Beste Ausbilder Nah an der Politik: das Bundeswirtschaftsministerium als Ausbilder

Wirtschaftsminister Altmaier bei einer Pressekonferenz: Auszubildende können solche Veranstaltungen mitorganisieren
Wirtschaftsminister Altmaier bei einer Pressekonferenz: Auszubildende können solche Veranstaltungen mitorganisieren
© Political-Moments / IMAGO
Das Bundeswirtschaftsministerium bildet Verwaltungsfachangestellte aus. Eine gute Vergütung und Übernahmechancen machen die Ausbildung attraktiv. Und obendrein: Manchmal haben die Azubis auch Kontakt zum Minister

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) beschäftigt 50 Auszubildende an zwei Standorten. Patrick Listner ist Ausbildungsleiter in Berlin, Christian Maas in Bonn.

Ministerien sind kaum bekannt als Ausbilder. Wer bewirbt sich da?

Listner: In Bonn erhalten wir jedes Jahr rund 100 Bewerbungen, in Berlin das Zwei- bis Dreifache. Das sind Leute, die sich vorstellen können, als Büroexperten in der öffentlichen Verwaltung zu arbeiten. Hier werden gute Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen, eine gute Vergütung mit Übernahmechancen nach der Ausbildung angeboten. Das spielt oftmals für die junge Generation eine große Rolle.

Was lernen die angehenden Verwaltungsfachangestellten?

Listner: Sie werden darauf vorbereitet, nach der Ausbildung in einem Fachreferat zu arbeiten und dort im Vorzimmer das ganze Büromanagement zu betreiben: Anfragen managen und weiterleiten, Daten erfassen, aufbereiten, recherchieren und gut präsentieren. Sie müssen primär lernen, Bescheide gesetzeskonform zu formulieren und rechtliche Sachverhalte zu prüfen sowie Entscheidungen vorzubereiten. Zu den Ausbildungshighlights bei uns gehört sicherlich auch, internationale Veranstaltungen wie die Luft- und Raumfahrtmesse oder die Schifffahrtskonferenz zu organisieren.

Sehen die Azubis auch den Minister?

Maas: Ja, es sind auch regelmäßig Stationen im Leitungsbereich des Ministeriums vorgesehen, und es kommt auch vor, dass sie eine Pressekonferenz oder andere Termine mitvorbereiten und begleiten. Da haben sie manchmal auch Kontakt zum Minister.

In der Coronapandemie hat das Wirtschaftsministerium notleidende Unternehmen mit Finanzhilfen unterstützt. Haben Ihre Auszubildenden bei der Abwicklung geholfen?

Listner: Ja, die haben den Kollegen geholfen, die Flut an Anfragen zu sichten und zu erfassen. Darunter waren viele aufgeregte und mitunter auch sehr emotionale Nachrichten von Bürgern. Das war ein intensiver Einblick in die politische Arbeit des Ministeriums.


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