Interview„Der Ball wird ein fester Termin der Digitalindustrie“

Paul Schwarzenholz (M.) ist einer der Initiatoren des Balls
Paul Schwarzenholz (M.) ist einer der Initiatoren des Balls Gründergeist

Capital: Paul Schwarzenholz, zum zweiten Mal hat in Berlin der „Gründergeist-Ball“ stattgefunden – Sie sind einer der Initiatoren und Erfinder. Sind Sie zufrieden mit dem Abend? Und wie war das Feedback der Gäste?

PAUL SCHWARZENHOLZ: Es gibt natürlich 1000 Dinge, die wir beim nächsten Mal besser machen wollen. Insgesamt sind wir glücklich mit dem Abend. Die Gäste haben uns am Abend ein positives Feedback gegeben. Häufig wurde hervorgehoben wurde, dass es toll ist, ein Event zu haben, was man gemeinsam mit der Partnerin oder dem Partner genießen kann. Und getanzt und gefeiert wurde bis in die frühen Morgenstunden.

Das Event soll eine neuartige Netzwerkveranstaltung sein. Wird die aus Ihrer Sicht erfüllt? Gab es diesmal eine besondere Begegnung oder neue Bekanntschaft für Sie?

Das Besondere ist, dass an diesem Abend viele Bekanntschaften wiederbelebt werden können. In meinem Fall war einer unser Sponsoren gleichzeitig ein Studienfreund, den ich seit 15 Jahren nicht mehr gesehen hatte. Wunderbar.

Hunderte Gründer, Leute aus Start-ups und Investoren feierten in Smoking und Ballkleid, während immer mehr CEOs in Konzernen in Turnschuhen herumlaufen. Ist das die Ironie der Digitalisierung?

Wahrscheinlich mögen wir alle von Zeit zu Zeit in Kleider zu schlüpfen, die für uns nicht alltäglich sind. Und an die Konzern-CEOs: Ihr könnt auch Turnschuhe zum Smoking bei uns tragen.

An dem Abend wurde für die Initiative Start-up Teens unter anderem ein Lunch mit Philipp Lahm und Box-Handschuhe von Vladimir Klitschko für knapp 40.000 Euro ersteigert – was ist der Grundgedanke für die Versteigerung und wart Ihr zufrieden mit der Summe? 

Der Ball dient nicht nur einem Selbstzweck, er ist ein Benefiz-Event. Die Gründerszene hat eine Reihe von erfolgreichen Unternehmen hervorgebracht, als Unternehmer haben wir eine gesellschaftliche Verantwortung. Wir unterstützen die Arbeit von Start-up Teens, die Jugendlichen im Alter von 14 bis 19 Jahren helfen, Unternehmen zu gründen. Für Arbeit braucht Start-up Teens Geld. Die Auktion, die von Start-up Teens organisiert war, diente diesem Zweck. Wir sind begeistert und dankbar, dass Jan Beckers, Gründer von Hitfox, mit 30.000 Euro einen derart großen Beitrag leistet. Insgesamt sind durch viele Beiträge der Gäste 50.000 Euro zusammengekommen, was wir nicht erwartet hätten.

Planen Sie, den Gründergeist-Ball im kommenden Jahr fortzusetzen?

Unbedingt, der Ball wird ein fester Termin für die Unternehmer der deutschen Digitalindustrie. Schon in diesem Jahr waren wir nach einer Woche ausverkauft. Und wir freuen uns über Partner, die den Ball und die Arbeit von Start-up Teens im neuen Jahr unterstützen wollen.