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Immobilienpreise und Mietspiegel: Gießen

Immobilien- und Mietpreise in Gießen

Top-Makler

Der Immobilienmarkt in Gießen

Freundliche Übernahme – Die besten Wohnlagen in Gießen

Die Alteingesessenen wohnen oft schon seit Jahrzehnten in ihren Häusern. Entsprechend groß ist der Sanierungsstau.
Den Puls der Stadt Gießen bestimmen die
Hochschulen. Insgesamt 29 000 Studierende
lernen an der Justus-Liebig-Universität
und der Fachhochschule. Gemessen
an der Bevölkerungszahl von
74 000 hat die Stadt die bundesweit
höchste Studentendichte. Eine Folge davon:
Viele kleine Apartments prägen den
Gießener Wohnungsmarkt. Leerstände
gibt es kaum. Zu Semesterbeginn, wenn
Erstsemester sich zu Tausenden auf Wohnungssuche
begeben, finden selbst Kellerlöcher
einen Abnehmer.

Derzeit entsteht in einer der Toplagen
Gießens, in der Nähe des Südhangs, eine
kleine Wohnanlage für Studenten. In den
traditionellen Prestigelagen Am Alten
Friedhof und am Schwanenteich waren
die Anwohner bisher unter sich. Teilweise
leben in den Villen seit über 50 Jahren
dieselben Familien. Entsprechend groß
ist der Sanierungsstau. Junge Familien
siedeln sich in den Neubaugebieten an,
die es in Gießen lange Jahre überhaupt
nicht gab. Viele von ihnen kommen aus
dem Umland. Das ist ein Grund für die
stabile Nachfrage nach Immobilien.
Horst-Friedhelm Skib vom städtischen
Gutachterausschuss für Grundstücksfragen
sieht eine Entwicklung zu günstigeren
und kleineren Objekten. „Derzeit
werden nur selten absolute Spitzenpreise
gezahlt“, sagt er. Im Schnitt kostete ein
Wohnbaugrundstück im vergangenen
Jahr 184 Euro pro Quadratmeter und
damit
nahezu so viel wie 2007. Für frei
stehende Ein- und Zweifamilienhäuser
werden dagegen ungefähr 5000 Euro
mehr fällig.

Im Blickfeld der Stadt stehen derzeit
550 ehemalige Wohnungen des 2007
abgezogenen
US-Militärs. In diesen Tagen
werden sie wohl an ein Bieterkonsortium
der städtischen Wohnbaugesellschaft
sowie des Immobilienunternehmens
Vivacon veräußert. „Die Auswirkungen
auf den Wohnungsmarkt werden nicht
dramatisch sein“, glaubt Skib. Die Apartments
würden ohnehin erst nach und
nach auf den Markt geworfen, ein Teil sei
sanierungsbedürftig. Doch Makler widersprechen.
„Auf den Mietpreis drückt es
definitiv“, schätzt Heiner Geißler von
Imaxx und verweist auf einen „riesigen
Wohnwert“ der mit bis zu 130 Quadratmetern
großzügigen Apartments.

Am Alten Friedhof

Die besten Wohnlagen in Gießen – Am Alten Friedhof

Die Prestigelage Gießens befindet sich
am Südhang Am Alten Friedhof. Große
Grundstücke ab 800 Quadratmetern,
Villen und Einfamilienhäuser prägen das
Viertel. Großindustrielle, Professoren,
Doktoren und ein hessischer Minister
residieren in den Häusern aus den
50er- und 60er-Jahren, die auf den ersten
Blick etwas bieder wirken. Innen jedoch
haben sie majestätische Eingangshallen
und große Räume. Neubauten gibt es in
dem reinen Wohnquartier nicht. Bei
einem Spaziergang auf dem Alten Friedhof,
wo Wilhelm Conrad Röntgen begraben
liegt, kann man die Ruhe genießen. Gleichzeitig ist das Viertel recht zentral gelegen. Wer hier wohnt, der
kann in zehn Minuten zu Fuß in die Innenstadt
laufen. Die Lage hat natürlich
ihren Preis: 2008 wechselte ein Haus mit
1000 Quadratmetern Grundstücksfläche
für eine Million Euro den Besitzer. Kürzlich
legte ein Käufer für ein vom Hausschwamm
befallenes Objekt 400 000 Euro
hin – um das Gebäude abzureißen und
ein neues zu errichten. Verkäufe sind
sonst allerdings selten. Da viele Familien
seit den 50er-Jahren in denselben Villen
wohnen, besteht oft Sanierungsbedarf.
Makler rechnen in den kommenden
zehn bis 15 Jahren mit einem Generationswechsel.

Blumenviertel

Die besten Wohnlagen in Gießen – Blumenviertel

Durch das Blumenviertel im nördlichen Teil Gießens schlängeln sich 173 zweigeschossige Reihenhäuser. Einen gewissen Charme von Verträumtheit versprüht die Siedlung. Jedes Häuschen verfügt über einen eigenen Garten. Doch die Räume der zwischen 80 und 100 Quadratmeter fassenden Häuser sind recht klein. Familien mit zwei Kindern stoßen schnell an die Grenzen ihrer vier Mauern. In den letzten Jahren gab es Initiativen zu Um- und Anbauten von einzelnen neu hinzugezogenen Eigentümern und seitens der Stadt. Doch die Resonanz war zu gering. Im Blumenviertel wohnen inzwischen viele ältere Menschen, die Anfang der 60er Jahre hier eingezogen sind und deren Kinder das elterliche Haus inzwischen verlassen haben.

Die Preise für ein Reihenhaus liegen zwischen 150.000 und 180.000 Euro und sind aufgrund des Alters der Häuser tendenziell fallend. Ein Großteil der um 1960 entstandenen Bauten ist sanierungsbedürftig, insbesondere die Außendämmung entspricht nicht mehr den modernen Standards.

Im nördlichen Teil des Blumenviertels, im Dahlien- und Geranienweg sowie im Rosenpfad stehen größere Einfamilienhäuser, einige auch auf 1000 Quadratmeter großen Grundstücken.

Eine Bushaltestelle befindet sich auf der Höhe des Tulpenwegs. Für Einkaufsmöglichkeiten laufen oder fahren die Anwohner ein Stück zur Marburger Straße. Die Garagen liegen nicht direkt an den Häusern, sondern entfernt an der Rodtbergstraße – auch das entspricht nicht mehr dem heutigen Wunsch nach Bequemlichkeit.

Kleinlinden

Die besten Wohnlagen in Gießen – Kleinlinden

Kleinlinden im Süden Gießens ist im Grunde ein eigenständiges Dorf innerhalb der Stadt. Die Bewohner schätzen den dörflichen, nicht anonymen Charakter des Stadtteils. Gleichzeitig verfügt Kleinlinden über eine gute Infrastruktur und ist noch recht zentral gelegen, auch dank Stadtbus und Autobahnanschluss. Darüber hinaus befindet sich das Klinikum in der Nähe. Eine Schule, Kindertagesstätten und auch Einkaufsmärkte sind vorhanden, Gewerbegebiete in Lützellinden und Wetzlar sind nah. Der Stadtteil ist beliebt bei Familien und insbesondere bei Beschäftigten des Klinikums.

Immobilien aller Art sind in Kleinlinden zu finden. Im historischen Ortskern befinden sich hundert Jahre alte Gebäude. Dieser Kern ist durch einen Ring mehrerer Neubaugebiete von den 50er- bis zu den 90er-Jahren immer weiter nach außen gewachsen. Einfamilienhäuser kosten zwischen 190.000 bis 300.000 Euro. Im Neubaugebiet an der Waldweide erzielen Häuser bisweilen höhere Preise, wie auch Eigentumswohnungen und Doppelhaus-Hälften für zum Beispiel 260.000 Euro. Ein Grund ist die Identifizierung der Bewohner mit ihrem Stadtteil. Die „Linneser“, die hier aufgewachsen sind, wollen in ihrem Stadtteil wohnen bleiben.

Auch einfache Wohnlagen gibt es hier, insbesondere nördlich innerhalb des Eisenbahndreiecks und im südlichen Teil an der Frankfurter Straße. Die soziale Struktur ist in Kleinlinden entsprechend gemischt.

Klinikviertel

Die besten Wohnlagen in Gießen – Klinikviertel

Das Klinikviertel, das sich zwischen Innenstadt und Kleinlinden entlang der Frankfurter Straße zieht, zeichnet sich durch Vielfalt aus. Viele Mehrfamilienhäuser aus den 60er-Jahren stehen hier. Im Bereich der Wilhelm- und der Liebigstraße sind vereinzelt auch Liebhaber-Gebäude aus dem Jahr zu finden. Alte Häuser sind in Gießen äußerst selten. Im Zweiten Weltkrieg wurden durch schwere Luftangriffe über 80 Prozent der Altstadt zerstört.
Im südlichen Teil, im Musikerviertel, stehen einige mächtige Villen. Der Bereich der Thaer-, der Richard-Wagner- und der Johann-Sebastian-Bach-Straße ist durchaus eine Top-Lage, die den Gebieten am Alten Friedhof und Schwanenteich nicht nachsteht. Die Grundstücke sind bisweilen 1200 Quadratmeter groß. Vor kurzem wechselte hier eine Villa für 700.000 Euro den Besitzer. Ein Reihenendhaus in der Johann-Sebastian-Bach-Straße dagegen wurde vor einigen Wochen für 200.000 Euro verkauft. Makler berichten, ein Renovierungsstau im Objekt drücke bisweilen den Preis.

Zum Aulweg hin stehen vermehrt Wohnblöcke. Vor allem südlich in Richtung Kleinlinden fällt das Gebiet etwas ab. Apartments im Bereich der Hindemithstraße schrecken aufgrund ihrer Sozialstruktur selbst Studenten ab.

Das am Klinikum liegende Viertel verfügt über eine gute Infrastruktur wie Busanbindung und Autobahnanschluss. Es ist allerdings auch nicht das ruhigste Viertel. Straßenverkehr ist zu hören.

Petersweiher

Die besten Wohnlagen in Gießen – Petersweiher

Fünf Kilometer südöstlich der Innenstadt liegt am Fuße des Schiffenbergs inmitten eines Waldgebiets Petersweiher – mit 40 Hektar der kleinste Stadtteil Gießens. Flachdächer prägen das Bild von Petersweiher. In der in den 70er-Jahren geschaffenen Bungalowsiedlung stehen Einfamilien- und Doppelhäuser. Alle sind mit einer ebenen Überdachung versehen. Zwischen 200.000 und 400.000 Euro kostet ein Einfamilienhaus.

Mehrere Bewohner rüsteten vor mehreren Jahren ihre Häuser mit Satteldächern aus – jedoch ohne zuvor die erforderliche Genehmigung dafür einzuholen. Sie mussten nach langwierigen Gerichtsprozessen die Dächer wieder zurückbauen.

Der von Wald umgebene Stadtteil ist idyllisch gelegen. Durch die Siedlung führen viele kleine Fußpfade. Häufigstes Verkehrsschild in Petersweiher ist die Kennzeichnung von Fußwegen.

Petersweiher ist von Gießen allerdings etwas isoliert und abgelegen. In dem Stadtteil selbst gibt es keine einzige Einkaufsmöglichkeit, weder Kindergarten noch Schule. Die Stadtbus-Anbindung steht regelmäßig auf der Tagesordnung der Gießener Stadtverordnetensitzungen. Die Wohnsiedlung orientiert sich zunehmend an das Örtchen Watzenborn-Steinberg, an das es südlich angrenzt.

600 Menschen wohnen in Petersweiher, darunter viele ältere Akademiker. Der Stadtteil überaltert zunehmend. Kinder wohnen kaum noch in dem Viertel.

Schlangenzahl

Die besten Wohnlagen in Gießen – Schlangenzahl

Innerhalb von drei Jahren wurde das
Neubaugebiet Schlangenzahl fast geschlossen
bebaut. Aufgrund der geringen
Bauauflagen haben die Eigentümer ihre
Häuser recht individuell gestaltet. Hier
stehen Villen neben Doppel- und Fertighäusern.
In der Vielfalt der Dachformen,
der Materialien und der Farben sowie in der engen Bebauung sehen Kritiker einen
Makel. Auch die Grundstücke sind
mit 600 bis 700 Quadratmetern vergleichsweise
klein. Die Häuser haben
einen Wert zwischen 250 000 und
500 000 Euro. Das Quartier verfügt über
eine gute Infrastruktur: Eine Kindertagesstätte
entsteht, die Ludwig-Uhland-
Schule ist nah gelegen, und das Naherholungsgebiet
Bergwerkswald lädt zum
Spazieren ein. Allerdings können Anwohner
die Autobahn hören. Viele Juristen,
Informatiker und Ärzte wohnen hier. Letztere können zu Fuß zur Arbeit in die Uniklinik laufen. Die Stadt hat die
Grundstücke bevorzugt an Familien vergeben
– günstig für 175 bis 190 Euro pro
Quadratmeter – und die Käufer auf zehn
Jahre zur Eigennutzung der Immobilie verpflichtet.

Schwanenteich

Die besten Wohnlagen in Gießen – Schwanenteich

Auch das Viertel am Schwanenteich zählt
zu den Toplagen Gießens. In dem behaglichen
Stadtteil überwiegen Einfamilienhäuser
aus den 50er- und 60er-
Jahren, von denen viele ebenfalls sanierungsbedürftig
sind. In der Philosophenund
Pestalozzistraße stehen Villen mit
Wohnflächen von 300 Quadratmetern.
Übliche Preise liegen zwischen 350 000
und 450 000 Euro. Kürzlich fand in der
Pestalozzistraße eine Villa für eine halbe
Million Euro einen Käufer. In der Fröbelstraße
befinden sich einige Mehrfamilienhäuser
und ältere Villen, am Philosophenwald
steht ein Seniorenwohnheim.
In diesen Bereichen und zum Teil
an der verkehrsreichen Eichgärtenallee
liegen die Preise etwas unter dem Durchschnitt
des Viertels. Es gibt hier eine
Schule, einen kleinen Supermarkt und
ein Restaurant. Vorwiegend leben hier
ältere Menschen, die Zahl der Familien
sinkt. Südlich des Viertels befindet sich
eine ehemalige Siedlung des US-Militärs.
Hier sollen Wohnungen entstehen.

capital.de, 31.01.2017
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