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Immobilienpreise und Mietspiegel: Montabaur

Immobilien- und Mietpreise in Montabaur

Der Immobilienmarkt in Montabaur

Boom im Westerwald – Die besten Wohnlagen in Montabaur

Einst galt der Westerwald mit seinem Dreh- und Angelpunkt Mon­tabaur als ärmliche Mittelgebirgsgegend. Doch das ist längst vorbei. „Wir erleben einen Boom mit Arbeitsmarktdaten wie in Baden-Württemberg“, sagt Kurt Schwaderlapp selbstbewusst. Der Makler betreut einen großen Teil des Westerwald-Immobilienangebots. Montabaur ist eine seiner wichtigsten Lagen. Zwar profitiert die Stadt auch von ihrer Nähe zu Koblenz und vom ICE-Bahnhof an der Strecke Frankfurt–Köln, doch Schwaderlapp hält die regionale Wirtschaftskraft selbst für entscheidend. Die stärken unter anderem den Dienstleister United Internet und den Kunststoffspezialisten Klöckner Pentaplast sowie viele andere Mittelständlern.
Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen und viel freies Bauland prägen das Angebot auf dem Immobilienmarkt – alles extrem günstig im Vergleich zum Rhein-Main-Gebiet. In den vergangenen Jahren haben sich Käufer kräftig am Bestand aus den 90er-Jahren bedient. Damals war übertrieben viel Wohnraum geschaffen worden. Die Preise zogen zunächst stark an, sackten dann aber ab. Erst in den ­vergangenen Jahren fand das Überangebot auch die entsprechende Nachfrage. „Bei den Bestandsimmobilien ist der Markt inzwischen weitgehend leer gefegt“, so Schwaderlapp. Noch habe sich das kaum in Preissteigerungen niedergeschlagen, moderate Anstiege seien aber zu erwarten.

Die Politik hat auf die große Nachfrage reagiert und weist neues Bauland aus. Das aktuell größte Projekt ist das Mischgebiet Aubachviertel zwischen ICE-Bahnhof und historischem Bahnhof: 7,7 Hektar Grund, dessen Vermarktung gerade anläuft.

Am Wassergraben

Die besten Wohnanlagen in Montabaur – Am Wassergraben

Im Südwesten der Innenstadt liegt das Wohngebiet Am Wassergraben. Diese Top-Lage Montabaurs liegt zwischen einer grünen Senke, durch die ein sich aus dem Spießweiher speisender Bach verläuft, und der Koblenzer Straße. Hier wohnt man idyllisch im Grünen mit Freizeitangeboten wie Tennisplatz, Freibad und Hallenbad an der Weserstraße in unmittelbarer Nähe. Nach Süden schließt sich ein Naturschutzgebiet rund um den Spießweiher an.

Die durchschnittliche Grundstücksgröße liegt bei 600 Quadratmetern, die Bauten stammen größtenteils aus den 80er- und 90er-Jahren, als viele Unternehmer hier neu gebaut haben. Preislich liegen Einfamilienhäuser zwischen 250.000 und 400.000 Euro. Besonders gehoben sind die Straßenzüge im Westen sowie der Promenadenweg im Norden. Direkt an der Koblenzer Straße muss man mit vermehrtem Verkehrsaufkommen sowie dem Blick ins Gewerbegebiet leben.

Alberthöhe

Die besten Wohnlagen in Montabaur – Alberthöhe

Bei dem Baugebiet aus den 60er-Jahren handelt es sich um ein reines Wohngebiet. Aufgrund des aktuell stattfindenden Generationenwechsels sind derzeit vermehrt Angebote aus dem Bereich der Bestandsimmobilien am Markt zu finden. Baulücken hingegen gibt es nur wenige. Die Grundstücke sind hier im Schnitt um die 600 bis 800 Quadratmeter groß. Von der gen Süden geneigten Halbhöhenlage genießt man sogar Schlossblick – vorausgesetzt man wohnt im vorderen Bereich der Alberthöhe 1. Dafür muss man in Kauf nehmen, dass die Nordseite etwas weniger Sonne abbekommt und gelegentlich der ICE zu hören ist. Während dieser Bereich von freistehenden Einfamilienhäusern geprägt ist, stehen im sich westlich der Albertstraße anschließenden Gebiet Alberthöhe 2 vermehrt Mehrfamilien- und Reihenhäuser.

Von hier ist es dafür nur ein kurzer Fußweg bis zum Schulzentrum zwischen Humboldtstraße und der Von-Bodelschwingh-Straße, das vielfältige Schulformen bietet. Auch das Landesmusikgymnasium Rheinland-Pfalz ist hier ansässig. „Der große Vorteil an der Alberhöhe ist, dass die Wege in die Innenstadt kurz und alle Einkaufsmöglichkeiten daher fußläufig zu erreichen sind“, bescheinigt Harald Quirnbach von der Volksbank dem beliebten Viertel. Auch der amtierende Bürgermeister der Kreisstadt weiß die angenehmen Seiten zu schätzen und hat hier sein Domizil.

Am Himmelfeld

Die besten Wohnanlagen in Montabaur – Am Himmelfeld

Das Wohngebiet Himmelfeld im Osten der Stadt wurde Ende der 70er-Jahre erschlossen. Zu Zeiten des Wirtschaftsaufschwungs in den 70er- und 80er-Jahren wurden hier großzügige Bungalows und imposante Villen gebaut. In den 90er-Jahren kamen Eigentumswohnungen mit gehobener Ausstattung hinzu. Viele der hiesigen Immobilienbesitzer genießen Schlossblick.

Die alte Flurbezeichnung Himmelfeld mit dem nordöstlich liegenden Himmelberg war namensgebend für das Wohnviertel. Es ist geprägt durch eine offene, aufgelockerte Bauweise und den mit einer Durchschnittsgröße von 800 bis 1000 Quadratmetern weitläufigen Grundstücken. In Ausnahmefällen können diese auch bis zu 1500 Quadratmeter groß sein. Wie in den meisten Montabaurer Stadtteilen gibt es auch hier nur wenige Eigentumswohnungen. Die Anwohner am südlichen Rand des Wohngebiets leben stadtnah, während für Bewohner des nördlichen Teils ein Auto für Einkäufe von Vorteil ist. Dafür profitieren sie von den angrenzenden Wanderwegen durch Wald und Wiesen. Während die östliche Partie zu den Top-Lagen von Montabaur zählt und auch der Innenbereich eine sehr ruhige Wohnlage darstellt, liegen die Randbereiche nahe der A3 im Norden, der B49 im Westen beziehungsweise der Landstraße Richtung Limburg im Süden – mit der entsprechenden Geräuschkulisse.

„Hinsichtlich der Sonneneinstrahlung punktet das Himmelfeld“, meint der Immobilienmakler C. Eberhard Görg von Görg Immobilien. Hier genießen Anwohner noch lange die Abendsonne, während sie in anderen Montabaurer Stadtteilen nicht mehr zu sehen ist. In dem in südlicher Hanglage ausgerichteten Viertel sind überwiegend freistehende Einfamilienhäuser aus dem Bestand auf dem Markt. Diese kosten in der Regel etwa um die 400.000 Euro – in Ausnahmefällen erzielen Luxusimmobilien mit Schlossblick auch mal bis zu einer Millionen Euro. Allerdings kommen hier selten Objekte auf den Markt. Das könnte sich in einigen Jahren ändern, wenn der Generationswechsel einsetzt.

Christches Weiher

Die besten Wohnanlagen in Montabaur – Christches Weiher

Das jüngste Neubaugebiet der Stadt ist das um die Jahrtausendwende eröffnete Wohngebiet Christches Weiher, das sich zu einer insbesondere bei jungen Familien beliebten Lage entwickelt hat. Es schließt sich westlich an die Alberthöhe an und reicht von der Weserstraße bis zur Humboldtstraße, von der Elgendorfer Straße im Norden bis zur Eder- beziehungsweise Werrastraße im Süden. Inzwischen sind nur noch wenige Restgrundstücke zu haben. Die Flurstücke sind etwas kleiner als am Himmelfeld; die Bodenrichtwerte erreichen bis zu 200 Euro pro Quadratmeter.

Das Viertel ist geprägt durch eine sehr unterschiedliche Bauweise – hier stehen vor allem Einfamilienhäuser und ein paar Mehrfamilienhäuser, ebenso Doppelhaushälften und eine Handvoll Reihenhäuser. Eigentumswohnungen sucht man jedoch vergebens. Harald Quirnbach von der Volksbank betont: „Hier gibt es eine höchst abwechslungsreiche Architektur zu bestaunen – das sieht man schon an den unterschiedlichen Dachformen. Zudem legen die Eigentümer Wert auf regenerative Energie. Auf vielen Dächern sind zum Beispiel Solarkollektoren oder Photovoltaikanlagen angebracht.“

Die Bevölkerung ist hier gut gemischt: Neben dem Bankvorstand wohnt ein Malermeister, neben dem Arzt im Ruhestand eine Familie mit kleinen Kindern. Zu den Top-Lagen von Christches Weiher gehört zum Beispiel die Ederstraße im westlichen Ausläufer des Wohngebiets. Ähnlich dem Himmelfeld ist man von hier mit dem Auto in nur fünf Minuten in der Stadt und lebt gleichzeitig nah am Grünen.

Elgendorf

Die besten Wohnanlagen in Montabaur – Elgendorf

Elgendorf liegt nördlich von Horressen und ebenfalls im Westen von Montabaur. Bei dem Ort handelt es sich wie bei den anderen eingemeindeten Ortschaften um einen reinen Häusermarkt. Die höchsten Bodenrichtwerte liegen hier verglichen mit anderen guten Lagen mit 105 Euro eher im unteren Bereich. Die 1400-Einwohner-Ortschaft liegt auf 256 bis 310 Metern Höhe und so hat man von hier aus eine schöne Fernsicht. Doch wenn Häuser hier im Schnitt um die 200.000 Euro kosten, so muss man bei einer Immobilie mit Schlossblick gleich etwas tiefer in die Tasche greifen. Die guten Lagen finden sich hier im Südwesten und im Südosten, abgewandt von der Autobahntrasse.

Im Westen grenzt Elgendorf direkt an den Staatsforst; im Norden führt in geringer Entfernung die A3 vorbei, mittlerweile mit Lärmschutzwall. „Seitdem hat sich die Wohnqualität für die Elgendorfer erheblich verbessert“, erzählt Gerhard Kins von Kins Immobilien. Ein kleiner Supermarkt deckt den täglichen Bedarf; für größere Einkäufe muss man in die Gewerbegebiete von Montabaur oder in die Innenstadt fahren. Dies ist auch dank der Busanbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich. Aufgrund seines Namens haben sich die Elgendorfer den Elch als Wappentier auserkoren und rund um ihren Ort zum Großteil in Eigenleistung den Elch-Wanderweg ausgewiesen.

Horressen

Die besten Wohnanlagen in Montabaur – Horressen

Mit seinem ehemaligen Namen „Orusin“ (Niederlassung auf sumpfigem Boden) hat Horressen heute nichts mehr zu tun. Seit 1727 trägt der 1900 Einwohner große Ort seinen jetzigen Namen und gehört nach einer Phase der Selbständigkeit seit Beginn der 70er-Jahre wieder zu Montabaur. Idyllisch gelegen – zwischen Streuobstwiesen und Getreidefeldern im Osten sowie dem bereits zum Naturpark Nassau gehörenden Stadtwald im Westen – liegt der größte Stadtteil Montabaurs außerhalb des Stadtkerns. Über die Westerwaldstraße und die anschließende Landstraße L327 gelangt man mit dem Auto in nur fünf Minuten zum ICE-Bahnhof oder in die nur drei Kilometer entfernte Innenstadt. Auch ein Bus verkehrt regelmäßig zwischen Horressen und dem Stadtzentrum beziehungsweise dem ICE-Bahnhof. Die Einkaufsmöglichkeiten vor Ort sind eher knapp, aber zu den Lebensmittelketten in Montabaur ist es nicht weit – vorausgesetzt, man ist mit dem Auto unterwegs.

Das Freizeitangebot hingegen ist abwechslungsreich: Neben einem Musik- und einem Reitverein gibt es einen Fußball- und einen Tennisplatz. Auch für Kinderbetreuung ist gesorgt. Richtung Elgendorf liegt die Waldschule, eine Grundschule mit Turnhalle, Sportplatz, Verkehrserziehungsplatz, Schulgarten und weiteren pädagogischen Angeboten. Über die Stadtgrenze hinaus bekannt ist der Ort unter anderem für ein gut sortiertes Whiskeygeschäft mit regelmäßig stattfindenden Verkostungsevents. Außerdem kann man hier die größte Krippensammlung von Rheinland-Pfalz bewundern.

„Die Bodenrichtwerte liegen mit 130 Euro pro Quadratmeter schon eher im oberen Bereich“, merkt Harald Quirmbach von der Volksbank an. Die guten Lagen von Horressen liegen im Neubaugebiet im Nordosten zwischen Mainzer Straße und Im Wiesengrund sowie im Osten entlang des Herrenhahnwegs mit Blick Richtung Bachaue. Auch die direkt an den Wald angrenzende Waldstraße im Südwesten von Horressen gehört zu den begehrteren Lagen. Hier muss man etwa 200.000 Euro für ein Einfamilienhaus einplanen.

capital.de, 31.01.2017
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