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Immobilienpreise und Mietspiegel: Bremen

Immobilien- und Mietpreise in Bremen

Top-Makler

Der Immobilienmarkt in Bremen

Reservoir Docks – Die besten Wohnlagen in Bremen

Bauland in der City hat Bremen kaum zu bieten. Wer in der Hansestadt ein
Eigenheim beziehen will, muss ausweichen. Zum Beispiel in den früheren Hafen.
Exklusivität bekommt in Bremen ein neues Gesicht. Liebhaber außergewöhnlicher Wohnungen ziehen immer häufiger ein Objekt in der Überseestadt in Betracht. Das Großprojekt auf dem Gebiet des früheren Überseehafens entwickelt sich zusehends. An der Wasserkante wird weitergebaut, durch Läden, Restaurants und Cafés hat der Stadtteil an Attraktivität gewonnen.

Eine Brückenfunktion für die Anbindung an die Innenstadt soll das Stephaniviertel übernehmen. Durch die Verlängerung der Uferpromenade Schlachte, den Neubau von Radio Bremen und die neuen Mietwohnhäuser „Stadtterrassen“ ist es bereits aufgewertet worden. Ein größeres Neubauprojekt auf einem ehemaligen Schulgelände ist in Planung.

Die unangefochtenen Top-Lagen Bremens befinden sich in Schwachhausen und der ebenso beliebten Östlichen Vorstadt. Die hohen Preise für Villen und Altbremer Häuser in der Nähe des Bürgerparks oder in den Seitenstraßen des Steintors machen jedoch keinen Makler glücklich, wenn kaum ein Objekt zum Verkauf steht. „Hier dreht sich der Markt in sich selbst“, sagt Ulrich Mosel vom Immobilienbüro Dahler & Company.

Umso mehr richtet sich der Blick der Interessenten auf bisher wenig entwickelte Lagen. Ein Beispiel für einen solchen Aufsteiger ist der an die Östliche Vorstadt angrenzende Stadtteil Hastedt, wo die Preise mittlerweile auch nach oben gehen. Jens Lütjen, Geschäftsführer des Immobilienberatungsunternehmens Robert C. Spies, prognostiziert eine ähnliche Bewegung für das zentrumsnahe Utbremen. Links der Weser gebe es ebenfalls noch wenig beachtete Quartiere mit Potenzial, zum Beispiel Huckelriede.

Der grüne Vorort Oberneuland profitiert weiter vom knappen Angebot in den zentralen Lagen. Seine ­Attraktivität dürfte für Familien auf der Suche nach Einfamilienhäusern mit größeren Grundstücken noch steigen: Im vorigen Jahr wurde mit dem Tunnelbau an mehreren Bahnübergängen begonnen, und damit ist ein Ende der Verkehrsprobleme auf dem Weg in die Innenstadt absehbar.

Auch der Norden Bremens gerät stärker in den Fokus der Makler. Burglesum und Vegesack bieten eine Kombination aus grünem und maritimem Wohnen an Lesum oder Weser zu moderaten Preisen. Das Zen­trum von Bremen ist zudem per Auto oder Bahn relativ schnell erreichbar. „Der Markt im Norden ist für uns vor allem wegen des großen Einzugsgebiets von Interesse“, sagt Thorsten Michels von Engel & Völkers.

In der City und in benachbarten Lagen entsteht neuer Wohnraum praktisch nur durch Verdichtung und Umnutzung. Eigentumswohnungen in raren Neubauten erreichen denn auch Preise von 5000 Euro pro ­Quadratmeter – so etwa in einem Objekt an der Contrescarpe. Großzügiger gebaut werden kann nur dort, wo ganze Flächen umgewidmet werden, wie es etwa die Planungen für einen Grundstücksteil des Klinikums Bremen-Mitte vorsehen.

Fürs laufende Jahr erwarten Immobilienberater in den meisten Lagen einen weiteren, allerdings moderaten Preisanstieg. „Hier und da wird sich die Entwicklung abflachen, denn irgendwann ist der Deckel erreicht“, meint Makler Ulrich Mosel. Dass es in Bremen bisher nicht zu einem extremen Anstieg der Kaufpreise gekommen ist wie anderswo, hält er für einen Vorteil. Anders als in den big five des Immobilienmarkts – Berlin, München, Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt – seien in Städten wie Bremen noch gute Mietrenditen möglich. Das mache sie für auswärtige Investoren interessant, die Anlageobjekte günstig erwerben und vermieten wollen.

capital.de, 31.01.2017
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