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Immobilien-Kompass-Karte Aktuelle Preise für Miete und Kauf in Deutschland




Immobilienpreise und Mietspiegel: München

Sie wusste, dass es schwer werden würde. Nur dass es so schwer wird, das hätte sie nicht gedacht. Zwei Jahre hatten Kerstin Seifert und ihr Freund nach einer Eigentumswohnung gesucht. Zwei Jahre ohne Erfolg. Dann kam es, wie es so kommt – sie trennten sich. Seitdem erlebt Kerstin Seifert den Wahnsinn noch direkter.

„Wahnsinn“ ist tatsächlich das Wort, das viele Mieter, Käufer und Makler benutzen, wenn sie über den Münchner Immobilienmarkt reden. Sie meinen damit die Quadratmeterpreise von 10.000 Euro oder mehr, die hier aufgerufen werden. Und die Mieten, die im Schnitt bei 17 Euro liegen, mancherorts auch bei 20.

Seifert ist deshalb an den Stadtrand gezogen. Selbst vor den Toren der Stadt zahlt sie nun 950 Euro Miete für 60 Quadratmeter – Grund genug, den Traum von der eigenen Wohnung nicht aufzugeben: Die promovierte Biologin hat 80.000 Euro Eigenkapital und könnte eine monatliche Belastung von 1000 Euro schultern. Ihr Bankberater erdete sie aber: Das Geld würde allenfalls für eine Einzimmerwohnung reichen. Zwei Zimmer kosten in München meist 400.000 Euro oder mehr.

München ist Deutschlands härtester Wohnungsmarkt: Die Nachfrage ist immens, das Angebot aber schrumpft sogar ...

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Immobilien- und Mietpreise in München

Top-Makler

Der Immobilienmarkt in München

Sie wusste, dass es schwer werden würde. Nur dass es so schwer wird, das hätte sie nicht gedacht. Zwei Jahre hatten Kerstin Seifert und ihr Freund nach einer Eigentumswohnung gesucht. Zwei Jahre ohne Erfolg. Dann kam es, wie es so kommt – sie trennten sich. Seitdem erlebt Kerstin Seifert den Wahnsinn noch direkter.

„Wahnsinn“ ist tatsächlich das Wort, das viele Mieter, Käufer und Makler benutzen, wenn sie über den Münchner Immobilienmarkt reden. Sie meinen damit die Quadratmeterpreise von 10.000 Euro oder mehr, die hier aufgerufen werden. Und die Mieten, die im Schnitt bei 17 Euro liegen, mancherorts auch bei 20.

Seifert ist deshalb an den Stadtrand gezogen. Selbst vor den Toren der Stadt zahlt sie nun 950 Euro Miete für 60 Quadratmeter – Grund genug, den Traum von der eigenen Wohnung nicht aufzugeben: Die promovierte Biologin hat 80.000 Euro Eigenkapital und könnte eine monatliche Belastung von 1000 Euro schultern. Ihr Bankberater erdete sie aber: Das Geld würde allenfalls für eine Einzimmerwohnung reichen. Zwei Zimmer kosten in München meist 400.000 Euro oder mehr.

München ist Deutschlands härtester Wohnungsmarkt: Die Nachfrage ist immens, das Angebot aber schrumpft sogar, das treibt seit Jahren die Preise. Und neu gebaut wird zwar viel, doch schon seit Jahren nicht genug. Zuletzt entstanden 6 800 Wohnungen, rund 11 000 pro Jahr werden benötigt. München wächst Jahr für Jahr um rund 20 000 Bewohner.

Um 70 Prozent haben die Preise für Eigentumswohnungen in den vergangenen fünf Jahren angezogen, auf zehn Jahre gesehen haben sie sich fast verdreifacht. Gewöhnliche Einfamilienhäuser kosten im Schnitt 1,3 Mio. Euro. Und selbst für eine 75-Quadratmeter-Wohnung muss man zwischen einer halben Million und 700.000 Euro ausgeben.

Und das sind nicht die Preise für Neubauten, sondern die für ältere Immobilien. „Das ist alarmierend, denn immer mehr Normalsterbliche fallen bei diesen Preisen durchs Raster“, sagt Immobilienmakler Peter Hegerich. Dabei steigen die Preise nicht so schnell, weil in dieser Stadt alle unglaublich gut verdienen. Ja, die Einkommen sind höher als im Bundesschnitt. Doch während sich ein typischer Haushalt im Mittel 95 Quadratmeter Wohnraum leisten kann, sind es in München 70.

Wie wohlhabend Käufer hier inzwischen sein müssen, belegen Zahlen des Immobilien-finanzierers Hüttig & Rompf: Demnach verfügt das Gros der Käufer über ein Haushaltseinkommen von 7200 Euro. Bei den Kapitalanlagekäufern haben 42 Prozent mehr als 8000 Euro monatlich zur Verfügung. Das ist gewaltig – bedeutet aber auch, dass viele Mieter aufgeben, weil es fast immer einen Kapitalanleger- gibt, der mehr bietet. Deshalb ist die Eigentümerquote an der Isar mit 24 Prozent so niedrig wie in keiner anderen deutschen Großstadt.

Doch nicht mehr alles lässt sich loswerden: „Die Sensibilität für den Gesamtkaufpreis wird immer größer. Ab 750.000 Euro wird die Luft für viele Käufer dünn“, sagt Jürgen Büllesbach, Chef des Projektentwicklers Bayerische Hausbau. Da ziehen einige lieber ins Umland.

capital.de, 08.05.2017
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