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Immobilienpreise und Mietspiegel: Berlin-Pankow

Immobilien- und Mietpreise in Berlin-Pankow

Der Immobilienmarkt in Berlin-Pankow

Die besten Wohnlagen in Berlin – Pankow

Von Monika Dunkel

Pankow ist dreigeteilt: der quirlige, mit vielen Klischees belegte Prenzlauer Berg, das grüne, als Wohngebiet begehrte Pankow selbst, und schließlich Weißensee, bekannt durch den Jüdischen Friedhof und die Kunsthochschule, aber insgesamt noch im Schatten der berühmteren Nachbarn. Konrad Adenauer mokierte sich einst über die „Herren aus Pankoff“, ein Seitenhieb auf die russokratische Bonzifizierung des Majakowskirings, wo die DDR-Elite wohnte, bis sie sich 1960 nach Wandlitz in Sicherheit brachte. Am Majakowskiring wohnen heute Schauspieler und Botschafter, einige Häuser wurden auch abgerissen, das dortige Villenviertel Niederschönhausen erfreut sich insgesamt großer Beliebtheit. Es ist aber nur ein winziger Teil eines Flächenbezirks, der von der Stadtmitte in Prenzlauer Berg bis draußen nach Buch reicht.

Touristen suchen in Pankow vor allem das kunterbunte Bullerbü, das sie rund um den Kollwitzplatz finden, dem Zentrum des weltweiten Prenzlauer-Berg-Hypes. Bill Clinton war 2000 mal im „Gugelhof“, zusammen mit Joschka Fischer, Gerhard Schröder und Madeleine Albright, seither hat das Restaurant mit Elsässer Küche einen Platz in jedem Reiseführer der Welt sicher. Etwas weniger spektakulär geht es in Oderberger Straße und Kastanienallee zu, dem Zentrum der Berliner Modelabels und Designer. Die Immobilienpreise haben hier längst astronomische Summen erreicht und sind auch zuletzt gegen alle Erwartungen weiter gestiegen.

Auf einer Fläche von 103 Quadratkilometern leben in Pankow 394.816 Menschen, knapp 50.000 mehr als noch vor zehn Jahren, nach Mitte und Lichtenberg das drittstärkste Bevölkerungswachstum in ganz Berlin. Bis zum Jahr 2030 wird mit einem weiteren Anstieg der Bevölkerung von 14,4 Prozent gerechnet. Viele Berliner haben Pankow den Rücken gekehrt, zu teuer. Dafür sind viele EU-Ausländer hergezogen. Der Altersdurchschnitt liegt derzeit bei 40,7 Jahren. Damit gehört der Bezirk zu den jüngeren.

Pankow war im Jahr 2015 der drittgrößte Markt in Berlin für verkaufte Wohnungen, jede achte Wohnung wurde dort verkauft. Das geht aus dem Bericht des Gutachterausschusses für Grundstückswerte hervor. Mit 2829 verkauften Immobilien lag die Quote je 1000 Einwohner bei 7,3. Der Durchschnitt in Berlin liegt bei 6,1. 1386 neue Wohnungen wurden im Jahr 2015 fertiggestellt, der zweithöchste Wert in Berlin und ein Plus von 34 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Mehr Single-Haushalte

In Pankow leben nach den jüngsten Erhebungen 60 Prozent der Bewohner allein in einer Wohnung. Vor zehn Jahren waren es zwei Prozent weniger. 24 Prozent leben in einem Haushalt mit zwei Personen, nur 16 Prozent wohnen zusammen mit zwei oder mehr Personen trotz steigender Kinderzahl. Das sind nur zwei Prozent mehr als vor zehn Jahren.

Zunehmend Selbstständige

Nur 13 Prozent der Pankower haben einen Migrationshintergrund, halb so viel wie Berliner Durchschnitt. 46 Prozent der Bewohner haben Abitur, im Berliner Schnitt sind es 41 Prozent. 45 Prozent haben einen Realschulabschluss, nur neun Prozent einen Hauptschulabschluss, halb soviel wie im Durchschnitt. Das hat das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg ermittelt. 65 Prozent der Erwerbstätigen sind angestellt, 22 Prozent selbständig, neun Prozent sind Arbeiter und vier Prozent Beamte.

Gar nicht so reich

Über die Hälfte aller Haushalte in Pankow müssen im Monat mit weniger als 2000 Euro netto über die Runden kommen. Gut verdienende Pankower, deren Nettoeinkommen bei über 4500 Euro im Monat liegt, machen nur 8,4 Prozent der Haushalte aus.

Auf dem Markt für Wohneigentum hatten zuletzt 60 Prozent der angebotenen Wohnungen einen Quadratmeterpreis von über 3000 Euro, sechs Prozent über 5000 Euro. Unter 2000 Euro blieben es noch neun Prozent. Dabei gilt: Je näher am Stadtzentrum, umso teurer. Vor allem rund um den Arkona- und Kollwitzplatz sowie im Winskiez werden im Alt- und Neubau immer öfter Preise von über 5000 Euro verlangt. Angesichts der eher niedrigen Durchschnittseinkommen im Kiez wundert es nicht, dass hier vor allem auch Ausländer zugreifen.

Wenig Kita-Plätze

Familien zieht es deshalb immer öfter nach Weißensee, Karow Buch oder gleich noch weiter raus. Der stete Zuzug von etwa 5000 Einwohnern pro Jahr führt zu ernsten Problemen: Grundschul- und Kitaplätze werden knapp. Zwar sollen eine Reihe neuer Schule gebaut werden, doch auch hier mangelt es an Bauflächen.

Wohnungspreise steigen

Für Eigentumswohnungen muss im Prenzlauer Berg derzeit im Schnitt mit 3700 Euro pro Quadratmeter bei Bestandsimmobilien gerechnet werden, beim Neubau nähern sich die Durchschnittspreise 5000 Euro. Die Mieten in Bestandsimmobilien liegen bei rund elf Euro, in Neubauten werden aber bereits 14,30 Euro im Schnitt verlangt. Je weiter man gen Norden im Bezirk Pankow zieht, umso günstiger wird es. Allerdings hebt der Prenzel-Berg das Preisniveau der Nachbarkieze deutlich mit an.

capital.de, 30.03.2017
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