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Immobilien-Kompass-Karte Aktuelle Preise für Miete und Kauf in Deutschland




Immobilienpreise und Mietspiegel: Leipzig

Ganze Straßenzüge mit heruntergekommenen Gründerzeithäusern, unzählige Vermietungsschilder – so sah Leipzig um die Jahrtausendwende aus. Viele Bewohner kehrten ihrer Stadt nach der Wende den Rücken, die Zukunft blieb grau wie die Vergangenheit – auch weil die von Sonderabschreibungen beflügelten Immobilienträume geplatzt waren. Leipzig galt seinerzeit als Inbegriff der Krise Ost.

15 Jahre später boomt die sächsische Messestadt. Allein 2015 stieg die Einwohnerzahl um drei Prozent auf knapp 570.000. In den meisten Städterankings ist Leipzig längst in der Spitzengruppe vertreten, was sich auch auf dem Wohnungsmarkt bemerkbar macht: Der einst zweistellige Leerstand ist nach Angaben der Stadt auf nunmehr 6,6 Prozent gesunken, im Eigentums- und im Mietsegment steigen die Preise teilweise deutlich. „Für hochwertige Neubauwohnungen werden mittlerweile schon mal 4500 Euro pro Quadratmeter bezahlt“, sagt Andreas Köngeter, Chef des Maklerhauses Koengeter Immobilien. Die Neubaumieten reißen in begehrten Lagen die Schwelle von 10 Euro pro Quadratmeter. Bis vor Kurzem war das noch undenkbar.

Bei solchen Perspektiven lohnt sich der Bau von Geschosswohnungen wieder. Käufer gibt es genügend: Sowohl institutionelle Investoren als auch Privatanleger haben erkannt, dass sie in Leipzig höhere Renditen erzielen können als in den deutschen A-Städten. Die Zeit der Schnäppchen ist allerdings auch hier vorbei. „Bei Eigentumswohnungen zur ...

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Immobilien- und Mietpreise in Leipzig

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Der Immobilienmarkt in Leipzig

Ganze Straßenzüge mit heruntergekommenen Gründerzeithäusern, unzählige Vermietungsschilder – so sah Leipzig um die Jahrtausendwende aus. Viele Bewohner kehrten ihrer Stadt nach der Wende den Rücken, die Zukunft blieb grau wie die Vergangenheit – auch weil die von Sonderabschreibungen beflügelten Immobilienträume geplatzt waren. Leipzig galt seinerzeit als Inbegriff der Krise Ost.

15 Jahre später boomt die sächsische Messestadt. Allein 2015 stieg die Einwohnerzahl um drei Prozent auf knapp 570.000. In den meisten Städterankings ist Leipzig längst in der Spitzengruppe vertreten, was sich auch auf dem Wohnungsmarkt bemerkbar macht: Der einst zweistellige Leerstand ist nach Angaben der Stadt auf nunmehr 6,6 Prozent gesunken, im Eigentums- und im Mietsegment steigen die Preise teilweise deutlich. „Für hochwertige Neubauwohnungen werden mittlerweile schon mal 4500 Euro pro Quadratmeter bezahlt“, sagt Andreas Köngeter, Chef des Maklerhauses Koengeter Immobilien. Die Neubaumieten reißen in begehrten Lagen die Schwelle von 10 Euro pro Quadratmeter. Bis vor Kurzem war das noch undenkbar.

Bei solchen Perspektiven lohnt sich der Bau von Geschosswohnungen wieder. Käufer gibt es genügend: Sowohl institutionelle Investoren als auch Privatanleger haben erkannt, dass sie in Leipzig höhere Renditen erzielen können als in den deutschen A-Städten. Die Zeit der Schnäppchen ist allerdings auch hier vorbei. „Bei Eigentumswohnungen zur Kapitalanlage ist eine Mietrendite von vier Prozent schon gut“, sagt Christian Rocca, Geschäftsführer von Engel & Völkers Leipzig. „Fünf Prozent sind nur noch in Ausnahmefällen zu erzielen.“

Kapitalanlegern empfehlen die ortskundigen Experten, in größere, familiengerechte Wohnungen zu investieren. Denn solche Immobilien seien auch für Selbstnutzer geeignet. Wollten Investoren irgendwann verkaufen, hätten sie bessere Chancen, einen guten Preis zu erzielen. Wer selbst in seine Wohnung einziehen möchte, schätzt vor allem die traditionell guten Lagen wie das Waldstraßenviertel, das Bachviertel, Gohlis-Süd und die Südvorstadt. Aber auch Schleußig und Plagwitz zählen mittlerweile zu den etablierten Wohnadressen. Weil dort die Mieten deutlich gestiegen sind, weichen vor allem Studierende und Kreative in den Leipziger Osten aus. „In den vergangenen zwölf Monaten hat sich rund um die Eisenbahnstraße viel getan“, sagt Peter Zamarski, Chef von Dima Immobilien. In dieser Gegend, die vielen Leipzigern als Hort von Verbrechen und sozialen Problemen gilt, finden sich noch unsanierte Gründerzeithäuser mit Denkmalstatus, die jetzt von Bauträgern saniert und für gut 3000 Euro pro Quadratmeter an Kapitalanleger verkauft werden.

Dem Aufschwung zum Trotz ist das Preis- und Mietniveau in Leipzig weiter deutlich niedriger als in vergleichbaren westdeutschen Städten. Sprunghafte Anstiege sind nicht zu erwarten. „Die Leipziger haben immer noch ein niedriges Durchschnittseinkommen, wodurch der Mieterhöhungsspielraum begrenzt ist“, sagt E&V-Mann Rocca. Sein Wettbewerber Köngeter sieht das ähnlich: „Aber entscheidend ist die Entwicklung. Und die ist sensationell gut.“

capital.de, 21.04.2016
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