ImmobilienLage der Nation – Bremerhaven-Geestemünde

Immobilien-Kompass Karte Bremerhaven-Geestemünde
Immobilien-Kompass Karte Bremerhaven-Geestemünde

Diese Rubrik analysiert für Sie besondere Viertel, Kommunen und unentdeckte Ecken. Sämtliche Miet- und Kaufpreise, Renditen sowie Lagequalitäten für alle deutschen Städte und Kommunen finden Sie – neben 350.000 Immobilienangeboten und verschiedenen nützlichen Tools rund um den Haus- und Wohnungskauf – unter immobilien-kompass.capital.de. Hier geht es direkt zur interaktiven Karte von Bremerhaven-Geestemünde


Wer einen Beleg dafür suchte, dass nicht nur im Osten ganze Landstriche beim Immobilien­boom leer ausgehen, wurde lange an der Nordseeküste fündig – in Bremerhaven: Arbeitslosenzahlen wie in Vorpommern, marode Infrastruktur, kaum Perspektiven. Millionen gab die Küstenstadt aus, um Miethäuser abzureißen, weil niemand darin wohnen wollte. Die Zahlen des iib Dr. Hettenbach Instituts zeigen: Allein zwischen 2007 und 2011 sind die Preise für Bestandswohnungen im Schnitt um über 20 Prozent eingebrochen.

Seither aber haben sich Wohnungen in Bremerhaven um mehr als 80 Prozent verteuert auf etwa 1060 Euro pro Quadratmeter. „Wir haben die Todeszone verlassen“, sagt Norbert Steinborn, Bereichsleiter Wohn- und Geschäftshäuser bei Engel & Völkers in Bremen. Er schreibt dies vor allem der wirtschaftlichen Erholung zu, die die Folgen des Werftensterbens lindert.

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Auf ehemaligen Brachflächen werden mittlerweile Windanlagen gefertigt oder Importautos für den hiesigen Markt umgerüstet. Die (mittlerweile chinesische) Traditionsmarke Borgward fertigt in Bremerhaven künftig womöglich 10.000 Elektromobile pro Jahr. Und selbst wenn daraus nichts wird: Industriebetriebe ziehen zunehmend qualifizierte und gut bezahlte Mitarbeiter an, die Hochschule baut ihre Studiengänge aus. In den vergangenen fünf Jahren ist die Einwohnerzahl so um 5700 auf fast 120.000 gestiegen.

Der Aufschwung lockt sogar ausländische Immobilienkäufer. „Vor drei Jahren investierten hier Osteuropäer, neuerdings Briten“, berichtet Steinborn. Besonders beliebt seien zentrale Lagen wie Mitte, der Bürgerpark oder Geestemünde. Bestandswohnungen werfen dort laut iib-Institut Bruttomietrenditen von gut 6 Prozent ab.

Die unsanierten Altbauten ließen die meisten Neu-Bremerhavener links liegen, so Steinborn. Sie interessierten sich für Mietwohnungen im mittleren Preissegment. Solche Objekte sind indes knapp – und schnell weg.