AutogrammNeuwagen im Check: der VW T-Roc Sport

VW T-Roc
Mit dem T-Roc bietet VW einen SUV in der unteren KompaktklasseVolkswagen

Das Auto

Mit dem T-Roc folgt Volkswagen dem SUV-Trend in die untere Kompaktklasse. Kleiner als der Tiguan, kostet er ab 21.000 Euro und soll eine jüngere Kundschaft ansprechen. Mit 190-Benzin-PS, Allrad, Doppelkupplungsgetriebe und vielen Extras wie LED-Scheinwerfer, die alleine über 1000 Euro kosten, ist der Testwagen allerdings doppelt so teuer als das Einstiegsmodell.

Der Look

Kantig und dennoch sportlich ist der T-Roc ein Hingucker: Das Dach ist in Kontrastfarbe, das Armaturenbrett in vier Farben bestellbar. So kommt der T-Roc als willkommene Abwechslung zum silbergrauen SUV-Allerlei auf den Straßen daher. Das Tagfahrlicht allein ist eine Show. Offenbar denkt man bei VW, Optik geht vor Haptik: Denn innen dominiert Hartplastik, wie man es selbst beim Polo nicht mehr findet.

Das Fahrgefühl

Typisch VW – es gibt fast nichts auszusetzen. Vielleicht die etwas zu straffe Fahrwerksabstimmung, die man aber nach der erste Kurve schätzen lernt. Für einen SUV dieser Größe sind Einlenkverhalten, Federung und Bremsen tadellos. Die Beschleunigung (0-100 km/h in 7,2 Sekunden) ist sportlich, der Verbrauch (ca. 7 Liter) für einen 190-PS-Benziner sparsam. Wer nicht gerade in Oberbayern wohnt, kann auf den Allradantrieb verzichten.

Das digitale Extra

Das Infotainment aus dem VW-Konzernbaukasten wird die Generation Smartphone nicht begeistern. Also Handy anschließen, Apple Carplay, Android Auto oder Mirrorlink aktivieren und den Rest vergessen. Die Assistenzsysteme vom automatischen Einparken bis zur Notbremsung vor einem übersehenen Stauende sind lobenswert. Denn jüngere Fahrer sind bekanntermaßen eine Risikogruppe.

Was der Hersteller sagt

„Volkswagen wird jünger“, sagte VW-Chef Herbert Diess bei der Vorstellung des T-Roc, und „urbaner“. Der 4,23 Zentimeter lange SUV ist kürzer als ein Golf, was beim Einparken in der Stadt hilft, bietet aber mehr Platz. Kein Wunder, dass uncoole Vans und Kombis immer weniger Kunden finden.

Was der Hersteller verschweigt

Die Konzernschwestern haben technisch ähnliche SUVs im Programm: Der Seat Ateca ist mindestens ebenso schick und jugendlich, der Skoda Karoq bietet noch mehr Platz – und das bei gleicher Ausstattung sogar zu einem günstigeren Preis.