Immobilien-Kompass-Karte Aktuelle Preise für Miete und Kauf in Deutschland

Immobilienpreise und Mietspiegel: Bielefeld

Immobilien- und Mietpreise in Bielefeld

Der Immobilienmarkt in Bielefeld

Uni bringt Schwung – Die besten Wohnlagen in Bielefeld

Immobilien in der ostwestfälischen Metropole sind eine stabile Geldanlage. Dank Campuserweiterung und innovativer Projekte von Unternehmen und Hochschule wird die Nachfrage steigen.
Das Image von Bielefeld könnte besser sein. Von den Einwohnern als „freund­liche Baustelle am Teutoburger Wald“ verspottet und vom Rest der Republik als Gegenstand einer Verschwörungstheorie verhöhnt, die davon ausgeht, dass es die Stadt gar nicht gibt.

Dabei ist sie als Mittelpunkt Ostwestfalens die Heimat einiger Traditionsunternehmen wie des Fensterherstellers Schüco oder des Nahrungsmittelkonzerns Dr. Oetker und gilt als besonders innovativ. Das wirkt sich positiv auf den Immobilienmarkt aus. Die Nachfrage nach Wohneigentum ist Maklern zufolge im vergangenen Jahr gestiegen. Die Preise sind dennoch moderat geblieben.

Die Region Ostwestfalen-Lippe mit ihrem Oberzentrum Bielefeld ist mit gut zwei Millionen Einwohnern und einem Bruttoinlandsprodukt von knapp 60 Milliarden Euro eine der stärksten Wirtschaftsregionen in Deutschland. Mit dem Wegfall wichtiger Produktionszweige von der Fahrrad- bis zur Textilindustrie hat die Stadt bereits einen schmerzhaften Strukturwandel überwunden und ist heute mit einem Branchenmix von Metallbau über Kfz-Zulieferer hin zu IT-Dienstleistern breit aufgestellt.

Der Immobilienmarkt dürfte von der Innovationskraft der ­Region Ostwestfalen-Lippe (OWL) profi­tieren. 173 Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen beteiligen sich am Projekt „It’s OWL“ und wollen gemeinsam neue Technologien vor allem für den Maschinenbau und die Elektro- und Automobilzulieferindustrie ent­wickeln.

Die Initiative ist einer der fünf Gewinner eines Innovationswettbewerbs des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, das der Region nun Fördergelder im Umfang von 40 Millionen Euro aus Berlin beschert. Die lokalen Unternehmen werden noch einmal 60 Millionen Euro beisteuern. Fünf neue Forschungszen­tren, 50 Unternehmen und 10.000 Arbeitsplätze sollen dadurch in der Region entstehen.

Bei Kauf- und Mietwilligen sind in Bielefeld vor allem der Westen, das Zentrum und das Musikerviertel beliebt. Hier beobachteten Makler im vergangenen Jahr die höchsten Preissteigerungen für hochwertige Eigentumswohnungen. Quartiere wie Dürkopp Tor 6 oder das Schlachthofviertel locken inzwischen auch junge Familien an.

In den kommenden Jahren dürfte die Nachfrage vor ­allem rund um das Universitätsgelände steigen. Die in den 70ern gegründete Lehranstalt wird etappenweise renoviert. Zudem zieht die bislang über halb Bielefeld verstreute Fachhochschule 2013 in einen Neubau auf dem Unigelände, wodurch der Bedarf an Wohnungen in den angrenzenden Stadtgebieten steigen wird.

Rund um die Hochschule sind Immobi­lien vom Mietapartment bis zum Einfamilienhaus sehr begehrt – Uniangestellte und Studenten schätzen gleichermaßen die kurzen Wege. Auch die gut gepflegten Eigenheime am Lohmannshof, am Rottmannshof und am Wellensiek sind gefragt und werden es dank des attraktiven Hochschulstandorts sicherlich langfristig bleiben.

Eine weitere tief greifende Veränderung für den Immobilienmarkt wird die Ende 2012 fertiggestellte A?33 mit sich bringen, die dann bis zum Ostwestfalendamm reicht: Die Bewohner der Orts­teile Quelle und Ummeln sind dann schneller auf der Autobahn. Zugleich wird die Bundesstraße 68 entlastet, wodurch sich Entwicklungschancen in den bisher vom Verkehr gebeutelten Vierteln Senne und Brackwede ergeben. Mit deutlich mehr Verkehr müssen dagegen die Anwohner im Viertel Gadderbaum rechnen, das am Ostwestfalendamm liegt. Tierpark, Bo­tanischer Garten und das Bauernhausmuseum sorgen für einen hohen Freizeitwert.

Die geschmackvollen älteren Häuser und Bürgervillen im Johannistal und südlich des Botanischen Gartens sind begehrt. Die Preise für die zumeist exklusiven Immobilien im Johannistal könnten durch die zu erwartende Lärmbelästigung allerdings spürbar sinken.

Für die Ortsteile Jöllenbeck und Heepen sieht es ebenfalls schlecht aus: Diese ehemaligen Dörfer mit ihren lebendigen Ortskernen und ihrer vitalen Vereinsstruktur entwickeln sich in Zeiten steigender Spritpreise wegen ihrer schlechten ÖPNV-Anbindung zu geschlossenen Märkten. Eine Straßenbahnlinie für beide Ortsteile könnte diesem Trend entgegenwirken, doch die Pläne kommen seit Jahren nicht voran.

Trotz des regen Lebens ist Jöllenbeck für Investoren daher nicht zu empfehlen. Wer sein Haus allerdings selbst nutzen will und mehr am dörflichen Miteinander als an der Wertsteigerung seiner Immobilie interessiert ist, kommt hier auf seine Kosten.

Univiertel

Die besten Wohnlagen in Bielefeld – Univiertel

Rund um die Hochschule sind Immobilien vom Mietappartement bis zum Einfamilienhaus bestens nachgefragt – Uni-Angestellte und Studenten schätzen gleichermaßen die kurzen Wege. Der starken Nachfrage aus Akademikerkreisen nach einem Haus, das gleichzeitig im Grünen und nah am Arbeitsplatz liegt, ist die Stadt durch das Neubauviertel Hof Hallau nachgekommen. Zwar sind die Grundstücke recht klein – ca. 400 Quadratmeter bei einem Einfamilienhaus – doch das Viertel punktet mit direkter Nachbarschaft zur Uni, einem hohen energetischen Standard und gutem Anschluss an die Stadtbahn. Doppelhaushälften kosten im Schnitt 250.000 Euro, freistehende Einfamilienhäuser zwischen 350.000 und 400.000 Euro.

Auch die gut gepflegten Eigenheime am Lohmannshof, am Rottmannshof und am Wellensiek sind gesucht und werden es dank des attraktiven Hochschulstandorts auch langfristig bleiben. Wer empfindlich auf Baulärm und -staub reagiert, sollte die Gegend in den nächsten Jahren allerdings meiden, da aktuell in direkter Nachbarschaft der Wohngebiete die großflächigen Neubauten der Campuserweiterung Nord entstehen. Anleger können dagegen wegen der Baustelle zurzeit von einer leichten Minderbewertung der attraktiven Immobilien profitieren. Und sie können für die Zukunft vorsorgen: Sobald die Fachhochschule ihr im Bau befindliches Quartier auf dem Campus bezieht – geplant ist 2013 – wird die Nachfrage nach Wohnraum abermals steigen.

Rund um die Uni stellen daher Immobilien in relativ ruhigen Lagen und mit zufriedenstellendem Modernisierungsstand eine besonders sichere Investition dar – mit Steigerungen ist auch mittel- und langfristig zu rechnen. Dabei reicht der Uni-Bonus in abnehmender Form bis nach Gellershagen und Babenhausen, auch wenn diese Siedlungen nur per Bus und nicht zusätzlich mit der bestens getakteten Stadtbahnlinie 4 anschlossen sind, die das Unigelände mit der City verbindet.

capital.de, 31.01.2017
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