Beste ArbeitgeberAtlas Elektronik: ein Bremer Urgestein

Atlas Elektronik aus Bremen
Atlas Elektronik aus Bremenimago images / ZUMA Press

1902 als Maschinen- und Armaturenfabrik gegründet, hat sich das Bremer Unternehmen Atlas Elektronik in seiner über hundertjährigen Geschichte zu einem weltweit gefragten Hersteller von Marineelektronik entwickelt. Zu den heutigen Kunden gehören Seestreitkräfte und zivile Schifffahrt, produziert werden hochwertige Schiffsleit- und hydrographische Systeme wie Sonare, Führungssysteme und Unterwasser-Drohnen für U-Boote und Überwasserschiffe. Die von Atlas hergestellte Minenvernichtungsdrohe „SeaFox“ ist zum Beispiel bei der Deutschen Marine im Einsatz. Das Atlas Küstenüberwachungssystem im Wert von fünf Millionen Euro, mit dem die polnische Küste von der russischen Grenze bis in den Norden der Danziger Bucht überwacht werden soll, wird sogar zu großen Teilen von der EU bezahlt.

Das Rüstungsgeschäft bringt zuweilen auch besondere Herausforderungen mit sich: 2013 stand Atlas Elektronik im Verdacht, griechische Amtsträger bestochen und Steuern hinterzogen zu haben. Den Verdacht hatte Atlas selbst der Staatsanwaltschaft gemeldet. Die Ermittlungen endeten schließlich 2017 mit einer Zahlung von 48 Millionen Euro. Eine Summe, die dem Gewinn aus den Geschäften in Griechenland und Peru entsprechen soll, die durch Bestechung zustanden gekommen sein sollen.

Alleiniger Eigentümer von Atlas Elektronik ist heute übrigens Thyssenkrupp, weltweit werden rund 1900 Mitarbeiter beschäftigt. In der Heimat Bremen unterstützt Atlas Elektronik das Projekt „Partnerschaft Umwelt Unternehmen“. Zum nachhaltigen Qualitäts- und Umweltmanagement des Unternehmens gehört die Versorgung der Gebäude mit Fernwärme statt mit Wärme aus dem hauseigenen Heizwerk, in dem Schweröle verfeuert wurden, sowie die Reduzierung der anfallenden Abwassermenge. Außerdem arbeitet Atlas an einem Verfahren, das es ermöglicht, Cyamid durch einen ungiftigen Werkstoff zu ersetzen.


Für das Ranking „Attraktivste Arbeitgeber der Stadt“ hat Statista 3200 Arbeitgeber aus 25 Städten ausgewählt – und die Arbeitnehmer vor Ort abstimmen lassen. Rund 13.600 Arbeitnehmer, die entweder in den jeweiligen Städten oder in einem Umkreis von 25 Kilometern wohnen, haben im März 2020 an der Befragung teilgenommen. Sie bewerteten dabei nicht nur ihren eigenen Arbeitgeber, sondern konnten auch Bewertungen für andere lokale Firmen abgeben. Die Befragten beurteilten auch, ob Unternehmen am Standort sowohl wirtschaftlich als auch für gemeinnützige Zwecke aktiv sind – und ob sie gegenüber den eigenen Mitarbeitern und Geschäftspartnern sozial verantwortlich handeln. Die kompletten Ergebnisse finden Sie hier.