Kolumne4 Dinge, die wir von Christian Rach lernen können

Christian Rach
Christian Rach

Christian Rach ist ein über die Grenzen hinaus bekannter Spitzenkoch, Kochbuchautor und seit rund 15 Jahren TV-Profi und Kopf sämtlicher preisgekrönter Unterhaltungsdokus rund um Restaurants. In früheren Jahren war er auch Gastronom mit mehrfach prämierten Restaurants.

Den Erfolg verdankt Rach vor allem seinem Durchhaltevermögen von Anfang an: Nach dem Studium der Philosophie und Mathematik lernt er den Kochberuf in Frankreich von der Pike auf. Hier erlebt er alle Herausforderungen, die eine Lehre in der Gastronomie mit sich bringt. Sechs Tage Wochen, lange Arbeitstage, wenig Freizeit, harte körperliche Arbeit. Doch Rachs Erfolgszutaten haben ihn weiter gebracht:

#1 Entscheidungsstärke

In der Küche herrscht das „Highlander Prinzip“: Es kann nur einen geben, der entscheidet. Jeder Handgriff muss sitzen, es muss zügig und präzise gearbeitet werden. Andernfalls läuft kein Gastronomiebetrieb erfolgreich. Rach appelliert branchenunabhängig zu mehr Entschlusskraft!

#2 Respekt

Ganz egal, ob es um glückliche Restaurantbesucher oder zufriedene und motivierte Teammitglieder geht, ist Respekt der Schlüssel für ganzheitlichen und langfristigen Erfolg. Nur während der turbulenten Küchenarbeit zählt allein das Wort des Chefkochs. Davor und danach erweisen gemeinsame Diskussionen über Vorgehensweisen allen Mitarbeitern den notwendigen Respekt.

#3 Chancen ergreifen und aufzeigen

Christian Rachs Kreativität nährt sich aus Neugierde und Tatendrang. Er wagt sich gern an Neues heran, arbeitet mit viel Freude und hoher Intensität. Dinge, die noch nicht gemacht worden sind, entdeckt er sofort. Als Anhänger der „Chancen und Möglichkeiten“ ist Rach immer mit offenen Augen und einem ebensolchen Geist unterwegs. Doch viele Menschen seien sich gerade dieser Chancen nicht bewusst, meint er. Es liege in unserer gesellschaftlichen Verantwortung, Schwächeren Chancen aufzuzeigen und anzubieten.

#4 Hilfe annehmen

Rach wählte in seiner Laufbahn stets den schwierigen Weg – von Beginn an. Fernab von Unterstützung und Netzwerken stellt er in Eigenregie die Weichen für seine Karriere und folgte seinem Weg. Heute empfiehlt er, Hilfe anzubieten und auch selbst anzunehmen sowie Netzwerke zu stricken. Sein Alleingang war bedingt seine Abneigung gegen geschlossene und elitäre Zirkel. Wenn netzwerken, dann bitte mit Offenheit!