Bildergalerie Was sich durch den Zensus 2022 ändern könnte

Eine Luftaufnahme eines Ortsteils in Nordrhein-Westfalen
Luftaufnahme eines Ortsteils in Nordrhein-Westfalen
© IMAGO / Hans Blossey
Am 15. Mai beginnt ein statistisches Großprojekt: der Zensus 2022. Die Ergebnisse haben direkte Auswirkung auf Politik, Wohnungsbau und Energiewende. Auch Ukraine-Flüchtlinge werden gezählt

1987 ging die Angst vor dem „gläsernen Bürger“ um. Proteste und Boykottaufrufe gingen der Volkszählung voraus, bei der erstmals auch Computer bei der Auswertung halfen. Die Gegner zogen bis zum Bundesverfassungsgericht. Dessen Richter legten erstmals das „Recht auf informationelle Selbstbestimmung“ fest, ihr Urteil zur Volkszählung gilt als Meilenstein des Datenschutzes.

Der Zensus 2022 hingegen scheint weitgehend geräuschlos über die Bühne zu gehen. Das EU-weite Statistik-Großprojekt findet normalerweise alle zehn Jahre statt. Es wurde wegen der Corona-Pandemie ein Jahr verschoben. „Hinter der regelmäßigen Bestandsaufnahme der Bevölkerung verbirgt sich ein konkreter Nutzen: Die Zukunft planbar zu machen“, erklärt das Statistische Bundesamt.

So läuft der Zensus 2022

Die Ergebnisse haben direkte Folgen für das Leben in der Bundesrepublik, vom Straßenbau über die Höhe der Miete bis hin zur Umsetzung der Energiewende. 1987 waren noch 99 Prozent der Bevölkerung befragt wurden. Seit 2011 stützt sich der Zensus in erster Linie auf die Daten aus Verwaltungsregistern. Sie werden durch eine Stichproben-Umfrage ergänzt. Zusätzlich gibt es eine Gebäude- und Wohnungszählung. Die Befragungen laufen vom 15. Mai bis 22. August 2022. Im November 2023 sollen die Ergebnisse des Zensus vorliegen.


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