Remote WorkSo finden Sie den passenden Coworking Space

Coworking Space in Parisimago images / Hans Lucas

Die Zahl der Coworking-Spaces in Deutschland hat sich in den vergangenen 24 Monaten vervierfacht. Das zeigt eine Markterhebung des Bundesverbandes Coworking Spaces Deutschland (BVCS). Demnach gab es im Mai diesen Jahres 1268 Coworking Spaces und -flächen in Deutschland. Anfang 2018 waren es nur etwa 300.

Zwar mussten in den vergangenen Wochen vereinzelt Spaces aufgrund der Auswirkungen von Covid-19 schließen. Dies dürfte nach Einschätzung des BVCS aber nur geringe Auswirkungen auf den allgemeinen Trend haben.

Worauf aber sollten Freiberufler bei der Auswahl des passenden Coworking Spaces achten? Hier sind drei Tipps dazu.

#1 Möglichkeit zur Konzentration

Für viele Freelancer macht das Schreiben von Texten zumindest einen Teil ihrer Arbeitszeit aus, so dass sie im Job oft eher stille Einzelgänger als laute Teamplayer sind. Entsprechend sollte der Coworking Space so gewählt sein, dass die Arbeitsumgebung nicht zu laut und ein konzentriertes Abtauchen möglich ist. Zugleich sollte es aber einen Extraraum oder -bereich geben, in dem auch mal längere Telefonate geführt werden können oder an Videokonferenzen teilgenommen werden kann, ohne umgekehrt die anderen zu stören.

#2 Möglichkeit für Kontakte

Wer als digitaler Nomade durch die Welt reist und arbeitet, erwartet von einem Coworking Space nicht nur optimale Arbeitsbedingungen. Allein im Ausland unterwegs, sollte es an der Arbeitsstätte auch möglich sein, Leute kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen. Darum sollte man sich nicht sofort verbindlich für mehrere Wochen einbuchen, sondern den Kreis der um sich herum arbeitenden Menschen auf Sympathien oder Antipathien, Extrovertiertheit oder Introvertiertheit abscannen. Ein guter Coworking Space bietet es auf jeden Fall an, ein paar Tage auf Probe zu arbeiten.

#3 Ausstattung und Technik

Dabei lässt sich auch prüfen, ob es sich an dem Arbeitsplatz ergonomisch betrachtet aushalten lässt oder tägliche Rückenschmerzen vorprogrammiert sind. Zwar würden wohl die meisten Homeoffice-Plätze einem orthopädisch-physiotherapeutischen Test nicht standhalten, doch hat man sich in der Regel dort so eingerichtet, dass es sich so acht Stunden lang arbeiten lässt oder der Arbeitsplatz auch mal innerhalb der Wohnung gewechselt werden kann. Im Coworking Space sind die Alternativen eher begrenzter. Neben Tischen und Stühlen sollten auch Licht und Fenster, Lüftung oder Klimaanlage sowie die Kaffeemaschine auf der Checkliste stehen. Dass Schnelligkeit und Stabilität des Internets gründlich geprüft werden sollten, versteht sich von selbst. Aber auch die Möglichkeit zum Kopieren, Drucken oder Scannen sollte vorhanden sein.

 


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