KarriereNeuer Job: 6 Tipps für die erste Zeit

Start in den neuen Job: So gelingt esimago images / agefotostock

# 1 Neue Namen lernen

Nach den ersten Vorstellungsrunden mit neuen Gesichtern in zweistelliger Höhe brummt einem schnell der Schädel. Niemand wird pikiert sein, wenn Sie seinen Namen am ersten Tag noch nicht abgespeichert haben. Geben Sie sich aber Mühe, zumindest die Namen ihrer engsten Kollegen und Vorgesetzten so schnell wie möglich zu verinnerlichen, um nicht unkonzentriert oder gar uninteressiert an der Person zu wirken.

# 2 Viele Fragen stellen

Wer nicht fragt, bleibt dumm: Dieser schlaue Spruch gilt auch am neuen Arbeitsplatz. Haben Sie keine Scheu, Fragen zu stellen oder nachzuhaken, wenn Sie das Gefühl haben, etwas nicht hundertprozentig verstanden zu haben. In den ersten Tagen oder auch Wochen ist noch alles erlaubt, niemand erwartet von ihnen, von Beginn an perfekt eingearbeitet zu sein. Irgendwann ist die Schonfrist jedoch hervor, und erst nach der Probezeit eine Frage zu einem Thema zu stellen, das elementar zu ihren Aufgaben gehört, kann peinlich werden.

# 3 Unternehmenskultur und Hierarchien kennenlernen

Augen und Ohren immer und überall auf – das gilt in der ersten Zeit besonders. Auf welche Gepflogenheiten wird Wert gelegt, welches Outfit ist üblich, wer kann gut mit wem und wer gar nicht miteinander, unterhalten sich Kollegen auch mal privat, welche möglichen Macken hat der Chef, wem darf man wo auf keinen Fall ins Gehege kommen? Neben den beruflichen Tätigkeiten ist in der Anfangszeit vor allem das, was zwischen den Zeilen steht, in Erfahrung zu bringen – um Fettnäpfchen zu vermeiden, sich wichtigen internen Netzwerken anzuschließen oder die Grenzen des eigenen Verantwortungsbereichs nicht zu übertreten.

# 4 Motivation und Interessen zeigen

Geht es darum, freiwillig unbeliebte oder zusätzliche Aufgaben zu übernehmen und dafür auch mal länger zu bleiben, haben Sie anfangs keine Wahl: Ihre Hand muss sofort in die Höhe schnellen. Das wird so von Ihnen erwartet – und da mussten vor Ihnen vermutlich auch alle anderen durch. Direkt zu versuchen, sich klein und unsichtbar zu machen, macht mit Blick auf Ihre Motivation und Ihr Engagement einen sehr schlechten Eindruck. Agieren Sie aber auch nicht zu forsch und kommen jeden Tag mit einer vermeintlich guten Idee um die Ecke. Seien Sie zu Beginn lieber etwas zurückhaltender und bringen sich erst dann ein, wenn Sie genau abgescannt haben, wie das Unternehmen und konkret Ihr Team ticken.

# 5 Beziehungen aufbauen

Fragen Ihre Kollegen Sie, ob Sie noch mit ein Bier trinken gehen, sagen Sie freudig ja, aber niemals nein. Zum einen, weil Sie sich tatsächlich freuen dürfen, wenn man Sie direkt dabeihaben möchte. Zum anderen, weil sonst auch wieder der Eindruck mangelnden Interesses entstehen und Sie schnell zum Außenseiter abgestempelt werden könnten – und das ist im Job in der Regel niemals hilfreich. Um mit den Kollegen warm zu werden, machen Sie wann und wo immer möglich ein bisschen Smalltalk – im Aufzug, am Kopierer, am Kaffeeautomaten. Bei Mitarbeitern, die Ihnen dabei umgehend jede Menge Klatsch und Tratsch aus dem Team servieren, sollten Sie indes vorsichtig sein.

# 6 Um Feedback bitten

Viele Menschen sind nicht gut darin, sich selbst einzuschätzen – und befürchten im neuen Job dann eher, den Erwartungen möglicherweise nicht zu genügen, als einen Bombenstart hingelegt zu haben. Um schnell Klarheit zu haben, bitten Sie nach den ersten vier Wochen oder spätestens den ersten drei Monaten um Feedback. Das muss nicht sofort von höchster Stelle sein, Sie können auch formlos im Kreis der engsten Kollegen fragen, wie diese Ihre Performance sehen – und wo Sie sich möglicherweise mehr oder ein anderes Vorgehen wünschten. Damit zeigen Sie auch, dass Sie konstruktive Kritik nicht scheuen.

 


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