Ukraine-Krieg Welche Länder noch zu Putin halten – und warum

Die UN-Resolution gegen Russland wurde mit überwältigender Mehrheit angenommen.
Die UN-Resolution gegen Russland wurde mit überwältigender Mehrheit angenommen.
© IMAGO / Pacific Press Agency
141 Länder stimmten für die UN-Resolution, mit der Russlands Angriff gegen die Ukraine verurteilt wird – eine überwältigende Mehrheit. Doch es gab auch Länder, die Russland den Rücken stärkten

Von einem „historischen Ergebnis“ war die Rede: Die UN-Vollversammlung hat am Mittwoch Russlands Angriff auf die Ukraine mit überwältigender Mehrheit verurteilt. 141 Länder stimmten der Resolution zu, mit Russland gab es nur fünf Nein-Stimmen, hinzu kamen 35 Enthaltungen.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres sprach anschließend von einer deutlichen Botschaft: „Die Menschen in der Ukraine brauchen dringend Frieden“, sagte er nach der Abstimmung. „Und die Menschen in der ganzen Welt fordern ihn.“

Russlands UN-Botschafter Wassilij Nebensja hatte sich wohl ein anderes Ergebnis erhofft. Russland hatte dazu aufgerufen, die Resolution, die den russischen Angriff auf die Ukraine verurteilt, nicht zu unterstützen. Nur vier Länder stärkten Russland den Rücken: Belarus, Nordkorea, Eritrea und Syrien.

Es sei mehr als nur ein historisches Ergebnis, twitterte Außenministerin Annalena Baerbock im Anschluss auf Twitter: „Die Vereinten Nationen sagen damit laut und deutlich: Wenn unsere friedliche Ordnung attackiert wird, dann stehen wir zusammen und handeln“.

Baerbock hatte Russland in ihrer Rede vor der UN-Vollversammlung vor der Abstimmung scharf kritisiert. „Ihre Panzer bringen kein Wasser. Ihre Panzer bringen keine Nahrung für Babys. Ihre Panzer bringen keinen Frieden. Ihre Panzer bringen Tod und Zerstörung“, sagte sie an den russischen Außenminister Sergej Lawrow gewandt. „Sie können sich selbst etwas vormachen. Aber Sie werden uns nicht täuschen und nicht unsere Bevölkerung. Und sie werden ihre eigene Bevölkerung nicht täuschen.“

Das Ergebnis bei der anschließenden Abstimmung übertraf viele Erwartungen, 100 Ja-Stimmen waren das Minimalziel. 


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