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Immobilienpreise und Mietspiegel: Dinslaken

Immobilien- und Mietpreise in Dinslaken

Der Immobilienmarkt in Dinslaken

Das Schlafzimmer des Ruhrgebiets – Die besten Wohnlagen in Dinslaken

Es gibt nicht viele Städte, die damit werben würden, dass man dort keine „Dinge mit dem Etikett, das muss man unbedingt gesehen haben‘“ findet. Die Stadt Dinslaken tat dies bis vor kurzem auf ihrer offiziellen Website und in Broschüren. Dieses Beispiel zeigt das nüchterne Verhältnis, das viele der 70.000 Dinslakener zu ihrer Stadt haben: Die Überhöhung heimatlicher Gefühle findet einfach nicht statt.
Dinslaken markiert den Übergang vom Ruhrgebiet zum ländlichen Niederrhein und die Einheimischen sehen darin ein „sowohl als auch“, kein „weder noch“. Die Fördertürme des stillgelegten Bergwerks Lohberg weisen einerseits auf eine Verbindung zur Ruhr-Industrie hin, die Kopfweiden an den Rheinauen in Eppinghoven sind andererseits der Wappenbaum des Kreises Wesel, zu dem Dinslaken seit 1975 gehört.

Ein kulturelles Grundangebot ist mit Stadtbibliothek, Heimatmuseen und dem Landestheater Burghofbühne am Ort vorhanden, aber wem der Sinn nach mehr steht oder wer gehoben einkaufen will, ist dank perfekter Autobahn-Anbindung in einer halben Stunde in Düsseldorf oder Essen, und auch die Anbindung an Duisburg oder Oberhausen ist gut – Städte, in denen auch viele Dinslakener arbeiten, was ihrer Heimatstadt den Ruf als „Schlafzimmer des Ruhrgebiets“ eingetragen hat.

Natur findet man innerhalb der Stadtgrenzen in den Rheinauen und in verschiedenen Waldstücken. Direkt dahinter erstrecken sich die flachen Weiten des Niederrheins.
Obwohl sich zahlreiche Wohnsiedlungen im Grünen direkt an junge Familien richten, zeigen Statistiken und vor allem das Stadtbild einen leichten Hang zur Überalterung, dem man jetzt mit neuen Wohnprojekten für Senioren entgegenkommen will.

Eppinghoven

Die besten Wohnlagen in Dinslaken – Eppinghoven

Die knapp 500 Meter des Dinslakener Stadtgebiets, die am Rhein liegen, gehören zu Eppinghoven. Die Emschermündung am „Stapp“, an deren Ufer gern Angler sitzen, soll im Laufe der Renaturierung des Flusses in den kommenden Jahren weiter nach Norden, Richtung Voerde, verlegt werden.

Seit den 90er-Jahren werden hier ehemalige Ackerflächen und Wiesen – im Stadtteil gibt es immer noch mehrere Bauernhöfe – mit Doppel- und Mehrfamilienhäusern bebaut, aber auch viele individuelle Domizile sind hier entstanden. Die Zeiten, in denen hier die Führungsriege des nahe gelegenen Bergwerks Walsum mit ihren Familien in großen Villen nebst Personal residierte, sind zwar schon länger vorbei, haben aber neben den zum Teil bemerkenswerten Immobilien ihre Spuren in der Infrastruktur hinterlassen: Ohne Auto kann man in Eppinghoven kaum einkaufen.

Angesichts der unterschiedlichen Objekte ist die Preisspanne groß: Eine der großen, alten Villen kann bis zu 600.000 Euro oder auch in Ausnahmen mal eine Million Euro kosten, kommt aber sehr selten auf den Markt. Oft werden die Objekte dann auch nur gekauft, um sie abzureißen, das große Grundstück zu parzellieren und darauf mehrere Neubauten zu errichten.

Einfache Bestandsobjekte sind im Stadtteil ab 200.000 Euro zu haben. Für Wohnungen bezahlen Käufer mindestens 1200 Euro, bei gehobenem Standard aber auch mehr als das Doppelte. Die Mieten liegen zwischen 5,50 und 8,00 Euro.

Hiesfeld

Die besten Wohnlagen in Dinslaken – Hiesfeld

Vor seiner Eingemeindung im Jahr 1917 war Hiesfeld ein Dorf, heute ist es der größte und bevölkerungsreichste Stadtteil Dinslakens. Der Ursprung aber ist immer noch sichtbar: Es gibt ein richtiges Dorfzentrum mit Geschäften, Cafés, Supermärkten und Arztpraxen, so dass die Einwohner hier gut leben können, ohne jemals in die gut zwei Kilometer entfernte Dinslakener Innenstadt zu müssen.

Mit dem Rotbachsee kann Hiesfeld auch in Sachen Naherholung punkten, das Gustav-Heinemann-Schulzentrum vereint Gymnasium, Haupt- und Realschule an einem Platz. Im Westen wird Hiesfeld durch die alte Werksbahn der Zeche Lohberg begrenzt, im Südwesten ist Hiesfeld mit der Siedlung Hühnerheide in den vergangenen Jahrzehnten fast bis an die Oberhausener Stadtgrenze herangewachsen. Bahnfahrer, die die Bahnlinie von Emmerich nach Duisburg im Süden von Hiesfeld nutzen, sind von dem Stadtteil aus oft schneller am Halt in Oberhausen-Holten als am Dinslakener Bahnhof.

Ebenfalls zu Hiesfeld gehört Oberlohberg, dessen Charme teils durch alte Zechenhäuser, teils durch ländlich-bäuerlichen Gehöfte besticht. In diesem Quartier steht die Villa, die Michael Wendler, der selbsternannte „König des Popschlagers“ und möglicherweise der berühmteste Dinslakener, in der Boulevardpresse der neugierigen Öffentlichkeit präsentiert. Üblicherweise aber versteckt sich der Prunk gut: Die Gegend um den Kirchberg gehört zu den Top-Wohnlagen Dinslakens.

Die Hauspreise sind etwas günstiger als in Eppinghoven und erreichen maximal eine halbe Million Euro. Auch die Preisspanne für Eigentumswohnungen liegt mit 1000 bis 2200 Euro etwas unter der des Top-Stadtteils.

Innenstadt

Die besten Wohnlagen in Dinslaken – Innenstadt

Wenn man mal davon absieht, dass der Bahnhof einen halben Kilometer vom eigentlichen Stadtzentrum entfernt ist, weil die Postkutscher im 19. Jahrhundert erfolgreich ihr angestammtes Revier verteidigten, verfügt die Innenstadt Dinslakens über fast alles, was man in einer Stadt dieser Größenordnung braucht. Doch das reicht nicht allen Einwohnern: Über den Bau eines neuen Einkaufszentrums am Neutor wird seit Jahren diskutiert, ob und wann es kommt, ist indes ungewiss.

Wo sich in der einen Straße Mietshaus an Mietshaus reiht, stehen eine Straße weiter die Eigenheime – so etwa in der Gegend südwestlich des Bahnhofs, wo die Reihenhäuser um die 200.000 Euro kosten. An zentralen Stellen werden neue, seniorengerechte Wohnungen gebaut und die Alleestraßen unweit des Rotbachs zählen sicherlich zu den gehobenen Wohngegenden. Im Westen der Innenstadt liegen die Wohnviertel „Thyssendreieck“ und Bremerkamp, in deren Rücken die Bundesstraße 8 verläuft und zwischen denen die zwei Krankenhäuser der Stadt liegen.

Bruch

Die besten Wohnlagen in Dinslaken – Bruch

Die Bahnlinie von Oberhausen nach Emmerich, die Dinslaken in zwei Teile schneidet, trennt den Bruch von der Innenstadt ab. Nur über die Bundesstraße 8 kommt man in diesen nördlichen Stadtteil, der sich wiederum in zwei Teile gliedern lässt: Der südliche Bruch rund um die Wohntürme am Baßfeldshof gilt als Sorgenkind, der nördliche Teil, der wegen seiner Straßennamen – Wilhelminenstraße, Claudiastraße, Erikaweg – auch „Frauenviertel“ genannt wird, als bevorzugte Wohnlage für Familien. Seit mehr als dreißig Jahren werden hier immer wieder neue Wohngebiete erschlossen und Häuser aller Art gebaut. Je weiter deren Standort von den Einkaufsmöglichkeiten an der Augustastraße entfernt ist, desto stärker sind die Bewohner auf das Auto angewiesen – um in die Innenstadt zu fahren sowieso, denn die Busverbindungen sind mäßig. Echte „Brücher“ leben seit Generationen in ihrem Stadtteil und würden nie wegziehen.

Uneinheitlich wie die Wohnlagen sind die Preise: In den besseren Lagen erreichen sie bis zu 300.000 Euro, in den schwächeren gibt es Häuser ab 120.000 Euro. Die Mieten liegen zwischen 4,50 und 6,50 Euro.

Westlich der Weseler Straße liegt der „Hagenbezirk“, der kein eigener Stadtteil ist, auch wenn viele Einwohner das anders sehen und das Viertel ein eigenes Zentrum hat. Bislang eine gute Lage, hängt die Entwicklung von Wohnqualität und Preisen in dieser Gegend künftig sehr davon ab, wie gut die Schallisolierung an der Bahnstrecke ausfallen wird – diese soll nämlich als Verlängerung der niederländischen „Betuweroute“ weiter ausgebaut werden und den Güterverkehr vom Rotterdamer Hafen ins Ruhrgebiet übernehmen. Immobilieninteressenten sind daher zurückhaltend und werden es vermutlich bleiben, bis die Frage endgültig geklärt ist.

Averbruch

Die besten Wohnlagen in Dinslaken – Averbruch

Kurz vor der Stadtgrenze zu Duisburg-Walsum, zwischen Rotbach und Emscher liegt der Averbruch, dessen Bausubstanz überwiegend aus den 70er- bis 90er-Jahren stammt. Hierhin zieht es seit jeher junge Familien, eine Grundschule liegt mittendrin. Es gibt ein eigenes kleines Zentrum mit Supermarkt, Arztpraxen und Bäckerei, ansonsten orientiert man sich eher in Richtung der anderthalb Kilometer entfernten Innenstadt. Zwar wäre Richtung Südosten noch etwas Bauland, aber der Stadtteil gilt als „bald voll“.

Interessenten sollten daher Offerten von Bestandsimmobilien nutzen, wenn sie unbedingt in den Averbruch wollen. Die Preise liegen zwischen 150.000 und 400.000 Euro für Häuser sowie 1100 und 2000 Euro pro Quadratmeter Wohnung.

Innenstadt

Die besten Wohnlagen in Bocholt – Innenstadt

Ob nun in den Appartementhäusern aus den 90er-Jahren oder in Einfamilienhäusern: Direkt an der friedlichen Bocholter Aa zu wohnen ist für viele ein Luxus, den sie sich gern leisten. Es geht aber auch weniger ruhig: Im Kneipenviertel um die Ravardistraße hat man neben den üblichen Besuchern auch Stadtfeste wie Karneval und Kirmes direkt vor der Haustür – das muss man schon mögen, um sich dort wohlzufühlen.

Der Norden der Innenstadt ist die teuerste Wohngegend der Stadt: In den ruhigen Seitenstraßen der Adenauerallee kostet ein Einfamilienhaus auch schon mal mehr als 500.000 Euro. Zwischen den repräsentativen Fabrikantenhäusern aus den 1920er-Jahren – wahre Raritäten in einer Stadt, die im zweiten Weltkrieg zu 85 Prozent zerstört wurde – stehen vereinzelte moderne Neubauten und Mehrfamilienhäuser. Neben Wohnhäusern gibt es hier einige Arzt- und Rechtsanwaltspraxen. Zum Einkaufen gehen oder fahren die Anwohner in die anderthalb bis zwei Kilometer entfernte Innenstadt.

capital.de, 31.01.2017
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