Jahresstart4 Impulse für ein erfolgreiches Jahr

Lena Wittneben
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Ob bereits am Neujahrsabend oder spätestens Ende Februar, viele Vorhaben bleiben auf der Strecke. Warum nicht fernab von den klassischen Vorsätzen zunächst an der eigenen Haltung schrauben und das inflationär gebrauchte Coaching-Wort Mindset mit kleinen Impulsen und Ideen auf ganzheitliche Zufriedenheit kalibrieren, um uns selbst und unseren Mitmenschen mit mehr Wohlwollen zu begegnen? Vier Ideen zum Loslegen!

#1 Nein sagen

Höflichkeit, Pflichtgefühl, Angst vor Ablehnung oder Bammel davor, die Alternative zu wählen? Die Gründe, warum uns die vier Buchstaben häufig so schwer über die Lippen kommen sind vielfältig. „Nein ist ein vollständiger Satz“ und bedarf nicht einer ellenlangen Erklärung oder gar Entschuldigung. Warum in 2020 nicht mit einem „Nein“ bei Dingen und unspektakulären Anfragen starten, wo wir wenig Verlust, Gegenwind oder arg enttäuschte Blicke ernten?

Die ersten Erfolge und positiven Erfahrungen wappnen uns für die großen „Neins“. Starten Sie mit kleinen Schritten: Nein zum Weinbar-Abend mit der Bekannten aus dem Fitness-Studio, die doch nur über ihre kaputte Beziehung lamentiert und in Negativmonologen Lebenszeit klaut. Ein Nein zum Kollegen, der uns erneut in letzter Minute mit Hundeblick darum bittet, die Präsentation feinzuschleifen. Er selbst taucht häufig ab, wenn er um Unterstützung gebeten wird.

Bei den größeren Neins können wir zunächst Bedenkzeit aussprechen, um in Ruhe zu entscheiden, ob wir ja zur Alternative sagen und was wir schlimmstenfalls bei unserer Absage befürchten. Der Worst Case entspringt oftmals nur unserer Fantasie. Hilfreich ist es zudem sich zu erinnern, wie oft wir selbst ein Nein von unseren Mitmenschen kassieren und diese vermutlich auch weder in die Hölle geschickt haben oder am Boden zerstört waren.

Starten Sie noch heut Ihr „Nein Muskel Training“ und überlegen Sie in welchen Situationen Sie „Ja“ sagen und „Nein“ meinten.

#2 Danke statt Entschuldigung

Wie anstrengend es doch für uns und unsere Umwelt wird, sobald wir wieder ein „Sorry“ in epischer Breite ausführen und erklären, weshalb es uns diesmal so leidtut. Keine Frage: Sich für einen handfesten Fauxpas aufrichtig und ehrlich zu entschuldigen, gehört zum menschlichen Miteinander! Doch warum eine Entschuldigung nicht mal durch ein simples „Danke“ ersetzen?

Anstatt eine marginale Verspätung beim Konferenzauftakt umständlich zu erklären und schlimmstenfalls zu Kreuz zu kriechen, kann manch einfach sagen: „Danke, dass Sie auf mich gewartet haben“. Beim Dinner am Abend mit Freunden nicht das sportlich gewürzte Dressing entschuldigen, sondern sich bedanken, dass die Gäste für die eigenen „Experimentierkünste“ aus der Küche offen sind. Ein Danke schenkt Souveränität, Augenhöhe und bestenfalls Lacher von beiden Seiten!