Déjà-vu Uniper und Co. – die Irrlichter der Energiebranche

"Kein Wind? Keine Sonne? Kein Problem!" steht auf einem Banner am Eingang eines Uniper-Kraftwerks
"Kein Wind? Keine Sonne? Kein Problem!" Uniper steckt gerade in großen Schwierigkeiten
© picture alliance / SvenSimon | Malte Ossowski/SVEN SIMON
Die deutschen Strom- und Gaskonzerne haben sich in den letzten 25 Jahren oft verzockt. Die Verstaatlichung von Uniper geht nicht allein auf Putins Konto

Erst 9 Mrd. Euro, dann weitere 4 Mrd. Euro und jetzt die Verstaatlichung. Die Staatshilfen für den angeschlagenen Energiekonzern Uniper erreichen ungekannte Dimensionen. Kein Zweifel: Die Hauptschuld für die Misere trägt nicht das Unternehmen, sondern der Mann im Kreml, der Erdgas als politische Waffe einsetzt. Doch als armes Opfer sollte man Uniper nicht hinstellen. Uniper-Chef Klaus-Dieter Maubach wollte bis zum Tag des Überfalls auf die Ukraine nicht glauben, dass ihm Gazprom den Hahn abdrehen könnte. Der frühere Eon-Vorstand muss sich geopolitische Blindheit vorhalten lassen und den Verstoß gegen die oberste Pflicht eines Managers: die Risiken immer im Blick zu behalten.


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