Ausbildungsstudie Deutschlands Top-Ausbilder

Symbolbild Ausbildung
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© McPHOTO / IMAGO
Nach der Pandemie sortieren sich viele Ausbildungsberufe neu. Wo das am besten gelingt, zeigt die jüngste Capital-Studie „Deutschlands beste Ausbilder“
Alle Angaben in Prozent. Differenz zu  100 durch Rundung.    Quelle: Studie von Capital/Ausbildung.de
Alle Angaben in Prozent. Differenz zu 100 durch Rundung. Quelle: Studie von Capital/Ausbildung.de

Was der Kern von Ausbildung ist, zeigt sich etwa bei der Deutschen Bahn. Da demonstrieren Ausbilder im Triebwagen angehenden Lokführern die Funktionen des ICE: eng nebeneinander im Führerstand, ein Fingerzeig, fragen, antworten, ausprobieren – so funktioniert das Lernen im betrieblichen Alltag unter Anleitung erfahrener Praktiker.

Doch die Umsetzung dieses Prinzips war in der Pandemie nicht einfach. Corona hat selbst das weltweit hochgelobte duale Ausbildungssystem in Deutschland einem Stresstest unterzogen. Mehr als die Hälfte der Unternehmen sagen, die Pandemie habe deutliche oder gar extreme Auswirkungen auf die Ausbildung. Mehr als ein Drittel sind der Überzeugung, dass es dadurch zu Qualitätseinbußen bei der Lehre kommt.

Alle Angaben in Prozent. Differenz zu  100 durch Rundung.    Quelle: Studie von Capital/Ausbildung.de
Alle Angaben in Prozent. Differenz zu 100 durch Rundung. Quelle: Studie von Capital/Ausbildung.de

Diese Einschätzung geht aus Antworten in der Studie „Deutschlands beste Ausbilder“ hervor, die Capital zum fünften Mal in Folge gemeinsam mit den Personalmarketing-Experten von Territory Embrace und der Talentplattform ausbildung.de erhoben hat. Insgesamt 652 Personalverantwortliche von Konzernen, mittelständischen Betrieben, staatlichen Organisationen bis hin zu Handwerksbetrieben haben sich an der Befragung beteiligt. Sie repräsentieren rund vier Millionen Angestellte und 118.000 Auszubildende.

Alle Angaben in Prozent. Differenz zu 100 durch Rundung. Quelle: Studie von Capital/Ausbildung.de
Alle Angaben in Prozent. Differenz zu 100 durch Rundung. Quelle: Studie von Capital/Ausbildung.de

„An der Studie nehmen tendenziell Unternehmen teil, die überzeugt sind, dass sie eine exzellente Ausbildung anbieten“, sagt Studienleiterin Ana Fernandez-Mühl. „Wenn selbst die Probleme einräumen, wird die Bilanz insgesamt wohl deutlich negativer ausfallen.“

In der Krise mussten Ausbilder schnell, eigenständig und kreativ Lösungen erarbeiten, um Nachwuchskräfte zu finden, zu halten und zu motivieren. 89 Prozent haben laut Studie neue Lehrmethoden eingeführt, nur 47 Prozent hatten vorher schon auf digitale Lösungen gesetzt. „Viele Ausbilder sind in der Krise die Extrameile gegangen, um ihre angehenden und dringend benötigten Fachkräfte fit zu machen“, so Katrin Rulle, Co-Autorin der Studie. „Die haben sogar Defizite von handlungsunfähigen Berufsschulen wettgemacht.“


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