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Immobilienpreise und Mietspiegel: Erftstadt

Immobilien- und Mietpreise in Erftstadt

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Der Immobilienmarkt in Erftstadt

Heile Welt im Südwesten Kölns – Die besten Wohnlagen in Erftstadt

Erftstadt gibt es eigentlich gar nicht. Dahinter steckt ein Politikum: Als 1969 die bis dahin selbstständigen Ämter Lechenich, Liblar, Gymnich und Friesheim zu einer Kommune zusammengefasst wurden, zählten die beiden größten Orte, Lechenich und Liblar, etwa gleich viele Einwohner.
Weder die Lechenicher noch die Liblarer waren jedoch bereit, künftig unter dem Namen des jeweils anderen Ortes zu firmieren. So ersannen die Kommunalpolitiker den Kunstnamen Erftstadt nach dem Flüsschen Erft, das durch die Gemeinde fließt.

Heute umfasst das Kunstgebilde 18 Stadtteile und zählt fast 51.000 Einwohner. Das charmante, dörflich-kleinstädtisches Umfeld mit viel Grün, jeder Menge Burgen und einem Baggersee mit Strandbad bietet vor allen Dingen Familien bezahlbare Häuser und eine auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Infrastruktur. Baugrund kostet zwischen 160 und 230 Euro pro Quadratmeter, allenfalls die begehrten Lückengrundstücke in Lechenich oder Liblar erreichen einen Quadratmeterpreis von 300 Euro, berichtet Makler Peter Zerres.

„Auch für Häuser werden in Liblar und Lechenich die höchsten Preise erzielt, die Dörfer sind etwa fünfzehn bis zwanzig Prozent günstiger“, sagt Maklerin Sybille Gerth, Inhaberin von Zeit & Wert Immobilien.

Bezugsfertige Häuser kaufen Interessenten meist ab etwa 250.000 Euro. Sind sie günstiger, müssen Käufer bei Neubauten selbst Hand anlegen. Oder bei gebrauchten Immobilien höhere Sanierungskosten einkalkulieren. Das kann am Ende teurer sein als ein Neubau, ist aber trotzdem für manchen Kunden attraktiver, weiß Makler Wilfried Temme: „Altbauten findet man meistens in besseren Lagen, zentrumsnäher, denn die Neubaugebiete liegen ja immer am Stadtrand.“

Die Preisentwicklung bei gebrauchten Immobilien ist in Erftstadt uneinheitlich. „In den vergangenen fünf Jahren sind die Preise leicht gesunken, derzeit herrscht Stagnation“, stellt Makler Michael Mörchen fest. Jedoch: „Hochwertige Objekte verkaufen sich nach wie vor gut, wenn sie etwas Besonderes bieten“, ergänzt Sybille Gerth. Eine individuelle Architektur oder beispielsweise ein Wintergarten wirken wertsteigernd. Schwierig ist es dagegen bei durchschnittlichen Häusern, die jünger als zehn Jahre sind. Gerth: „Wer ein solches Haus verkauft, hat Probleme, den Herstellungspreis zu erzielen.“

Lechenich

Die besten Wohnlagen in Erftstadt – Lechenich

Die Kleinstadt mit gut 11.000 Einwohnern wirkt ausgesprochen einladend auf Besucher, die von der Autobahn 61 anreisen. Zwei alte Stadttore begrenzen die Innenstadt, rechts und links der Bonner Straße finden sich Einzelhandelsgeschäfte in sorgsam gepflegten Altbauten, schließlich öffnet sich der gepflasterte Marktplatz mit dem alten Rathaus. In der Schlossstraße befindet sich das Husarenquartier, in dem Sternekoch Herbert Brockel seine aus der ganzen Region anreisenden Gäste verwöhnt.

Die Straßenzüge rings um den Markt sehen mit ihren in Reihe gebauten, zum Teil liebevoll restaurierten zweistöckigen Altbauten hübsch aus, zählen aber nicht zu den beliebtesten Lagen in Lechenich: Die Häuschen sind klein, haben allenfalls einen winzigen Garten und die Parkplatzsuche ist ein Problem.

Am begehrtesten ist das Wohngebiet zwischen Finkenweg, Hildegardweg und Kilianstraße. Hier finden sich gepflegte Einfamilienhäuser, teils mit Satteldach, teils Bungalows. „Wer hier wohnt, kann zu Fuß ins Ortszentrum und in den Schlosspark, und das Schulzentrum mit allen Schultypen ist auch nah“, sagt Makler Peter Zerres. Da es sich bei dem Gebiet aber nur um wenige Straßenzüge handelt, müssen Interessenten Geduld mitbringen. Und für ein gebrauchtes Haus mindestens 250.000 Euro.

Auf der anderen Seite der Bonner Straße haben sich der Bereich um den Von-Bodelschwingh-Weg sowie zwischen Friedrich-Engels- und Kellerstraße zu gefragten Vierteln entwickelt. Hier finden Kauflustige auch viele Bungalows. Gerade diesem Bautypus prognostiziert Maklerin Gerth eine gute Wertentwicklung: „Wir haben viele jung bebliebene Senioren, die gezielt Bungalows im Stadtzentrum suchen, um im Alter barrierefrei wohnen zu können.“ Auch in diesen Vierteln brauchen die Bewohner nicht unbedingt ein Auto, um die alltäglichen Besorgungen erledigen zu können.

Zwei Neubauviertel sind im Westen Lechenichs entstanden: Lechenich-West liegt südlich der Herriger Straße, Lechenich Nord-West nördlich davon. Besonders im nördlichen Bereich wird noch gebaut, es finden sich einige freistehende Häuser neben modernen Reihenhäusern, die um einen zentralen Spielplatz gruppiert sind. Ein Teil der Gebäude verfügt über Photovoltaikanlagen, weswegen das Viertel auch als „Solarsiedlung“ bezeichnet wird.

Liblar

Die besten Wohnlagen in Erftstadt – Liblar

Liblar, gegründet einst als einfache Bergarbeitersiedlung, ist in den vergangenen Jahren in der Kommune am stärksten gewachsen. Grund dafür dürfte seine bevorzugte Lage und Infrastruktur sein: Der Ort verfügt über den einzigen Regionalbahnhof Erftstadts und ein Schulzentrum, in dem alle Schultypen zu finden sind. Außerdem schließt sich östlich des Ortes direkt der Naturpark Kottenforst Ville mit seinen Waldwegen und Seen an. Am Liblarer See lädt im Sommer ein Strandbad zum Schwimmen und Faulenzen ein.

Die beste Wohnlage Liblars liegt jedoch nicht direkt am See, da zwischen Ufer und Wohnhäusern kleinere Industriebetriebe angesiedelt sind. Stattdessen ziehen die Liblarer bevorzugt in die Straßenzüge, die zwar nah genug am Bahnhof sind, um ihn zu Fuß zu erreichen, aber weit genug entfernt, um durch die Züge und die Autos, die zum großen Park-and-Ride-Parkplatz direkt am Bahnhof strömen, nicht gestört zu werden. Das Top-Viertel erstreckt sich vom Tannenweg im Süden über die Grachtstraße im Westen bis zur Lerchenstraße im Norden. Häuser in dieser Gegend kosten bis 300.000 Euro.

Weniger beliebt sind die mehrstöckigen Bauten aus den 70er-Jahren, die an Theodor-Heuss-Straße und Zum Renngraben liegen. Wohnungen in diesen Hochhäusern sind, wie alle Makler offen zugeben, nur schwer zu verkaufen oder zu vermieten. „Die Nebenkosten sind mehr als doppelt so hoch wie bei moderneren Wohnungen in kleineren Anlagen, das drückt den Quadratmeterpreis“, erläutert Makler Michael Mörchen. Nur 700 bis 800 Euro pro Quadratmeter zahlen Käufer einer solchen Wohnung. Üblicherweise erreichen die Quadtratmeterpreise in Liblar fast doppelten Preis.

Gymnich

Die besten Wohnlagen in Erftstadt – Gymnich

Der 4300-Einwohnerort Gymnich ist bekannt für sein Schloss an der Balkhauser Straße, das bis 1991 das Gästehaus der Bundesregierung war und heute im Besitz der singenden Kelly Family ist. Südlich des Schlossparks zwischen Erft- und Eifelstraße befinden sich einige hübsche Straßenzüge, die als Wohnlage recht beliebt sind. Die Häuser dort sind nicht mehr jung, aber in der Regel sehr gut gepflegt und das Umfeld wirkt freundlich. Ab etwa 200.000 Euro kann man dort Eigentum erwerben.

Weniger kosten Häuser und Wohnungen im Norden und Osten von Gymnich. Der nördliche Ortsrand liegt in der Einflugschneise des Nörvenicher Militärflughafens, der östliche direkt an der Autobahn 61. Zwar schirmt hier eine Schutzwand den Straßenlärm ab, doch sollten Interessenten in diesen Vierteln prüfen, ob sie sich von Flugzeugen oder Autos gestört fühlen.

Ein Neubauviertel mit rund 220 Grundstücken entsteht derzeit am südlichöstlichen Ortsrand Richtung Dirmerzheim. Das Viertel liegt günstig zur Autobahnauffahrt und zu den Supermärkten auf der anderen Seite der Dirmerzheimer Straße. Wer sich hier den Traum vom Eigenheim verwirklicht, zahlt dafür zwischen 190.000 und 240.000 Euro – und sollte sich mit dem Gedanken anfreunden, dass das Quartier noch für geraume Zeit eine Baustelle bleiben kann.

Bliesheim

Die besten Wohnlagen in Erftstadt – Bliesheim

Der Ort Bliesheim bildet ein H auf der Landkarte, nordöstlich des Autobahnkreuzes von A 61 und A 4. Die ungewöhnliche Form des Dorfes gehorcht der Natur: Zwischen Ober- und Unterdorf liegt der so genannte „Erftsprung“. Hier fließt die Erft, die Wiesen am Flüsschen sind sumpfig, es besteht Hochwasserrisiko, daher wird das Gebiet nicht bebaut.

Auch was die Qualität der Wohnlagen betrifft, ist Bliesheim zweigeteilt: Das Oberdorf ist weit besser als das Unterdorf. An einem Hang gelegen, beschert es schöne, unverbaubare Aussicht über das Unterdorf und das Land oder hinüber zum Wald. Besonders die Straße Am Wachtberg hat sich zu einem begehrten Wohngebiet entwickelt. Für die individuell geplanten, überwiegend freistehenden Häuser werden Preise wie in Liblars und Lechenichs besten Lagen erzielt: bis zu 300.000 Euro.

Anders als das Oberdorf leidet das Unterdorf am Verkehrslärm. Vor allem die Karolingerstraße, die in unmittelbarer Nähe der Autobahn liegt, gehört daher zu den einfachen Lagen. Als die Häuser in den 50er- und 60er-Jahren dort gebaut wurden, rechnete niemand mit den Auto- und Lkw-Massen von heute. Rings um die Kirche ist ein allerdings ein hübsches Wohngebiet, hier ist der Verkehr kaum zu hören. Die Preise in Unterdorf liegen bei 130.000 bis 220.000 Euro für ein Häuser und bei 600 bis 1100 Euro pro Quadratmeter für Eigentumswohnungen.

capital.de, 31.01.2017
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