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Immobilien-Kompass-Karte Aktuelle Preise für Miete und Kauf in Deutschland




Immobilienpreise und Mietspiegel: Leipzig

Von Christian Hunziker

Vor Kurzem war es mal wieder so weit: Die Medien berichteten von einer weiteren Razzia in der Eisenbahnstraße. Es ging um Verstöße gegen das Waffengesetz – und der alteingesessene Leipziger fühlte sich bestätigt in seiner Einschätzung, dass der Osten der Stadt ein von Drogendealern und anderen Kriminellen beherrschter Un-Ort ist.

Doch ausgerechnet das zum Stadtteil Volkmarsdorf gehörende Gebiet um die Eisenbahnstraße hat sich zum Hotspot der örtlichen Immobilienszene entwickelt. Hier gibt es noch heruntergekommene Gründerzeithäuser, die sich sanieren und, unterstützt durch Steuervorteile der Sonder-Afa, an Kapitalanleger verkaufen lassen. Deutlich über 3000 Euro pro Quadratmeter kosteten die Wohnungen im „Marianneum“ in der Mariannenstraße. Die sind jetzt in der Vermietung – und finden bei Preisen um die 7,50 Euro pro Quadratmeter reißenden Absatz.

Der Leipziger Osten steht stellvertretend für die Umwälzungen, die die Messestadt durchmacht. „Es ziehen viele Menschen nach Leipzig, die etwas bewegen wollen“, stellt Makler Stefan Naether vom gleichnamigen Unternehmen fest. 2016 stieg die Einwohnerzahl erneut um gut zwei Prozent auf nunmehr knapp 580.000; seit der Jahrtausendwende hat sie sich um 100.000 Menschen erhöht. Auch die Wirtschaft entwickelt sich positiv, die Arbeitslosenquote ist auf rund acht Prozent gesunken. ...

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Immobilien- und Mietpreise in Leipzig

Top-Makler

Der Immobilienmarkt in Leipzig

Von Christian Hunziker

Vor Kurzem war es mal wieder so weit: Die Medien berichteten von einer weiteren Razzia in der Eisenbahnstraße. Es ging um Verstöße gegen das Waffengesetz – und der alteingesessene Leipziger fühlte sich bestätigt in seiner Einschätzung, dass der Osten der Stadt ein von Drogendealern und anderen Kriminellen beherrschter Un-Ort ist.

Doch ausgerechnet das zum Stadtteil Volkmarsdorf gehörende Gebiet um die Eisenbahnstraße hat sich zum Hotspot der örtlichen Immobilienszene entwickelt. Hier gibt es noch heruntergekommene Gründerzeithäuser, die sich sanieren und, unterstützt durch Steuervorteile der Sonder-Afa, an Kapitalanleger verkaufen lassen. Deutlich über 3000 Euro pro Quadratmeter kosteten die Wohnungen im „Marianneum“ in der Mariannenstraße. Die sind jetzt in der Vermietung – und finden bei Preisen um die 7,50 Euro pro Quadratmeter reißenden Absatz.

Der Leipziger Osten steht stellvertretend für die Umwälzungen, die die Messestadt durchmacht. „Es ziehen viele Menschen nach Leipzig, die etwas bewegen wollen“, stellt Makler Stefan Naether vom gleichnamigen Unternehmen fest. 2016 stieg die Einwohnerzahl erneut um gut zwei Prozent auf nunmehr knapp 580.000; seit der Jahrtausendwende hat sie sich um 100.000 Menschen erhöht. Auch die Wirtschaft entwickelt sich positiv, die Arbeitslosenquote ist auf rund acht Prozent gesunken.

Diese Dynamik strahlt auf den Wohnungsmarkt ab: Mieten und Kaufpreise legen zu, auch wenn sie im Bundesvergleich noch immer niedrig sind. Mit offiziell knapp sechs Prozent ist der Wohnungsleerstand zwar hoch, aber doch viel geringer als vor wenigen Jahren.

Das Angebot an Objekten wächst durch zahlreiche Neubauprojekte deutlich. „Auch in einfacheren Lagen entstehen jetzt neue Miet- und Eigentumswohnungen“, sagt Andreas Köngeter, Chef des Maklerunternehmens Koengeter Immobilien. Er rechnet mit weiteren Preissteigerungen, auch wenn deren Ausmaß schwer vorherzusagen sei. Timo Pinder, Geschäftsführer von Pisa Immobilienmanagement, prognostiziert ebenfalls kletternde Mieten, äußert aber zugleich die Befürchtung, „dass in zu kurzer Zeit zu viele teure Wohnungen entstehen könnten“.

Zumindest wächst der Käuferkreis, seit sich Anleger zunehmend auch für Neubauwohnungen interessieren, bei denen die steuerliche Denkmalförderung nicht greift. Auf hohe Renditen dürfen sie indes nicht hoffen: Köngeter zufolge ist bei einem Preis um 3500 Euro und einer Miete von 10,50 Euro pro Quadratmeter eine Bruttoanfangsrendite von gerade mal 3,6 Prozent zu erzielen.

Etwas höher ist der Ertrag bei Bestandswohnungen. Interessenten sollten allerdings die bauliche Qualität genau prüfen. Viele Objekte sind in den Jahren nach der Wende zum letzten Mal gründlich saniert worden – und das ist auch schon wieder mehr als 20 Jahre her. Köngeter rät Kapitalanlegern zudem zu größeren, familiengerechten Wohnungen. „Die lassen sich später eher wieder zu höheren Preisen verkaufen“, argumentiert er, „da als Nachfrager vorrangig Selbstnutzer auftreten.“

Bis dahin wird vielleicht auch der Leipziger Osten keine Negativschlagzeilen mehr machen. Peter Zamarski, Chef des Maklerunternehmens Dima Immobilien, ist jedenfalls überzeugt: „In fünf Jahren wird die Eisenbahnstraße hochinteressant sein.“

capital.de, 12.05.2017
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Leipzig-Mitte

In Mitte überwiegen gute und sehr gute Wohnlagen.
Kaufpreise
Einfamilien- oder Doppelhäuser aus dem Bestand (älter als 3 Jahre) mit normaler Ausstattung werden zurzeit im Schnitt für 2.492 €/m² zum Kauf angeboten, Neubauhäuser (nicht älter als 3 Jahre) ...

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