ExklusivDigitallabore tun sich schwer mit Kommerzialisierung

Mitarbeiter im SAP Innovation Center in PotsdamSAP

Die digitalen Innovationseinheiten deutscher Konzerne spielen auch in der Corona-Krise eine Rolle, haben aber große Schwierigkeiten, ihre Projekte wirtschaftlich tragfähig zu machen. Das ist das Ergebnis der vierten gemeinsamen Studie des Wirtschaftsmagazins Capital (Ausgabe 7/2020) und der Hamburger Management-Beratung Infront Consulting. Die Studie ist die größte dieser Art im deutschsprachigen Raum, deren Ergebnisse die Grundlage der jährlichen Auszeichnung der derzeit besten Einheiten bilden.

Die neue Capital ist am 18. Juni erschienen

Im Jahr 2020 gehören die Digitallabore von Eurowings, Lufthansa, Pro Sieben Sat 1 und Qiagen zu den Gewinnern. Die Analyse beruht auf der Auswerung von Online-Fragebögen und anschließenden persönlichen Interviews.

„Wir sehen zu wenig Erfolge, was Skalierung und Kommerzialisierung angeht“, erklärt Felix Lau, Studienautor von Infront. Vor allem Industrieunternehmen tun sich schwer, jenseits von ihrem Kerngeschäft neue Geschäftsmodelle aufzubauen und ihnen zu einer wirtschaftlich relevanten Größe zu verhelfen.

Zusätzlich zur allgemeinen Bewertung wurde im Jahr 2020 auch die Leistung der Digitallabore in der Corona-Krise untersucht. Dabei zeigte sich, dass die Labore bei der Einrichtung von Homeoffice-Arbeitsplätzen und digitalen Instrumenten schnell helfen konnten, aber auch eigene Projekte im Umgang mit der Pandemie auf die Beine stellten. „In der Corona-Krise waren die Labs, die an schnelle Lösungen für unsichere Umfelder gewöhnt sind, oft eine gute Hilfe“, sagt Studienautor Thomas Sindemann gegenüber Capital. Dies sei jedoch „keine Versicherung dafür, dass die Labs langfristig gedeihen“.

 


Eine ausführliche Auswertung der Studie lesen Sie in Capital 7/2020. Interesse an Capital? Hier geht es zum Abo-Shop, wo Sie die Print-Ausgabe bestellen können. Unsere Digital-Ausgabe gibt es bei iTunes und GooglePlay