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Immobilienpreise und Mietspiegel: Leipzig

Immobilien- und Mietpreise in Leipzig

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Der Immobilienmarkt in Leipzig

Um es vorwegzunehmen: Ein Einbruch auf dem Leipziger Wohnungsmarkt ist nicht zu erwarten. Doch widersprüchlich ist die Situation in der sächsischen Messestadt schon. Da ist zum einen das starke Wachstum: 605.000 Menschen lebten Ende 2020 in Leipzig und damit 83.000 mehr als zehn Jahre vorher. Selbst im Corona-Jahr 2020 legte die Einwohnerzahl um immerhin 3 700 Menschen zu. Auf der anderen Seite vergrößert sich aber auch das Wohnungsangebot. Durch mehrere innerstädtische Megaprojekte wie den „Eutritzscher Freiladebahnhof “, das „Krystallpalast-Areal“ und das Gelände des ehemaligen Bayerischen Bahnhofs werden in den kommen- den Jahren Tausende Neubauwohnungen auf den Markt kommen. Erste Auswirkungen davon sind bereits festzustellen: Viele der jüngst fertiggestellten Wohnungen stehen leer. „Bei Neubauwohnungen im Erstbezug ist ein Rückgang der Mieten festzustellen“, sagt Makler Peter Zamarski von Dima Immobilien. Das gilt allerdings nicht in allen Fällen: Wohnungen in kleineren Projekten mit etwa zehn bis 40 Wohnungen lassen sich nach seinen Worten schnell und problemlos vermieten. Zamarski empfiehlt Kapitalanlegern deshalb, eine Neubauwohnung in einer mittleren Lage (beispielsweise in Stötteritz oder rund um die Georg-Schwarz-Straße in Lindenau) zu kaufen und dabei auf einen effizienten Grundriss zu achten. „Die Anzahl der Räume muss in einem angemessenen Verhältnis zur Quadratmeterzahl stehen“, erläutert Timo Pinder von Pisa Immobilienmanagement. Gut laufen nach seinen Worten Dreizimmerwohnungen mit etwa 70 Quadratmetern Wohnfläche und Vierraumwohnungen mit 80 bis 100 Quadratmetern Wohnfläche. Schaut man jedoch auf die Rendite, so liegen Bestandswohnungen vorn. Dort ist nach iib-Institut-Angaben immerhin noch eine Rendite von durchschnittlich 3,7 Prozent zu erzielen – was allerdings deutlich weniger ist als noch vor wenigen Jahren. Das liegt daran, dass die Kaufpreise mit einem Plus von 13 Prozent 2020 viel stärker gestiegen sind als die Mieten (plus 7,5 Prozent). Den Run auf Eigentumswohnungen dämpft das mittlerweile hohe Preisniveau nicht. „Die Nachfrage nach Eigentumswohnungen ist größer als das Angebot“, stellt Andreas Köngeter von Köngeter Immobilien fest. Entsprechend erwartet er eine weitere „dynamische Preissteigerung“. Noch begehrter sind Einfamilienhäuser. „Die sind sofort verkauft, und zwar zu stark gestiegenen Preisen“, sagt Stefan Naether von Dahler & Company. Weil das entsprechende Angebot gering ist, weichen immer mehr Interessenten ins Umland aus, wo die Grundstückspreise deutlich niedriger sind. Doch auch bei Mietern gewinnen die Gemein- den rund um Leipzig an Beliebtheit. Von einem „Trend zu Stadtrandlagen und zu Umlandgemeinden, die gut an den öffentlichen Verkehr an- gebunden sind“, spricht Timo Pinder. Lagen mit Aufwärtspotenzial finden sich aber auch innerhalb der Stadtgrenzen. Während Lindenau als etabliert gilt, richten sich immer mehr Blicke auf den einst schlecht beleumundeten Osten. Andreas Köngeter empfiehlt hier Reudnitz mit seinem schönen Altbaubestand, während Peter Zamarski einen Geheimtipp im Südwesten der Stadt parat hat: „Kleinzschocher wird in den nächsten zwei Jahren durch die Decke gehen“, ist er überzeugt – dank gut ausgebauter Infrastruktur, einem fast dörflichen Charakter und der Nähe zur Innenstadt. Von Christian Hunziker
capital.de, 20.09.2021
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