KolumneEin einfacher Tipp für mentale Erholung am Morgen

Lena WittnebenMike Schaefer/PR

Mit welchen Klängen und Geräuschen starten Sie in Ihren Morgen? Vogelgezwitscher, Hundegebell, Kinderlachen oder -geschrei? Straßenlärm, Radiowecker, Sprachassistenten Nachrichten, TV oder mit einem „Guten Morgen“ von Partner/in oder Familie? Vielleicht auch in totaler Stille? Welche Töne uns auch immer am Morgen zuerst erreichen: Auch unser Hörsinn ist schon ganz früh – bereits ab dem vierten Schwangerschaftsmonat – vollkommen entwickelt und wir können als Embryos bereits jedwede Geräusche und Musik aus der Außenwelt wahrnehmen.

Und gleichsam bleibt uns Musik auch bis ins hohe Alter und die letzten Tage im Gedächtnis präsent. Musik und Töne sind in unserem Gehirn über das limbische System stark emotional verknüpft und Erinnerungen an Melodien bleiben daher selbst bei hochbetagten Menschen mit starken Gedächtnis Beeinträchtigungen häufig erhalten. Oftmals können diese sogar noch Melodien aus der Kindheit mitsummen.

In meinem „Bestseller“-Workshop „Stopp den digitalen Dauerrausch“ gibt es eine Übung, in der ich den Teilnehmer/innen ein kurzes Medley aus Fernsehserienmelodien der 80er- und 90er-Jahre vorspiele. Anschließend sollen sie erraten, um welche Serienmelodie es sich handelt.

Ich blicke immer in verzückte Gesichter, wenn die ersten Takte von Alf, Schwarzwald Klinik, A-Team, Denver, Magnum oder dem Dschungelbuch erklingen. Meist werden alle Stücke erraten, obwohl wir die Serien meist über Jahrzehnte nicht mehr gesehen und „gehört“ haben.Und vielleicht haben Sie selbst einmal Musiklisten mit den Top-Titeln Ihres Lebens erstellt?  Die wahre Kunst besteht für mich hierbei – wie bei fast allem- jedoch in der Reduktion.

Musik hilft bei der mentalen Entspannung

Die eigenen Top-100-Titel aufzuschreiben fällt vermutlich nicht sonderlich schwer. Sich hingegen auf die zehn liebsten Songs zu beschränken dafür umso mehr. Und je nach Tagesverfassung und Erinnerungsvermögen wird es vermutlich auch eine unterschiedliche Hitliste.

Was sind Ihre zehn liebsten Musikstücke? Erinnern Sie noch das erste Konzert und die erste selbstgekaufte Platte, CD oder Musikkassette? Haben Sie Erinnerungen an selbstgebastelte Mixtapes oder den ersten Liebeskummer Song, Songs aus ersten Disco-Nächten oder Urlaubssongs? Lieblingssongs schaffen es uns mit wenigen Tönen aus dem Moment zu reißen und uns zu stärken, trösten, motivieren oder uns ad hoc an freudige, außergewöhnliche, wundervolle oder absurde Erlebnisse, Abenteuer, Menschen und Ereignisse zu erinnern.

In der aktuellen Zeit ist und bleibt es wichtiger denn je, gut für uns zu sorgen. Mental erholt, zuversichtlich, optimistisch und gestärkt auch die kommenden Wochen ganzheitlich gesund zu bleiben. Musik kann uns dabei zielführend unterstützen, um bei guter Stimmung zu bleiben. Erstellten Sie Ihre Top 10 Playlist mit den Songs, die Ihnen Kraft und Freude schenken und starten Sie diese gleich am Morgen!

Außerdem ist Musik eine effektive Möglichkeit, um mental erholt zu bleiben: Mit Kopfhörern binauralen Beats, die der Tiefenentspannung dienen, zu lauschen. Playlisten finden sich auf allen Musik- oder Videostreaming-Portalen.

Laut Wikipedia entstehen binaurale Beats als Sinneseindruck, wenn dem Gehör auf jedem Ohr ein separater Ton mit leicht abweichender Frequenz dargeboten wird. Viele Menschen empfinden den Klang purer Sinustöne als unangenehm, daher werden die binauralen Beats meist in Trägersounds wie Naturgeräusche oder harmonische Kompositionen eingebettet.

Viel Freude beim Hören!

 


Lena Wittneben schreibt hier regelmäßig für Capital.de. Sie ist systemische Coach, Gedächtnistrainerin, Autorin & Marketing Beraterin – mehr unter lena-wittneben.de Ihr Interview Podcast „There is a crack in everything…“ ist gratis auf ItunesSpotify oder ihrer Webseite abrufbar.