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Immobilienpreise und Mietspiegel: München

Bisher hat Klaus Schäfer den Traum von den eigenen vier Wänden noch nicht aufgegeben. Den hat der Ingenieur, seit er zur Jahrtausendwende nach München gezogen ist. Seit ein paar Jahren schon durchkämmt er Kaufangebote. Doch zunehmend beschleicht ihn das Gefühl, sein Leben wohl dauerhaft in einer Mietwohnung fristen zu müssen, weil er sich eine Immobilie in dieser Stadt nicht mehr leisten kann. Um zehn Prozent sind die Preise allein im vergangenen Jahr gestiegen. „Lange halte ich da nicht mehr mit“, sagt Schäfer.

Der Mittvierziger stellt keine übermäßig hohen Ansprüche an seine Wunschunterkunft: Zwei Zimmer soll sie haben und nicht allzu weit weg vom Zentrum liegen, weil dort viele seiner Freunde und Bekannten leben. Für 350.000 Euro müsste das machbar sein, dachte er noch vor einer Weile – inzwischen hat er sein Limit auf 400.000 Euro hochgesetzt.

Sogar für diese stolze Summe ist in München kaum etwas zu haben. In begehrten Stadtteilen wie Schwabing oder Maxvorstadt werden selbst Apartments mit 30 Quadratmetern für mehr als 300.000 Euro gehandelt. In weniger gefragten Ecken wie Sendling oder Giesing werden Schäfer Objekte angeboten, die zwar von der Größe her passen, aber an Durchgangsstraßen liegen oder renoviert werden müssen.

„Unter 7000 Euro pro Quadratmeter finden Sie innerhalb des Mittleren Rings praktisch nichts mehr“, sagt Benjamin Meinke, Prokurist beim Bauträger Concept Bau. Im Lehel oder am Gärtnerplatz ...

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Immobilien- und Mietpreise in München

Der Immobilienmarkt in München

Bisher hat Klaus Schäfer den Traum von den eigenen vier Wänden noch nicht aufgegeben. Den hat der Ingenieur, seit er zur Jahrtausendwende nach München gezogen ist. Seit ein paar Jahren schon durchkämmt er Kaufangebote. Doch zunehmend beschleicht ihn das Gefühl, sein Leben wohl dauerhaft in einer Mietwohnung fristen zu müssen, weil er sich eine Immobilie in dieser Stadt nicht mehr leisten kann. Um zehn Prozent sind die Preise allein im vergangenen Jahr gestiegen. „Lange halte ich da nicht mehr mit“, sagt Schäfer.

Der Mittvierziger stellt keine übermäßig hohen Ansprüche an seine Wunschunterkunft: Zwei Zimmer soll sie haben und nicht allzu weit weg vom Zentrum liegen, weil dort viele seiner Freunde und Bekannten leben. Für 350.000 Euro müsste das machbar sein, dachte er noch vor einer Weile – inzwischen hat er sein Limit auf 400.000 Euro hochgesetzt.

Sogar für diese stolze Summe ist in München kaum etwas zu haben. In begehrten Stadtteilen wie Schwabing oder Maxvorstadt werden selbst Apartments mit 30 Quadratmetern für mehr als 300.000 Euro gehandelt. In weniger gefragten Ecken wie Sendling oder Giesing werden Schäfer Objekte angeboten, die zwar von der Größe her passen, aber an Durchgangsstraßen liegen oder renoviert werden müssen.

„Unter 7000 Euro pro Quadratmeter finden Sie innerhalb des Mittleren Rings praktisch nichts mehr“, sagt Benjamin Meinke, Prokurist beim Bauträger Concept Bau. Im Lehel oder am Gärtnerplatz liegen die Quadratmeterpreise bei Bestands­objekten längst über 10.000 Euro, bei Neubauten um 16.000 Euro. „Das ist Pariser Niveau“, entfährt es einem Makler.

Im Zentrum fehlt es schlicht an Platz. Dort hat die Stadt zuletzt versucht, jede noch so kleine Baulücke zu schließen. „Bei der Nachverdichtung und Umnutzung geraten wir aber langsam an Grenzen“, sagt Martin Klamt vom Planungsreferat. Die Bauvorschriften sind streng, damit der Charakter der Straßenzüge bewahrt bleibt.

Bleibt also nur der Stadtrand. Feldmoching, Freiham oder Allach gehören zu den wenigen Vierteln auf Münchner Gebiet, in denen überhaupt in größerem Stil gebaut wird. In den kommenden fünf bis zehn Jahren werden Quartiere im Westen und im Nordosten entlang der Flughafen-S-Bahnstrecke hinzukommen.

Die benötigt die bayerische Landeshauptstadt dringend – mindestens 7000 Einheiten jährlich müssten in nächster Zeit hinzukommen. Schließlich zieht Jahr für Jahr die Bevölkerung einer Kleinstadt zu. Die wenigsten Neu-Münchner kommen dabei als Familie: „80 Prozent der Haushalte in dieser Stadt bestehen aus ein oder zwei Personen“, sagt Klamt, „daher sollen künftig mehr kleine Wohnungen gebaut werden.“ Solche, wie sie sich auch Klaus Schäfer wünscht.

Noch liegt der Schwerpunkt der angebotenen Projekte auf vergleichsweise großen und teuren Wohnungen. Doch Planer und Makler beginnen umzudenken. „Der Weg zu bezahlbaren Preisen muss über kleinere und kompaktere Wohnungen gehen“, sagt Benjamin Meinke von Concept Bau. Künftig müssten drei Zimmer eben auf 70 Quadratmeter passen. Absolute Luxusobjekte verkaufen sich nicht mehr so gut wie noch vor ein paar Jahren: „Ab 2,5 Mio. Euro Kaufpreis tun wir uns schwer“, sagt Robin Graf Douglas, geschäftsführender Gesellschafter von Engel?&?Völkers. Jede Doppelhaushälfte in Gräfelfing könnten wir dagegen 150-mal verkaufen.“

Sobald die neuen Projekte auf den Markt kommen, werde sich der Preisanstieg verlangsamen, erwarten viele Beteiligte. Bis 2026 pumpt die Stadt 1 Mrd. Euro an Fördermitteln in den Wohnungsbau, um weitere Projekte anzuschieben. „Aber es wäre eine Illusion zu sagen, wir könnten mit solchen Instrumenten den Markt außer Kraft setzen“, so Klamt. Thomas Aigner, seit 25 Jahren als Makler im Geschäft, sieht das genauso: „Der Punkt, an dem München günstig ist, wird niemals kommen.“

capital.de, 21.04.2016
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