Podcast Individualmedizin – die Tech-Revolution im Gesundheitswesen

Spricht im Podcast über seine Visionen für die Medizinwelt: Jochen Maas
Spricht im Podcast über seine Visionen für die Medizinwelt: Jochen Maas
© Sanofi
Sanofi-Forschungsleiter Jochen Maas will die Menschheit mit neuartigen Medikamenten versorgen. Individualmedizin heißt seine Vision. Was es damit auf sich hat, erläutert Maas in der neuen Folge von „So techt Deutschland“

Künstliche Intelligenz, Blockchain oder Social Bots – Die Zukunft ist digital. Aber wie digital ist eigentlich Deutschland? Im Podcast „So techt Deutschland“ gewähren die besten Digitalexperten Einblicke in die Tech-Szene.

Sanofi-Forschungsleiter Jochen Maas setzt in der Medizin auf Technologie. Sie soll den Weg zu einer Individualmedizin ebnen, bei der die Menschen mit speziell auf ihre spezifischen Beschwerden zugeschnittene Medikamente behandelt werden. Bisher entwickle die Pharmabranche Medikamente nach dem Gießkannenprinzip. Maas ist sich sicher: Eine Krebserkrankung könne mit individualmedizinischen Mitteln zwar nicht geheilt, aber immerhin so behandelt werden, dass sie nur noch eine chronische Krankheit ist.

Was das mit Technologie zu tun hat? Den Weg hin zu einer gut funktionierenden Individualmedizin müssen laut Maas Algorithmen ebnen. Deshalb suchten Pharmaunternehmen auch händeringend nach Softwareentwicklern und Datenexperten. „Wir stehen natürlich in Konkurrenz zu allen möglichen Industrien“, sagt Maas. Die Suche gestalte sich daher nicht einfach.

Die finale Entscheidung liegt beim Arzt

Wenn die Pharmabranche diesen Weg einschlägt, schweben Maas ganz große Innovationen vor. Als Beispiel nennt er die „künstliche Bauchspeicheldrüse“: Diabetespatienten könnten damit in Zukunft ihre Insulinspritzen durch ein kleines Implantat im Körper ersetzen.

Dass das gesamte Gesundheitssystem eines Tages aber allein aus moderner Technik besteht, glaubt Maas nicht. „Die finale Entscheidung trifft immer noch der Arzt“, sagt er. Einige diagnostische Fähigkeiten könne die KI dem Menschen einfach nicht abnehmen. In der Chirurgie kann er sich den Einsatz von hochentwickelter Robotertechnologie aber sehr wohl vorstellen: Lieber würde er sich von einer Operationsrobotersystem operieren lassen, als von einem „Arzt, der am Abend vorher auf einem Polterabend war.“

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