Life-Hack6 Tipps, um lästige Gewohnheiten abzulegen

#1 Akzeptanz des Prozesses

Wenn sich Gewohnheiten über lange Zeit, vielleicht über Jahrzehnte eingespielt haben, braucht es eine gewisse Zeit – manchmal sogar Monate – sie zu ändern. Es ist wichtig, das zunächst einmal anzunehmen, um dann entsprechend die Geduld und auch die Beharrlichkeit an den Tag zu legen, die für Veränderung erforderlich sind. Nur wenn das verstanden und akzeptiert wird, lässt man sich nicht so schnell entmutigen in diesem Prozess vom Ablegen hinderlicher Routinen und beim immer auch wieder mal hineinfallen in alte Muster.

#2 In welche Richtung soll es gehen?

Am Anfang steht also die Einsicht und Realisierung, dass man auf der falschen Autobahn unterwegs ist. An zweiter Steller steht die Frage: Wo ist die Ausfahrt? Was kann und will ich konkret ändern? Hierbei hilft die Reflexion und Spiegelung von außen – Feedback von Freunden, der Familie oder einem Coach oder Therapeuten. Wichtig ist auch, sich immer wieder darüber klar zu werden, in welche Richtung es gehen soll, ein Zukunftsbild zu entwerfen und dieses präsent zu haben.

#3 Phasen des Widerstands

Die ersten Hürden, die in Veränderungsprozessen auftauchen, sind Widerstände. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, alte Muster können sperrig sein. Eigentlich will man es, aber… Hier gilt es dran zu bleiben und sich immer wieder bewusst zu machen, warum man sich für die Veränderung entschieden hat. Am Anfang sind neue Routinen ungewohnt, mit der Zeit werden sie dann zu einer neuen Gewohnheit und schließlich müssen wir gar nicht mehr drüber nachdenken.

#4 Tricks zur Überlistung

Es ist ein Prozess wie beim Nussknacken: Stück für Stück muss man die eingefahrenen Gewohnheiten aufbrechen. Manche Nüsse sind schwerer zu knacken als andere. Und manchmal muss man sich selbst überlisten. Ein Trick dabei: Bilder nutzen. Wie fühlt sich das Alte an? Und wie fühlt sich das Neue an? Das Neue und Gute ist oft ein Kraftmoment und für diesen Kraftmoment gilt es ein inneres Bild zu finden – wie im Kino: mit bunten Farben, einer lebendigen Szene, einer Melodie oder mit einem bestimmten Satz, der an das Neue erinnert. Wenn man merkt, man fällt zurück in alte Schleifen, dann kann man immer wieder dieses kraftvolle Bild vom Neuen rausholen.

#5 Stur wiederholen

Oft gibt es nicht den einen großen Durchbruch, sondern viele kleine stetige Schritte. Man muss dranbleiben und stur üben wie Autofahren. Werkzeuge die man eintrainiert, werden irgendwann ganz normal. Die Neurowissenschaft sagt, dass man zum Einüben neuer Muster mindestens 21 Tage dranbleiben muss.

#6 Kleine Hilfsmittel

Es gibt die kleinen Dinge zwischendrin, die beim Veränderungsprozess unterstützen können: kleine Pausen, kurze Bewegungsphasen und stille Momente wie z.B. beim Spazierengehen oder in Meditation. Oder auch Zeit für Dankbarkeit in den Alltag einbauen, in denen man sich an schon erfolgte Veränderungen erinnert und sich Wertschätzung für die eigenen Bemühungen gibt – sich bewusst macht, was da ist. Und Regenerationsphasen sollte man sich gönnen und in das eigene Leben einplanen. Schließlich hilft auch ein altes Hausmittel: Humor.