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Immobilienpreise und Mietspiegel: Offenburg

Immobilien- und Mietpreise in Offenburg

Der Immobilienmarkt in Offenburg

Freiwillige und unfreiwillige Verwandtschaften – Die besten Wohnlagen in Offenburg

Wenn im badischen Offenburg etwas von bundesweitem Interesse, wie etwa die Bambi-Verleihung, stattfindet, dann wird der mit knapp 59.000 Einwohnern vergleichsweise beschauliche Ort am Oberrhein im großen Blätterwald nicht selten mit dem hessischen Offenbach verwechselt. Wer die Region kennt, weiß: Die Offenburger leben in einer Gegend, wo es andere zum Urlaub machen hinzieht.
Viele Sonnentage, schöne Landschaften, die Nähe zum Schwarzwald und dem Elsass machen die Gegend attraktiv. Teilweise an den Hanglagen der Vorbergzone des Schwarzwalds mit Blick zur Rheinebene gelegen, bietet Offenburg zwei Dinge im Paket: Stadt- und Landleben.

Seit 1996 ist Offenburg neben dem knapp 60 Kilometer südlich gelegenen Freiburg eines der beiden Oberzentren der Region Südlicher Oberrhein. Es ist zugleich das wirtschaftliche Zentrum der Region Mittlerer Schwarzwald. Im Eurodistrikt kooperiert und arbeitet Offenburg auf zahlreichen Gebieten grenzüberschreitend mit dem nahegelegenen französischen Straßburg zusammen. Namhafte Arbeitgeber wie der Burda-Verlag, die Tesa-Werke, der Süßwarenhersteller Vivil oder der Spülanlagenprimus Meiko haben in Offenburg ihren Sitz. Zudem ist Offenburg Hochschulstandort. Hier werden technische, wirtschaftswissenschaftliche und medienspezifische Studiengänge angeboten. Im Schienenverkehr ist Offenburg wichtiger Knotenpunkt. Die Rheintalbahn mit ICE-Halt, die Schwarzwaldbahn in Richtung Konstanz sowie die Europabahn nach Straßburg führen hier zusammen.

Tendiert in manch anderer Region die Einwohnerentwicklung nach unten, so gab es seit Anfang der 90er-Jahre in Offenburg sogar einen Anstieg der Bevölkerungszahl von über elf Prozent. Amtliche Statistiken prognostizieren bis 2020 weiteres Wachstum um fünf Prozent. Die logische Konsequenz für den Immobilienmarkt: In Offenburg überwiegt die Nachfrage. Das gilt sowohl für Kaufimmobilien als auch für Mietobjekte. Im Vergleich zu den Immobilienpreisen vom 50 Kilometer nördlich gelegenen Baden-Baden und zur Universitätsstadt Freiburg sind die Kosten für ein freistehendes Einfamilienhaus noch moderat. In den Toplagen Offenburgs liegen die Preise zwischen 280.000 und 550.000 Euro. Eine Faustregel gibt es bei den unterschiedlichen Stadtteilen in der Ebene und den Hanglagen, meint der Fachbereichsleiter für Bauservice bei der Stadt Offenburg, Erwin Drixler: „Je höher am Hang, desto höher der Preis.“

Fessenbach

Die besten Wohnlagen von Offenburg – Fessenbach

Fessenbach ist der dritte Ortsteil im Bund der „Rebland-Dörfer“ und steht dem benachbarten Zell-Weierbach, was die Toplagen betrifft, in fast nichts nach. Die Hanglagen im Albersbach, mit Blick auf die Weinberge und dem beginnenden Schwarzwald zählen genauso dazu, wie die Straßenzüge Im Schwarzwäldele, Im Laulesgarten, Im Erb oder Unteres Grundmättle im westlichen Fessenbach.

Etwas günstiger als im benachbarten Zell-Weierbach ist’s hier, sagen die Makler. Die Obergrenze beim neuen freistehenden Eigenheim setzen sie bei 490.000 Euro an. Beim freistehenden Eigenheim aus dem Bestand hängt die Latte bei etwa 425.000 Euro.

Denn: Die Anwohner haben nicht überall den direkten Blick auf die Rheinebene. Eine eigene Hauptschule und einen Supermarkt gibt es auch nicht. Aber der Weg in die Stadt ist in wenigen Minuten zu bewältigen.

Innenstadt

Die besten Wohnlagen von Offenburg – Innenstadt

„Für viele ein Schlaraffenland, für andere ein Handicap“, beurteilt der Bereichsdirektor des Immobiliencenters der Volksbank Offenburg, Siegfried Falk, die Innenstadt: „Für Geschäfte sicher Toplage.“ Die Bewohner hingegen müssen einiges an Lärmbelastung hinnehmen: Die Innenstadt ist nicht nur kreisweit ein Anziehungspunkt zum Shoppen. Hinzu kommen immer mehr Franzosen aus dem benachbarten Elsass, die Offenburg zum Einkaufsbummel für sich entdeckt haben. Zweimal wöchentlich Markt und mehrere Veranstaltungen wie beispielsweise das Weinfest machen die Innenstadt sehr beliebt, für manchen jedoch wegen des steten Trubels nicht mehr bewohnbar. Ein zusätzlicher Malus: Parkplätze für die Anwohner sind Mangelware.

Etwas ruhiger und auch bei den Wohnimmobilien Toplage sind etwa die Kittelgasse in der Nähe der historischen Stadtmauer sowie die Schlossergasse und die Gymnasiumstraße. Immobilien in der Innenstadt zählen kreisweit zu den teuersten: Ein gepflegtes Objekt kann durchaus mehr als eine halbe Million Euro kosten.

Nordweststadt

Die besten Wohnlagen von Offenburg – Nordweststadt

Die Nordweststadt beherbergt einige mittlere und einfache Lagen, aber dennoch gibt es Straßenzüge mit sehr schönen, hochwertigen Häusern.

Einige Schmuckstücke – freistehende Einzelhäuser und Villen, aber auch Stadthäuser – im Jugendstil und aus der Gründerzeit finden sich im Viertel zwischen Straßburger- und Franz-Volk-Straße. Ähnliche Architektur steht in der Okenstraße in Richtung Evangelischer Kirche. Der Nachteil: Die Okenstraße ist stark befahren und deswegen nicht so gefragt bei den Wohnungssuchenden. Im rückwärtigen Bereich in Richtung Haupstraße – hier ist es ruhiger – bewerten die Fachleute das Viertel jedoch als gut. Hier liegen die Preise zwischen 250.000 und 400.000 Euro.

Oststadt

Die besten Wohnlagen von Offenburg – Oststadt

Die Oststadt muss man differenziert betrachten. Schöne Stadthäuser aus der Gründerzeit gibt es entlang des Bahngrabens in der Wilhelmstraße. Nur: Wie sich der Wert dieser Objekte langfristig entwickelt, wollen die Makler derzeit nicht vorhersagen, denn um die Bahntrasse mitten durch den Ort ist ein politischer Streit mit ungewissem Ausgang entbrannt. Den ICE-Halt sehen viele in Offenburg als Segen, doch den Ausbau der Rheintalbahn, einer reinen Gütertrasse, wollen die Bürger nicht. Läuft es nach den Vorstellungen der Bahn, so soll die ausgebaute europäische Güterstrecke mit zwei zusätzlichen Gleisen mitten durch Offenburg führen – für das Unternehmen wäre das die billigste Variante, für die Anwohner jedoch eindeutig die unangenehmste. Die Sache ist noch längst nicht ausgefochten.

Insgesamt bewerten die Makler die Oststadt jedoch als gut. Toplagen gibt es auch. Wer etwas auf sich hält, wohnt in der Schwarzwaldstraße. Gründerzeitvillen und solche neueren Datums stehen hier meist auf großzügigen Grundstücken nebeneinander. Rechtsanwälte und Ärzte leben hier in Nachbarschaft mit der Oberbürgermeisterin Edith Schreiner und einem ehemaligen Landrat.

Weitere 1a-Lagen in der Oststadt: Im Bereich Lindenhöhe und Spitalberg sowie oberhalb des Kalbsbrunnens. Stolz sind die Offenburger übrigens auf die gelungene Umwandlung der ehemaligen französischen Kaserne zum Kulturforum plus Wohngebiet. Hier leben heute viele junge Familien in Häusern mit moderner und individueller Architektur.

So unterschiedlich wie die Lagen sind die Immobilienpreise: Villen können mehr als eine halbe Million Euro kosten, doch einfache Reihenhäuser sind ab 180.000 Euro auf dem Markt.

Rammersweier

Die besten Wohnlagen von Offenburg – Rammersweier

Nach Rammersweier gelangt man über die Moltkestraße durch die nördliche Oststadt. Der Ortsteil mit dörflichem Charakter schmiegt sich in die Senke zwischen Lindenhöhe und den weinbewachsenen Hängen der Vorbergzone des Schwarzwalds. Der typische Weinort mit rund 2500 Einwohnern war bis 1971 eine eigenständige Gemeinde.

In Rammersweier ist man neben dem guten badischen „Tröpfchen“, das hier wächst, stolz darauf, durch das Mountainbike-Weltcup-Rennen, das jährlich stattfindet, jedenfalls bei den Fans dieser Sportart weltweit bekannt geworden zu sein. Zu den Toplagen in Rammersweier zählen das Gebiet um die Fuchshalde, die Bergblickstraße oder an der im Ort gegenüberliegenden Hangseite die Waldstraße. In diesen Lagen können Häuser bis zu 450.000 Euro kosten, anderswo im Ort liegt der Einstiegspreis bei 230.000 Euro. Einen eigenen Supermarkt, einen Kindergarten, eine Grund- und Hautschule und sogar eine Gesamtschule gibt es hier. Was an Infrastruktur – etwa der Friseursalon oder ein Facharzt – nicht direkt im Dorf vorhanden ist, ist in wenigen Minuten in der Offenburger Oststadt oder der Kernstadt zu erreichen.

Waltersweier

Die besten Wohnlagen von Offenburg – Waltersweier

Ruhig, dörflicher Charakter, in der Ebene gelegen – das ist Waltersweier im Nordwesten Offenburgs, ein typisches Dorf auf dem platten Umland. Die Preise gestalten sich in Waltersweier etwas günstiger als in den „Rebland-Dörfern“, dafür gibt’s keinen Panoramablick. Eine eigene Schule oder einen Supermarkt hat Waltersweier nicht. Das Angebot beim öffentlichen Nahverkehr ist nicht so gut wie etwa in den Reblanddörfern. Die Preise für ein freistehendes Eigenheim bewegen sich zwischen 240.000 und 380.000 Euro.

Zell-Weierbach

Die besten Wohnlagen von Offenburg – Zell-Weierbach

Zell-Weierbach, ebenfalls seit 1971 Ortsteil von Offenburg, schließt sich südlich beinahe nahtlos an Rammersweier an und ist das zweite der so genannten „Rebland-Dörfer“. In ruhiger Lage wohnen die Menschen hier in einer richtigen Idylle.

Gleich drei Gebiete bewerten die Fachleute als Toplagen. Im Bereich Sonnenhalde, Laublindenweg oder auf dem gegenüberliegenden Lerchenberg wohnen in der Regel Bürger mit höherem Einkommen. Auch die Häuser an den Hanglagen am Königenberg, Drehersacker oder im Bühnig muss man sich leisten können. Für ein freistehendes Eigenheim aus dem Bestand sind in Zell-Weierbach bis zu 450.000 Euro fällig. Für ein neues sogar bis zu 510.000 Euro.

Die im Vergleich zu den Nachbarorten etwas höheren Preise liegen bei den besseren Lagen von Zell-Weierbach in der Regel an einer besseren Aussicht und einem noch ansprecherenden Ambiente. Die Infrastruktur und kurze Wegstrecken in die Ost- und Kernstadt sind mit Rammersweier vergleichbar.

capital.de, 31.01.2017
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