AutobiografiePeter Fuß: Mercedes 300 SL Roadster

Peter Fuß ist Partner und Automobilexperte der Wirtschaftsprüfung und Unternehmensberatung EY
Peter Fuß ist Partner und Automobilexperte der Wirtschaftsprüfung und Unternehmensberatung EYPeter Wolff

Eigentlich beschäftigt sich Peter Fuß mit Themen wie der Mobilität von morgen. Er ist Partner und Autoexperte der Wirtschaftsprüfung und Unternehmensberatung EY. Doch in der Mittagspause taucht er gerne in die Mobilität von gestern ein – bei einer Spritztour mit seinem Mercedes 300 SL Roadster von 1958. „Wenn ich den Zündschlüssel drehe, höre ich zuerst nur die Benzinpumpe surren, dann trete ich in eine andere Welt ein“, erzählt Fuß. „Sobald dann der Motor startet, fühle ich mich wie im siebten Himmel.“

Fuß, geboren 1961, ist Autoenthusiast in zweiter Generation: „Mein Vater hatte einen Mercedes 190 D. Daher wohl die Begeisterung für Mercedes.“ Mit sechs Jahren bekam Fuß ein Siku-Modell des 300 SL geschenkt, das er noch immer hat. Von da an wuchs in ihm der Wunsch, irgendwann ein solches Auto im Original zu besitzen. Vor zwölf Jahren konnte er ihn sich erfüllen.

„Man merkt dem Wagen seine Renngene an“, sagt Fuß. „Der Motor, ein Direkteinspritzer, seiner Zeit um Jahrzehnte voraus, giert nach Drehzahlen. Es ist kein Problem, mit dem SL über 200 Sachen zu fahren.“ 235 km/h steht in den Papieren, was 1958 jede Vorstellungskraft sprengte.

Drei Oldtimerrallyes fährt Fuß mit dem Wagen pro Jahr. „Das Auto muss bewegt, gewartet und gepflegt werden.“ Dass Leidenschaft auch etwas mit Leiden zu tun hat, lernte er, als ihm die Werkstatt für einen neuen Zündverteiler den Preis einer C-Klasse abverlangen wollte. Ersatzteile seien ein Problem, sagt Fuß. „Es wird in Zukunft immer schwieriger, diese Autos auf der Straße zu halten.“