ImmobilienLage der Nation – Cottbus-Mitte

Immobilien-Kompass Karte Cottbus-Mitte
Immobilien-Kompass Karte Cottbus-Mitte

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77 Großstädte gab es Anfang 2015 in Deutschland – und vielleicht gehört auch Cottbus bald wieder dazu. Ende Juni waren 99.794 Einwohner mit ihrem Hauptwohnsitz in der größten Kommune der Niederlausitz gemeldet. Die prestigeträchtige Zahl 100.000 ist zum Greifen nah.

Kurz vor dem Ende der DDR wohnten knapp 130.000 Menschen in der damaligen Bezirksstadt, nach der Wende schrumpfte Cottbus. Betriebe aus der Braunkohle-, Gas- und Stromwirtschaft entließen Tausende Mitarbeiter. 2015 wurde mit knapp 98.900 Einwohnern der Tiefststand erreicht. Vor allem – aber nicht nur – der Zuzug von Flüchtlingen lässt die Einwohnerzahl nun wieder steigen.

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Am Immobilienmarkt hat die Trendwende bereits vor ein paar Jahren eingesetzt. Die Quadratmeterpreise für Bestandswohnungen sind in Cottbus seit 2009 um rund ein Viertel gestiegen. 10.000 Plattenbauwohnungen wurden seit der Wende abgerissen, zugleich wurden Altbauten im Zentrum saniert und Baulücken geschlossen.

Der Stadtumbau hat sich gelohnt: „Es hat ein richtiger Schub eingesetzt“, sagt Makler André Schedler. Vor allem Kapitalanleger aus dem gut 100 Kilometer entfernten Berlin interessieren sich verstärkt für Objekte in Cottbus. Mit einem mittleren Quadratmeterpreis von 1200 Euro kosten Wohnungen knapp 40 Prozent dessen, was Käufer in Berlin ausgeben müssen. Die Miete beträgt mit fast 5,40 Euro pro Quadratmeter indes circa 60 Prozent des Hauptstadtwerts. Eine Rendite von 5,3 Prozent, wie sie sich in Cottbus erzielen lässt, ist in den meisten Berliner Kiezen utopisch.

Mitarbeiter und Studenten der Universität sorgten für eine stabile Nachfrage auf dem Mietmarkt, berichtet Schedler. Gefragt seien vor allem Lagen in Mitte, wo Wohnungen im Schnitt knapp 1400 Euro pro Qua­dratmeter kosten. Dass der Immobilienmarkt in Cottbus einen Dämpfer erleidet, wenn die Stadt – wie vom Land Brandenburg geplant – demnächst ihre Kreisfreiheit verliert, erwartet er nicht: „Diese Diskussion spielt für uns zum Glück keine Rolle.“