvollzugsanstalt. Celle ist aber auch ein kleines Zentrum der Bohr- und Erdöltechnik, der Elektronik sowie der Nahrungsmittelherstellung. Hier gibt es beispielsweise eine Knäckebrotfabrik der Barilla Wasa Deutschland GmbH.

Doch alle diese bieten insgesamt zu wenig Arbeitsplätze: Die 71.000 Einwohner große Stadt leidet an ihrer Strukturschwäche mit hoher Arbeitslosenquote von 13,7 Prozent, einem leichten Bevölkerungsrückgang und wachsendem Seniorenanteil. Junge Leute zieht es zunehmend in den Ballungsraum Hannover. Diese Entwicklung macht sich auch auf dem Immobilienmarkt bemerkbar. Vor allem in den ländlichen Ortsteilen sind die Immobilienpreise stark gesunken, in den vergangenen Jahren um bis zu 40 Prozent. Solide Einfamilienhäuser mit Vollkeller und 800 Quadratmetern Grundstück sind hier schon für weniger als 100.000 Euro zu haben.

Altstadt/Blumlage

Die besten Wohnlagen in Celle – Altstadt/Blumlage

Das Celler Stadtzentrum setzt sich aus der Altstadt und dem östlich daran anschließenden Teil Blumlage zusammen. In der mittelalterlichen Altstadt wohnt man unkonventionell und je nach Aufwand bei der Restauration der alten Häuser einfach bis luxuriös. So finden sich kleine, enge Wohnungen mit schmalen Stiegen, aber auch Traumquartiere mit bis zu 600 Quadratmetern Wohnfläche bei komplett entkernten Objekten. Besonders reich verziert und sehr aufwändig saniert ist das Hoppener Haus aus dem Jahre 1532, das sich über sechs Stockwerke erhebt. Die meisten Häuser bieten drei bis vier Stockwerke.

Wer sich hier zu Preisen von 800 bis 1000 Euro pro Quadratmeter Wohnung – ganze Häuser kommen kaum auf den Markt – einkauft, muss damit leben, dass es in der Altstadt keine Parkplätze gibt und nur einen Lebensmitteldiscounter. Ruhig ist es in der lebhaften Altstadt mit ihren vielen kleinen Geschäften und Cafés erst abends nach Ladenschluss. Dann füllen sich allenfalls die Restaurants, von denen Celle reichlich zu bieten hat. Mit dem Fürstenhof und dem Ratskeller sind in der Innenstadt gleich zwei Sterneküchen zu finden.

Im Norden schließt sich jenseits des Nordwalls mit der Fritzenwiese eine niveauvolle Wohnstraße direkt an der Aller an, eine echte Toplage. Die ruhige Fritzenwiese beherbert kleine, top-sanierte Fachwerkhäuser, in denen Architekten, Anwälte und Agenturen residieren, und im westlichen Teil schmucke, viergeschossige Bürgerhäuser aus den 20er- und 30er-Jahren mit großzügigen Wohnungen, Stuckdecken und romantischen Gartengrundstücken, die bis ans Wasser heranreichen. Über die Pfennigbrücke ist man von hier aus schnell im noblen Stadtviertel Hehlentor.

Im Süden wird die Altstadt vom Südwall begrenzt. Hier wohnt man zur Straße hin laut, genießt dafür nach hinten aber traumhafte Ausblicke in den malerischen Französischen Garten. Am Eingang dieses Parks lockt Müllers Café in stilvollem Ambiente zu Torten, Eiscreme und anderen Leckereien. Südlich des Parks wurde in der Maulbeerallee eine neue, recht komfortable Anlage für betreutes Wohnen gebaut. Das Stadtviertel Blumlage bietet ruhiges, aber wenig spektakuläres Wohnen. An den Randlagen finden sich vielfältige Sportanlagen.

In der Altstadt und in Blumlage sind sich Vermieter relativ einig in der Preisgestaltung: Bei 6,00 bis 6,20 Euro pro Quadratmeter liegt der Mietspiegel. Lediglich an der Fritzenwiese kann Miete oder Kauf deutlich teurer werden.

Boye

Die besten Wohnlagen in Celle – Boye

In diesem kleinen, von Wald umgebenen Stadtviertel bleiben die Einheimischen unter sich. Hier, fünf Autominuten westlich von Celle, stehen überwiegend Einfamilienhäuser, die meisten aus den 80er- und 90er-Jahren, viele davon in individueller Bauweise. Wer hier wohnt, muss den Euro nicht zweimal umdrehen. Die begehrtesten Grundstücke, etwa an der Straße Am Grobebach oder an Pastors Garten, bieten eine schöne Aussicht auf den Grobebach, der den Ort durchfließt.

Wer sich verwöhnen lassen will, geht ins Mediterano, ein in stilvoller Fachwerkarchitektur untergebrachtes Lokal mit internationaler Küche und romantischem Biergarten im Grünen. Bei schönem Wetter können Wasserfreunde mit dem Passagierdampfer Aller-Nixe von Boye bis nach Winsen an der Aller fahren. Eine besondere Attraktion Boyes ist das jährliche Eichenfest, auf dem jedes Jahr im August unter alten Eichen mit Kleinkunst und kulinarischen Köstlichkeiten gefeiert wird.

Einkaufsmöglichkeiten und Schulen gibt es im benachbarten Stadtteil Klein-Hehlen. Eine Buslinie mit halbstündiger Taktung verbindet Boye tagsüber mit Celle. Wer niveauvolles Wohnen mit ländlicher Idylle schätzt, fühlt sich hier wohl. Mit etwas Glück erwischen Interessenten landflüchtige Senioren, die es zurück in die Stadt zieht, oder Scheidungspaare, die ihre einstigen Traumimmobilien zu inzwischen stark gesunkenen Preisen abgeben müssen. Freistehende Eigenheime sind ab 140.000 Euro zu haben. Mieten kosten fünf bis sechs Euro pro Quadratmeter. Bauwillige müssen noch warten: Die Stadtverwaltung plant derzeit, neues Bauland auszuweisen.

Hehlentor

Die besten Wohnlagen in Celle – Hehlentor

In Hehlentor wohnt, wer etwas auf sich hält. Das beliebte Viertel bietet gutbürgerliches Wohnen auf gehobenem bis hohem Niveau. Einige der schönsten Lagen finden sich direkt an den Dammaschwiesen, einer riesigen, von der Aller durchzogenen Grünfläche mit einem Netz von Fahrrad- und Wanderwegen. Im Winter werden Teile der Wiesen zum Schlittschuhfahren geflutet. Hehlentor beherbergt fast ausschließlich freistehende Eigenheime, zum Teil schöne alte Villen aus den 20er-Jahren.

Hier leben die Anwohner in gepflegter Umgebung, sehr ruhig und naturnah. Die Celler Altstadt ist zu Fuß erreichbar, die Aller lockt Angler, Ruderer, Paddler und Badefreunde. Direkt an der Aller lädt das Restaurant La Buca zu niveauvoller italienischer Küche. Wer will, kann sich auch mit einer stilechten venezianischen Gondel über die Aller schippern lassen. Liebhaber köstlicher hausgemachter Tortenkreationen gehen ins Café Berkefeld, einem gemütlichen, liebevoll gestalteten Lokal mitten im Wohnpark Berkefeld, der Eigentumswohnungen mit gehobener Ausstattung bietet.

Wer in Hehlentor wohnen will, braucht etwas Geduld. Attraktive Immobilien gehen eher unter der Hand weg – zu Preisen bis zu 600.000 Euro. Allerdings gibt es auch in Celles bester Lage einfache Objekte, die bereits für 150.000 Euro den Besitzer wechseln. Eigentumswohnungen aus dem Bestand kosten maximal 1200 Euro pro Quadratmeter. Neue Wohnungen zu 2000 bis 2400 Euro für den Quadratmeter sind in Planung. Zur Miete wohnt man für im Schnitt sechs Euro pro Quadratmeter.

Klein-Hehlen

Die besten Wohnlagen in Celle – Klein-Hehlen

Von dem ehemals eigenständigen Dorf Klein-Hehlen ist heute kaum noch etwas zu spüren. Bauerhöfe gibt es in diesem, zwischen Boye und Hehlentor gelegenen Stadtteil nicht mehr. Dafür stehen hier die Niedersächsische Landesfeuerwehrschule und eine Theologische Fakultät. In der historischen Bonifatiuskirche ist eine beachtenswerte kirchlich wissenschaftliche Spezialbibliothek mit einem Bestand von 62.000 Bänden untergebracht. Klein-Hehlens Wohngebiete sind gefragt, vor allem, weil sie gute bis sehr gute ruhige Lagen bieten und dazu eine breit gefächerte Infrastruktur mit Kneipen, Restaurants, Parkanlagen und einem See sowie Schulen, Ärzten, Banken und Supermärkten.

Hier wohnen vor allem Angestellte, Selbständige und Familien. Klein-Hehlen beherbergt überwiegend freistehende Eigenheime, aber auch Reihenhäuser und Geschossbauten aus den 80er- und 90er-Jahren. Toplagen mit teilweise herrlichem Blick ins Grüne finden sich im Musikerviertel Klein-Hehlens, etwa an der Mozartstraße und um die Haydnstraße herum. Hier stehen liebevoll hergerichtete Siedlungshäuser, aber auch niveauvolle Reihenhäuser. Eine gute Wohngegend bietet auch der Kaninchengarten. Freistehende Eigenheime kosten hier ab 150.000 Euro, Wohnungen gibt es für 900 bis 1200 Euro pro Quadratmeter. Zur Miete wohnt man für vier bis sechs Euro pro Quadratmeter.

Westercelle

Die besten Wohnlagen in Celle – Westercelle

Das im Süden liegende Stadtviertel bietet eine schnelle Verbindung zu dem 35 Kilometer entfernten Ballungsraum Hannover. Dies ist allerdings nicht der einzige Charme des vergleichsweise großen Reviers. Westercelle entwickelte sich ursprünglich zu einem rein landwirtschaftlich geprägten Dorf mit Bauernhöfen auf beiden Seiten der Hannoverschen Heerstraße. Einzelne Höfe gibt es heute noch.

Sie sind eingebettet in eine lebendige Infrastruktur mit Supermärkten, Schulen, einem Freibad, Geschäften und Lokalen sowie einem sehr aktiven Schützenverein und einem Reitverein. Sehenswert sind die Flussauen der Fuhse. Westercelle beherbergt viele Siedlungshäuser aus den 50er- bis 70er-Jahren, aber auch Neubaugebiete. Die Qualität der Lagen ist überwiegend mittel. Gute Lagen finden sich in Allernähe um den Spargelweg herum und an der Christuskirche. Westercelle eignet sich vor allem für Familien, denen ein kurzer Weg nach Hannover wichtig ist. Sie wohnen für 4,50 bis 5,50 Euro zur Miete. Freistehende Eigenheime kosten ab 120.000 Euro aufwärts.

capital.de, 31.01.2017
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