KolumneHalbzeit 2020: 6 Fragen zur Reflexion

Lena Wittneben
Lena WittnebenPR

Fernab der Floskel „wie die Zeit vergeht“, spricht der Blick in den Kalender eine klare Sprache: In einem halben Jahr ist Neujahr! So sinnvoll es auch ist „im Hier und Jetzt“ zu leben, den Moment zu genießen und nicht permanent in der Vergangenheit zu wühlen oder die Zukunft zu prognostizieren: Wollen wir den Status quo ändern und unsere Ziele erreichen, ist es ratsam, heute unsere Zukunft zu gestalten. Wir sollten den Blick und die Gedanken darauf richten, was wir mittelfristig verwirklichen wollen.

Vielleicht mit den Füßen im (innerdeutschen?) Sand und noch einem knappen halben Jahr vor uns können wir jetzt Ideen, Vorhaben und Pläne neu justieren und mit voller Kraft voraus durchstarten.

Die Corona-Monate waren und sind eine harte Zäsur. Viele leiden unter den wirtschaftlichen, gesundheitlichen und persönlichen Auswirkungen und werden auch noch die Spätfolgen spüren.

Das ist die passende Gelegenheit, um genau jetzt zu planen, worauf wir am Silvesterabend oder Neujahrmorgen zufrieden, stolz, dankbar und glücklich (zurück)schauen wollen. Sechs Fragen, um zur Halbzeit innezuhalten und motiviert, mutig und voller Zuversicht weiterzumachen:

  1. Habe ich „smarte“ (spezifische, messbare, attraktive, realistische – und terminbare) Ziele in den Bereichen Job, Familie, Freunde, Partnerschaft, Gesundheit, Sinn, Gemeinschaft, Finanzen, die ich bis zum Jahresende verwirklicht wissen will? Hierbei ist es ratsam, sich mal einen kompletten (Sonn)Tag zu gönnen, um mit Stift und Papier die eigenen Ziele en détail aufzuschreiben.
  2. Trage ich für meine eigenen Grundbedürfnisse wie Erholung, Schlaf, Ernährung, Bewegung genügend Sorge – was kann ich gegebenenfalls verändern, um mich noch besser zu fühlen – ohne dabei dem „Selbstoptimierungswahn“ zu verfallen?
  3. Welche meiner Tätigkeiten bringen mich und / oder meine Unternehmung und Arbeit am meisten voran? Räume ich diesen Tätigkeiten ausreichend Zeit ein? Und wie kann ich für mehr freie Zeiten in den kommenden sechs Monaten sorgen?
  4. Womit muss ich aufhören, wenn ich meine (unternehmerischen) Ziele verwirklichen will?
  5. Welche Facetten und Eigenschaften habe ich in Corona-Zeiten an mir kennengelernt, auf die ich stolz bin und die mir Rückenwind bei der Erreichung meiner Ziele geben?
  6. Was kann ich heute als ersten Schritt tun, damit sich meine Ziele erfüllen?

Nehmen Sie sich ausreichend Zeit. Die wenigsten Antworten sprudeln ad hoc heraus.

 


Lena Wittneben schreibt hier regelmäßig für Capital.de. Sie ist systemischer Coach, Gedächtnistrainerin und Speakerin – mehr unter lena-wittneben.de Der wöchentliche Interview Podcast „There is a crack in everything…“ ist gratis auf ItunesSpotify oder ihrer Webseite abrufbar.