AutogrammNeuwagen im Check: Porsche Taycan 4S

Porsche wird elektrisch: der Taycan 4Simago images / ZUMA Press

Das Auto

Der Taycan ist der Porsche unter den Elektroautos: Das Modell 4S hat 530 PS, schafft 250 km/h Spitze und kommt in vier Sekunden von null auf 100. Geschwindigkeit gibt es auch beim Laden: CCS-Schnellladesäulen können in fünf Minuten Strom für 100 Kilometer spenden. Theoretisch sind über 400 Kilometer Reichweite möglich, praktisch eher 330. Das alles hat seinen Preis: ab 103.802 Euro.

Der Look

Das Auto ist ein Hin- und Umgucker. Die Batterien im Wagenboden ermöglichen die niedrige Silhouette; Chefdesigner Michael Mauer hat die Freiheiten, die ein E-Auto gestalterisch bietet, gut genutzt.

Das Fahrgefühl

Dass der Taycan über zwei Tonnen wiegt, mag man kaum glauben. Allradlenkung, Luftfederung und der niedrige Schwerpunkt lassen das fast fünf Meter lange, viertürige Coupé agil durch die Kurven flitzen. Das hohe Drehmoment von 640 Newtonmetern, das die beiden Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse permanent bereitstellen, macht den Taycan zum echten Sportwagen.

Das digitale Extra

Seit Tesla alle Funktionen über Touchscreen-Bildschirme in Menüs versteckt, geht die ganze Industrie diesen Weg. Auch Porsche. Sogar der Beifahrer wird mit eigenem Touchscreen bespaßt – es gibt nicht mal einen Drehknopf als Lautstärkeregler fürs Radio.

Was der Hersteller sagt

Porsche achtet bei der Produktion des Taycan auf Nachhaltigkeit: Das Auto wird CO-neutral gebaut. Sogar die Lkw, mit denen die Teile ans Band geliefert werden, fahren elektrisch.

Was der Hersteller verschweigt

Der Taycan ist trotzdem kein Ökoauto, sondern ein Gran Turismo, der bei Produktion und Betrieb nicht wenige Ressourcen verbraucht. Aber man kann einen BMW M3 nun mit minimal reinerem Gewissen abhängen.