AutobiografieMichael Mauer: Porsche 964

Michael Mauer verantwortet als Designchef von Porsche den Look der weltberühmten Sportwagen aus SüddeutschlandPR

Eigentlich beschäftigt sich Michael Mauer mit den Autos von morgen und übermorgen. Wovon träumen die Kunden in fünf oder zehn Jahren, fragt sich der Designchef von Porsche. „Viele Mitarbeiter hier fahren historische Porsche“, stellte Michael Mauer fest, als er 2004 in Zuffenhausen anfing. Er konnte sich aber nicht wirklich für die alten Modelle erwärmen. „Ein altes Auto bringt mir nicht den Spaß, den ich in einem GT3 habe, das ist für mich einer der emotionalsten Porsche, die es gibt.“

Diese Folge aus unserer Reihe „Autobiografie“ ist in Capital 07/2020 erschienen

Gute Fahrleistung im klassischen 911-Design, das müsste es sein, dachte sich Michael Mauer und kam auf die Idee, aus dem von 1989 bis 1994 gebauten Modell 964 seinen Traum-Porsche zu bauen. „Der 964 hat noch die Urform des 911, ist aber schon ein modernes Auto“, sagte sich der 57-jährige Designer und startete mit dem Tuner AP Car Design das Projekt M1M. Bis ins Detail arbeitete Mauer an seinem Traumwagen und verbesserte ihn in vielen Details. „Die Farbe nennt sich Modegrau. Sie bringt das pure Design des 964 zum Ausdruck.“ Innen wählte er ein klassisches Porsche-Tartan-Muster für Sitze, Armaturenträger und Überrollbügel.

Außen musste sogar die kleine Lippe des ausfahrbaren Spoilers weichen, um die Hecklinie nicht zu stören: „Maximal puristisch und clean sollte das Auto sein.“ Und leicht: Einige Kilo verlor der Porsche allein durch dünnere Teppiche. Um „leistungsmäßig mithalten zu können“ (Mauer), wurde in die breite „Turbo“-Karosserie ein zeitgenössischer 3,8-Liter-Motor mit 311 PS montiert. Und wie fährt sich der Porsche M1M jetzt? „Sensationell“, sagt Mauer.

 


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