AutogrammNeuwagen im Check: Maserati Levante S Q4

Maserati Levante SQ 4
Maserati Levante SQ 4PR

Das Auto

Seit Porsche mehr Cayenne als 911 verkauft, springen auch die anderen Sportwagenmarken auf den SUV-Trend auf. Der Maserati Levante will sich vor allem durch zweierlei vom Wettbewerb unterscheiden: Design und Sound. Im Preis von 93.000 Euro sind Lederausstattung, Achtgang-Automatik und lautstarker Klappenauspuff schon dabei.

Der Look

Haifischmaul, Dreizack, Wappen auf der C-Säule: Die typischen Maserati-Insignien dürfen nicht fehlen. Wer sich vor dem Golfclub von Porsche und Mercedes unterscheiden will, hat die richtige Wahl getroffen.

Das Fahrgefühl

Hier wurde ein Italowestern gedreht: Die Luftfederung stammt vom Jeep Grand Cherokee der US-Konzernschwester und lässt Direktheit vermissen. Der Sound des 430-PS-Dreiliter-Sechszylinders klingt aber so betörend, als hätte Filmkomponist Ennio Morricone die Noten geschrieben. Der Motor wurde ja auch bei Ferrari gebaut.

Das Digitale extra

Der Fiat-Chrysler-Konzernbaukasten bietet digitale Standardware, mehr nicht. Der Touchscreen ebnet den Weg zu Apple Carplay, den man dankbar geht, um den Rest der Infotainment-Einheit schnell zu vergessen. Wem der Motorensound nicht genügt, der wird vom Bowers-&-Wilkins-Surround-System mit 17 Lautsprechern und 1280 Watt perfekt beschallt.

Was der Hersteller sagt

Seit über 100 Jahren gehört Maserati zu den führenden Sport­wagenherstellern. Keine andere Marke vermag es, Tradition und Innovation so emotional miteinander zu vereinen.

Was der Hersteller verschweigt

Ein SUV, das es auch mit Anhängerkupplung und Dreiliter-Diesel gibt – das ist so italienisch wie Spaghetti mit Ketchup.