Immobilien-Kompass-Karte Aktuelle Preise für Miete und Kauf in Deutschland

Immobilienpreise und Mietspiegel: Rosenheim

Immobilien- und Mietpreise in Rosenheim

Der Immobilienmarkt in Rosenheim

Idyll mit Wirtschaftskraft – Die besten Wohnlagen in Rosenheim

Auch wer auf Platz zwei landet, kann sich als Sieger fühlen – wenn der erste Rang von München belegt ist. Das gilt nicht nur beim Fußball, sondern auch bei Ranglisten von Städten. Rosenheim nun hat diesen Coup gelandet: Im deutschlandweiten Ranking von Aberdeen Research bekam es die Silbermedaille. Beurteilt wurden dabei Demografie, Einkommens- und Haushaltsentwicklung, Wohnungsausgaben, Infrastruktur sowie die erwartete wirtschaftliche Entwicklung bis 2020.

Gründe für die wirtschaftliche Solidität sind der gewachsene Mittelstand und der gesunde Branchenmix mit Weltmarktführern wie Hoffmann Propeller, Kathrein Antennen oder Krones (Abfüll- und Verpackungstechnik). Unter anderem ihnen ist eine durchschnittliche Arbeitslosenquote von nur 3,4 Prozent zu verdanken. Aber auch als Hochschulstandort kann Rosenheim sich sehen lassen. Die Hochschule ist zwar mit 4500 Studenten klein, aber mit dem Fachbereich Holzwirtschaft weltweit anerkannt.

Auch mit hohem Freizeitwert und malerischer Lage kann Rosenheim punkten. Die Berge bieten Ski- und Wandergebiete sowie bayrisches Postkartenidyll, rund 300 Seen liegen in der Nähe genauso wie Innsbruck und Salzburg. Und durch die Landesgartenschau 2010 ist noch einiges an Freizeitmöglichkeiten dazugekommen: Auf dem Gelände wurden Landschaftsparks gestaltet und an der Mangfall entstanden eine Kajakstrecke sowie ein Treibholzgarten – alles mitten in der Innenstadt.

Alles in allem kein Wunder also, dass Rosenheim als Wohn- und Investitionsort beliebt ist. Die Nachfrage nach Wohnimmobilien stieg in den letzten Jahren deutlich an, die Preise folgten. „Zwar haben sich die Kaufpreise seit Mitte der 90er-Jahre zunächst relativ konstant gehalten“, so Johann Hainz, Diplom-Sachverständiger (DIA) und Sprecher des Immobilienverbunds Rosenheim, „doch seit der Finanzkrise haben wir auch in Rosenheim immer mehr Kapitalanleger, die ihr Geld lieber in Betongeld anlegen wollen als in Aktien.“
Hauspreise reichen inzwischen von 250.000 bis 1,5 Millionen Euro. Wohnungen kosten zwischen 1000 und 3500 Euro, die Mieten reichen von 6 bis 10 Euro pro Quadratmeter.

Die relativ hohen Preise sind auch eine Folge der geringen Bautätigkeiten in der Stadt. Vor allem neue Mehrfamilienhäuser entstanden kaum. Das zeigt nun seine Wirkung. „Wir sehen inzwischen eine deutliche Angebotsverknappung“, erläutert Hainz die Entwicklung, „außerdem wandelt sich die Käufer- und Mieterstruktur. Inzwischen ziehen immer mehr Menschen der Generation 50+ zurück in die Stadt.“ Gesucht würden daher vor allem hochwertige Häuser und Wohnungen mit Aufzug.

Entstehen solche Wohnungen, sind sie sofort verkauft oder vermietet. Als Beispiel können die knapp 180 Wohnungen rund um Innstraße/Sonnenstraße im Zentrum dienen, die im Rahmen der Landesgartenschau gebaut wurden und weggingen wie warme Semmeln. Größere Neubauvorhaben bei Wohnimmobilien gibt es aber derzeit nicht mehr.

Dafür soll an anderer, ebenfalls wichtiger Stelle gebaut werden. Nach der Modernisierung des Bahnhofs sind nun die Flächen dran, die dabei frei wurden. Auf dem fast 20 Hektar großen, letzten innenstadtnahen Großgelände plant die Stadtverwaltung ein Hotel – hier hat Rosenheim deutlichen Nachholbedarf –, medizinische Versorgungseinrichtungen, Fachmärkte und Nahversorger. Aber auch ein Technologiecampus und Bildungseinrichtungen sollen folgen. Das ist ein richtiger Schritt für die Zukunft, denn Rosenheim kann mit Bevölkerungswachstum rechnen. Das statistische Landesamt geht in seiner jüngsten Prognose von drei Prozent in den nächsten zwei Jahrzehnten aus; die Stadt hält diese Rechnung für zu konservativ.

Für ein anderes, lange geplantes Projekt hat die Stadt endlich Rechtssicherheit: Der Bau der B15 Westtangente soll vor allem den Ortsteil Westerndorf St. Peter entlasten. Derzeit donnern auf der B15 zahlreiche LKW aus den Nachbarländern mitten durch den Ort – die Westtangente würde den Stadtteil umgehen. Um jedoch in absehbarer Zeit wenigstens den Spatenstich für den ersten Bauabschnitt im Süden realisieren zu können, muss nun die Finanzierung gesichert werden.

Zentrum

Die besten Wohnlagen in Rosenheim – Zentrum

Die Innenstadt ist beliebt. Die Lagen reichen von einfach nördlich der Gießereistraße bis top rund um Am Stocket und östlich der Samer- und Frühlingsstraße. Mietwohnungen sind in allen Lagen relativ gut zu bekommen. Rund um den Bahnhof finden viele Studenten kleine Appartements, etwa in den Hochhäusern der Eidstraße. Wer schöne Altbauwohnungen mag, wird am lebhaften Max-Josefs-Platz mit seiner typischen Inn-Architektur fündig. Unrenovierte Wohnungen kosten hier zwischen 5,50 und 6 Euro, renovierte bis 8 Euro pro Quadratmeter.

Mehr Geduld als Mieter müssen Kaufwillige mitbringen. Einfamilienhäuser zum Beispiel kommen in der Innenstadt so gut wie gar auf dem Markt. Besitzer, die keinen zwingenden Grund haben, ihre Häuser zu verkaufen, tun das derzeit auch nicht, so die Makler. Wer deshalb Am Stocket ein Haus mit Grundstück findet, bezahlt, was verlangt wird. Da gehen die Preise schnell deutlich über eine Million Euro, in der Spitze sogar bis 1,5 Millionen.

Auch das Angebot an Neubauten ist knapp. Zwar gab es im Umfeld der Landesgartenschau 2010 auch noble Bauprojekte in exklusiver Lage, doch die 84 Wohnungen an der Innterrasse und die 57 Wohnungen an der Sonnenstraße sind bereits verkauft bzw vermietet. Ähnlich sieht es mit den 15 Wohnungen am Hermann- Gröber-Weg und den 22 Wohnungen am Binderweg aus.

Nun soll noch am Mühlbachbogen, einem ehemaligen Gewerbeareal, eine weitere Anlage mit Wohnungen, Büro- und Praxisräumen entstehen, doch noch sind die Pläne nicht in trockenen Tüchern. Viele Rosenheimer stemmen sich dagegen, da das Ergebnis des Architekturwettbewerbs eine sehr dichte Bebauung vorsah. Die Stadt verhandelt deshalb noch mit der Grundstücksgesellschaft.

Pang

Die besten Wohnlagen in Rosenheim – Pang

Große Grundstücke, viel Grün und Ruhe sorgen in dem südlichen Stadtteil für eine gute Wohnqualität. Die Infrastruktur ist im Ort selbst mit Grundschule, Dorfladen und Bäckerei etwas dürftig, zu den nächsten größeren Geschäften braucht man aber mit dem Auto nur fünf Minuten. Badefreunde sind im Sommer gut bedient:
Mit dem Fahrrad sind es oft nur wenige Minuten zum nächsten See, etwa den idyllischen Happinger Badeseen. Besonders Familien schätzen den Ort, aber auch Pendler ziehen wegen der guten Anbindung an die A 8 gerne hierher.

Die Nachfrage ist gut und treibt die Preise manchmal in ungewöhnliche Höhe. „Ein Bestandsobjekt mit 300 Quadratmeter Wohnfläche und über 1200 Quadratmeter Grund – das hat man in der Rosenheimer Gegend bei frei stehenden Häusern durchaus öfter – hat einen Kaufpreis von über einer Million Euro erzielt“, so Makler Peter Friesacher.

Normalerweise aber muss man nicht ganz so tief in die Tasche greifen. Ein Haus aus dem Bestand mit maximal 600 bis 700 Quadratmeter Grund schlägt in guter Lage mit 400.000 bis 550.000 Euro zu Buche. Allerdings müssen die Häuser dann oft noch energetisch saniert werden.
Wer lieber einen Neubau will, hat es in Pang schwer. Gebaut wird wenig, und wenn sind die Objekte schnell verkauft – zu Preisen bis 800.000 Euro.

Aising

Die besten Wohnlagen in Rosenheim – Aising

Von Aising ist man, genau wie von Pang aus, schnell auf der Autobahn, doch die Bebauung ist dichter und wirkt städtischer. Dennoch kann man seine Freizeit gut draußen verbringen: Neben einem Sportplatz gibt es auch viele Wander- und Radwege entlang der Mangfall. Auch sonst ist die Infrastruktur mit Kindergarten, Grundschule, mehreren Supermärkten, Metzgerei und Sparkasse gut. Aising ist daher besonders bei Familien und bei Pendlern beliebt.

Doch üppig ist das Wohnangebot auch hier nicht. Vor allem Wohnungen sind knapp. Bei Häusern sieht es etwas besser aus. Neubauten kosten meist zwischen 380.000 und 800.000 Euro. In der Neubausiedlung Aisinger-Wies ist es etwas günstiger; dort bekommt man eine Doppelhaushälfte schon mal für 350.000 Euro. Wer in Aising lieber auf Bestand zurückgreift, zahlt zwischen 350.000 und 440.000 Euro.

Fürstätt

Die besten Wohnlagen in Rosenheim – Fürstätt

Der historische Kern des Stadtteils, Alt-Fürstätt, ist ländlich angehaucht, der Stil der Häuser ist traditionell mit Lüftlmalerei und Geranien. Um den Dorfkern herum findet man aber auch neuere Bebauung mit schönen Einfamilienhäusern und Villen.

Obwohl der Ort klein ist, glänzt er mit zwei großen Kirchen, ein paar Kapellen und einem alteingesessenes Gasthaus mit romantischem Biergarten und dazugehörigem Hotel.

So viel Idyll hat seinen Preis. Einfamilienhäuser kosten schnell um die 500.000 Euro und mehr. Wer eine Wohnung zur Miete sucht, kann für 7,50 bis 8 Euro pro Quadratmeter in einem renovierten Bauernhaus fündig werden.

Schloßberg

Die besten Wohnlagen in Rosenheim – Schloßberg

Schloßberg ist eine der Top- Wohngegenden in Rosenheim. Kein Wunder, hat man doch neben dem herrlichen Blick auf die Stadt und die Alpenkette noch fast alles vor der Haustür, was die Region an Naherholung und Sportmöglichkeiten zu bieten hat. Ein Schloss jedoch sucht man dort aber vergeblich. Die 1150 vom Hallgrafen von Wasserburg erbaute Burg wurde im spanischen Erbfolgekrieg zerstört, die Ruine verfiel weiter über die Jahrhunderte.

Stattdessen prägen nun Einfamilienhäuser der 50er- und 60er-Jahre das gewachsene Viertel, ein paar Villen und Neubauten finden sich auch dazwischen. Wer einmal hier wohnt, zieht meist nicht wieder weg. Und so kommen kaum Häuser auf den Markt, bei Wohnungen sieht es nicht anders aus.

Wird dennoch verkauft, sind die Preise entsprechend hoch. So wurde ein Einfamilienhaus, Baujahr Ende der 70er-Jahre, mit 240 Quadratmeter Wohnfläche und 900 Quadratmeter Grund für 570.000 Euro verkauft. Unrenoviert, dennoch war es schnell weg. Eine Luxusimmobilie mit 1500 Quadratmeter Grund und 300 Quadratmeter Wohnfläche wechselte für 1,5 bis 2 Millionen Euro den Besitzer.

Aber auch Doppel- und Reihenhäuser sind in kürzester Zeit verkauft, wenn sie denn auf den Markt kommen. „Länger als vier Wochen liegt selten ein Haus im Regal, wenn Preis und Objekt stimmen – manchmal reichen auch schon drei Tage“, so Makler Peter Friesacher.

Westerndorf/St. Peter/Egarten

Die besten Wohnlagen in Rosenheim – Westerndorf/St. Peter/Egarten:

Der Ortsteil ist dörflich. Vor allem Einfamilienhäuser mit großen Gärten prägen das Bild. Reihenhäuser und Doppelhäuser sind kaum, Wohnanlagen gar nicht zu finden. Die Infrastruktur ist gut, vor allem für Familien: Kindergarten, Schule, ein großer Abenteuer-Spielplatz, ein gut sortierter Dorfladen, ein Supermarkt und mehrere Banken sind in Laufnähe. Vor allem aber zieht der Freizeitwert. Die Mangfallauen liegen nur wenige Minuten entfernt, die Wanderwege führen oft direkt an den Häusern vorbei.

Diese Vorzüge haben in den vergangenen Jahren zu Preissteigerungen geführt. Makler Friesacher nennt als Beispiel ein Haus, Baujahr 1990, mit 145 Quadratmeter Wohnfläche und über 400 Quadratmeter Grund, für das der Verkäufer vor zwei Jahren 325.000 Euro haben wollte. Verkauft wurde es für 300.000. Heute, so der Makler, seien solche Glücksfälle für Käufer nicht mehr drin. Inzwischen müssen sie für ein Einfamilienhaus aus dem Bestand mit mindestens 350.000 Euro rechnen, in einer ruhigen Wohnlage wie in der Hailerstraße und Möslstraße gehen die Preise in der Regel bis 430.000 Euro hoch. Neubauten kosten bis 450.000 Euro.

Die Preise werden langfristig, so schätzen Makler, weiter nach oben ziehen. Denn ein Problem wird wohl bald verschwinden, oder sich zumindest stark verringern: Die B15, die derzeit noch stark befahren ist, geht quer durch den Ortsteil. Staus und Lärm sind vor allem zu den Stoßzeiten Alltag. Nun aber soll es aber bald ruhiger werden für die autogeplagten Westerndorfer. Endlich soll die Westtangente, eine Umgehungsstraße, kommen und den Fernverkehr abziehen. Davon würde das ganze Viertel profitieren. Einen Zeitplan gibt es aber noch nicht.

capital.de, 31.01.2017
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