Immobilien-Kompass-Karte Aktuelle Preise für Miete und Kauf in Deutschland

Immobilienpreise und Mietspiegel: Fulda

Immobilien- und Mietpreise in Fulda

Der Immobilienmarkt in Fulda

Begehrte Innenstadt – Die besten Wohnlagen in Fulda

Einmal im Jahr rückt Fulda ins Rampenlicht der bundesweiten Medien. Jeden September treffen sich die deutschen katholischen Bischöfe am Grab des heiligen Bonifatius zur Vollversammlung. So stabil wie die Übermacht der Katholiken sind auch der Arbeitsmarkt und die politischen Verhältnisse in Fulda.
Die Arbeitslosenquote im Landkreis Fulda ist traditionell eine der niedrigsten im Bundesland; bei hessenweiten Vergleichstests schneiden die osthessischen Schulen fast immer am besten ab. Die politische Dominanz der CDU ist seit dem Zweiten Weltkrieg unumstößlich. Ein Regionalranking bescheinigt Fulda und seinen Bewohnern Sparsamkeit und Solidität. Für Investoren bedeutet das stabile Rahmenbedingungen.

Makler registrieren in Fulda stabile Preise auf dem Käufer- und dem Mietermarkt. Die Kreisstadt profitiert von einem Trend zum Wohnen in der Stadt. Während im Umland die Häuserpreise mit wachsender Entfernung von der Metropole sinken und in Orten in Rhön und Vogelsberg Leerstände zum wachsenden Problem werden, kann man für gute Immobilien in guten, zentralen Wohnlagen in Fulda sogar etwas mehr verlangen als vor zwei, drei Jahren. Als Oberzentrum profitiert Fulda von einer demografischen Prognose, die der Stadt leichte Zuwächse und dem Landkreis stabile Einwohnerzahlen vorhersagen. Der Bedarf an Wohnraum wird bleiben. Fuldas Bedeutung als politisches und Handelszentrum liegt auch daran, dass ihm im Umkreis von 100 Kilometern kein Oberzentrum Konkurrenz macht. Frankfurt, Gießen, Kassel, Erfurt, Würzburg – sie alle liegen mindestens eine Autostunde von Fulda entfernt.

Attraktive Wohnungen sind schneller vermietet als früher, was nach Einschätzung der Makler Franz Heimann und Georg Sticherling auch daran liegt, dass in den vergangenen Jahren deutlich weniger Mietimmobilien gebaut wurden. Wichtige Ausnahme von der Zurückhaltung im Wohnungsbau ist die von einer privaten Investorin finanzierte, hochwertig gebaute und im oberen Preissegment vermarktete Immobilie „Wohnen Plus“ mit 70 Wohnungen direkt am Schlosspark.

Fulda ist ein Gewinner der deutschen Einheit. Ehemals abgelegen im Zonenrandgebiet und abhängig von staatlichen Zuschüssen, gehört Fulda nach dem Urteil des Zukunftsforschers Mathias Horx heute zu den „Power-Regionen“. Es liegt in der Mitte Deutschlands mit ICE-Anschluss, Autobahnverbindungen in alle vier Himmelsrichtungen und dem Frankfurter Flughafen nur eine Autostunde entfernt. Mit dem ICE ist man in drei Stunden in Berlin, München, Hamburg und Düsseldorf. Zur guten Infrastruktur gehören die Fachhochschule und ein Klinikum als Maximalversorger.

Nach der Einheit 1989/90 boomten Wirtschaft und Immobilienmarkt in Fulda. Die Einwohnerzahl des Ballungsraums Fulda – dazu gehören neben Fulda die Gemeinden Petersberg, Künzell und Eichenzell – mit seinen heute 100.000 Einwohnern stieg um mehr als Zehntel. Die Zahl der Einpendler wuchs auf rund 19.000. Zugleich pendeln hoch qualifizierte Fuldaer mit dem ICE oder auf der A 66 ins Rhein-Main-Gebiet.

Als die US-Army 1994 ihre Garnison mit 3500 Soldaten komplett räumte, wurden nicht nur viele Mietwohnungen frei, sondern auch das Gelände des früheren Hubschrauberlandeplatzes der Army. Auf diesem Areal legte die Stadt Fulda mit der Fulda Galerie einen neuen Stadtteil an. Weil der Stadtteil weiter ab von der Innenstadt liegt als andere Wohngebiete, gehört er aber bis heute nicht zu den wirklich gefragten Stadtteilen.

Frauenberg

Die besten Wohnlagen in Fulda – Frauenberg

Nach Einschätzung der Fuldaer Makler ist der Frauenberg zwischen dem Dom und dem Franziskaner-Kloster Frauenberg das begehrteste und teuerste Wohnviertel Fuldas. „Wohnungen und Häuser waren hier bis vor ein paar Jahren nur unter der Hand zu bekommen“, erklärt Makler Heimann. Der Bewohner erreicht Bahnhof und Schlosstheater bequem zu Fuß, das Umfeld ist ruhig und gepflegt. Freistehende Häuser werden bis heute nur selten angeboten, häufiger zu finden sind Wohnungen in zwei- bis vierstöckigen Gebäuden. Zum Teil kann man einen schönen Fernblick genießen. Unbebaute Grundstücke gibt es praktisch nicht. Nach Einschätzung der Makler Otto Bongartz, Guido Karl Prinzhorn und Florian von Lewinski lebt der Frauenberg aber auch von seinem guten Image. Beinahe jeden Preis würden Käufer – anders als noch vor wenigen Jahren – nicht mehr bezahlen.

Horas/Aschenberg

Die besten Wohnlagen in Fulda – Horas/Aschenberg

Ein etabliertes, begehrtes Wohnviertel sind die Hänge des Aschenbergs. „Dieser Stadtteil ist eine oft verkannte Perle“, sagt Makler Sticherling. Die Makler sprechen allerdings lieber von Horas, denn mit dem Begriff Aschenberg verbinden viele Fuldaer vor allem die Hochhäuser auf dem Plateau des Berges mit seinem hohen Anteil an Migranten und seien sozialen Problemen. Oberbürgermeister Gerhard Möller ist es zwar gelungen, auch mithilfe von Bundesprogrammen die Lage auf dem Aschenberg bemerkenswert zu verbessern, aber einen guten Ruf erhielt der Stadtteil damit noch nicht.

Am Aschenberg grenzen einfache und ausgezeichnete Wohnlage direkt aneinander – seit Jahrzehnten ohne Konflikte. „Eine Straße trennt Welten“, sagt Makler von Lewinski. Die Hochhäuser stehen auf dem Bergplateau, die Bungalows an den Hängen. In den 60er- und 70er-Jahren wurden zahlreiche Einfamilienhäuser an den Südhang mit Blick auf die Fulda gebaut, viele als eingeschossige Flachbauten. Das Viertel ist grün, ruhig und sozial homogen. Das Hauptproblem für Verkäufer dürfte sein, dass die 30 bis 40 Jahre alten Häuser vom Käufer erst einmal energetisch saniert werden müssen, um heutigen Standards zu entsprechen. Für den eigenen Swimmingpool im Keller, die in den Bungalows am Hang des Aschenbergs besonders häufig vorkommen, bekommen die Verkäufer nach Erfahrung der Makler heute kaum noch Geld.

Musikerviertel

Die besten Wohnlagen in Fulda – Musikerviertel

Das Musikerviertel an der Stadtgrenze zu Künzell ist ein ruhiges und sehr homogen bebautes Viertel. Seine Attraktivität beruht auch auf der Nähe zum Klinikum und zum Werk von Goodyear sowie seiner guten Anbindung an die Innenstadt. Allerdings gilt hier ähnliches wie für den Aschenberg: Nur eine Straße weiter von dem relativ eng bebauten Viertel stehen große Mehrfamilienhäuser. Das Viertel ist beliebt, aber der Wert steht dem der ersten fünf genannten Viertel etwas nach.

Neuenberg

Die besten Wohnlagen in Fulda – Neuenberg

Ebenfalls auf dem Sprung, dem Frauenberg die Pole-Position streitig zu machen, ist der Stadtteil Neuenberg, ein alter Fuldaer Stadtteil, der an seinen Rändern in den vergangenen drei bis vier Jahren bei Käufern enorm an Attraktivität gewonnen hat. Hier sind die Neubauten in ihrer Optik höchst unterschiedlich. Zum Teil wurden alte Häuser abgerissen. Das Viertel besitzt einen hohen Freizeitwert. Man ist zu Fuß schnell in der Fulda-Aue, mit dem Rad im Nu in der Innenstadt und genießt in vielen Bereichen einen Blick auf Fulda und bis in die Rhön. Das soziale Umfeld stimmt. Ein wichtiger Grund für die neue Attraktivität Neuenbergs ist die wachsende Sensibilität der Bauherren, die nicht mehr jede Strecke mit dem Auto fahren wollen. Durchgangsverkehr gibt es nicht. Viele Grundstücke besitzen einen großen Garten.

Rauschenberg

Die besten Wohnlagen in Fulda – Rauschenberg

Etwas weiter vom Stadtzentrum entfernt ist der Rauschenberg, der zum Teil zu Fulda, zum größeren Teil zur Gemeinde Petersberg gehört. Die Grundstücke liegen überwiegend am Hang, die Nachbarschaft ist sozial homogen. Hier lebt man entweder im Schatten der Liobakirche, einer der ältesten romanischen Kirchen Deutschlands, oder mit Blick auf diese Wallfahrtskirche. „Was der Taunus für Frankfurt ist, ist der Rauschenberg für Fulda. Das Image ist ausgezeichnet“, sagt Otto Bongartz. „Der Rauschenberg ist begehrt, allerdings wird bei den Häusern sehr genau hingesehen“, urteilt Makler Guido Karl Prinzhorn.

Tränke

Die besten Wohnlagen in Fulda – Tränke

Dieser Stadtteil schickt sich an, dem Frauenberg seinen Rang als begehrstetes Viertel abzujagen. In der Tränke zwischen Fulda-Aue und Innenstadt wohnt man sehr ruhig und nah am Grünen, aber auch sehr dicht beisammen. Die Grundstücke sind meist 300 bis 400 Quadratmeter klein, die Häuser stehen oft unmittelbar nebeneinander. Die Straße Tränke selbst wird von einem kleinen Bach durchzogen, die der Straße ihren Namen gab. Im Bereich Maglianastraße wird noch gebaut, aber große Flächenreserven sind in dem Quartier nicht vorhanden. Eine Vergrößerung des Viertels ist nicht möglich, denn es ist durch den Dom, die Fulda-Aue, das neu gebaute Sozialgericht und die Domschule klar eingegrenzt. Durch strikte Vorgaben an die Bebauung, über die sich die Bauherren oft zunächst ärgerten, hat die Stadt Fulda für eine harmonierende Häuserlandschaft gesorgt.

capital.de, 31.01.2017
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