Uhren„Mein Tipp zum Zeitsparen: Nie in Stress geraten“

Industriedesigner Sebastian Herkner
Industriedesigner Sebastian HerknerEvelyn Dragan


Sebastian Herkner studierte Produktdesign an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, wo er sich auf Wohnobjekte und Mobiliar konzentrierte. Nach der Gründung seines eigenen Studios 2006 wuchs rasch die Zahl der renommierten Unternehmen, für die er kreativ tätig werden konnte: von A wie Ames bis Z wie Zanotta. 2020 gewann Herkner den prestigeträchtigen Preis EDIDA für den „besten Designer des Jahres“..


Wie würden Sie Ihren Uhrengeschmack beschreiben?

Tatsächlich trage ich fast täglich eine meiner analogen und eher klassischen Armbanduhren. Mir ist wichtig, dass das Design eher zeitlos, zurückhaltend und selbsterklärend ist.

Wie viele verschiedene Uhren tragen Sie im Laufe einer Woche?

Ich wechsele meist zwischen zwei Modellen, wobei ich das nicht von meinem Outfit abhängig mache, sondern eher von meiner Stimmung.

Nach welchen drei Kriterien suchen Sie eine (neue) Uhr aus?

Funktionalität, Gestaltung, Materialität.

Können Sie sich noch an Ihre erste Uhr erinnern?

Das war eine kleine hellblaue Kinderquarzuhr, die ich von meinen Großeltern zum Geburtstag bekommen habe.

Ihr bester Tipp zum Zeitsparen im Alltag oder Job?

Nie in Stress zu geraten.

Ihr bester Tipp gegen Prokrastination bzw. Verschieberitis?

Zum Glück kenne ich diese Situation kaum, da meine Arbeit meine Passion ist. Und wenn mal etwas schwerer fällt, dann helfen Disziplin und der Wunsch, es hinter sich zu haben.

Warum hat die Armbanduhr bisher die digitale Transformation überlebt?

Weil sie für Werte steht, die wir im Digitalen noch nicht gefunden haben.

Wenn Sie eine Zeitreise machen könnten – in welches Jahr würden Sie reisen und warum?

Die Vergangenheit ist eher uninteressant, weil wir sie kennen. Da wäre es sicherlich spannend, das Morgen zu entdecken. Aber dafür reicht mir eigentlich die tägliche Reise über 24 Stunden.

Welche Uhr ist Ihnen besonders lieb und teuer?

Klar gibt es Anekdoten, die sich um meine Armbanduhren ranken. Viel prägender und demokratischer aber finde ich Uhren im öffentlichen Raum: die Bahnhofsuhr, die Kirchturmuhr oder der Uhrenturm auf einem Platz. Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich mich als Jugendlicher in meiner Heimatstadt Offenbach oft mit Freunden um Punkt 15 Uhr an einer solchen getroffen habe.